Fehlerhafte Links finden – Analyse der internen Linkstruktur mit Xenu

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Die Analyse der gesamten Webseite bzw. des gesamten Blogs, sowie damit verbunden die Analyse der internen Linkstruktur, ist unerlässlich.

Zum einen mag es Google nicht, wenn Links auf der Webseite ins Leere zeigen, zum anderen sind fehlerhafte Seiten bzw. 404-Seiten für den Besucher und z.B. der damit verbundenen Conversion-Optimierung auch nicht schön.

Bei meiner Recherche nach Tools, die die eigene Seiten durchforsten, bin ich auf den Xenu Linkchecker gestoßen, welchen man sich im Internet für Windows kostenlos herunterladen kann.

Der Start: Adresse eingeben und Go

Das Tool funktioniert ganz einfach: Man klickt nach dem Öffnen oben links in der Leiste auf “Check URL” und gibt seine Domain ein. Ich habe als Beispiel die Webpräsenz www.reviewzone.de eingegeben, wo ich für die Suchmaschinenoptimierung verantwortlich bin.

Man hat außerdem noch die Option, dass den ausgehenden Links gefolgt wird. Diese Option sollte man wählen, um Broken-Links entdecken zu können, die auf externe Domains verweisen.

Fehlerhafte Links finden

Startet man die Analyse, crawlt das Tool von der Startseite ausgehend das gesamte Verzeichnis. Dabei verfolgt das Tool jeden Link der im Quelltext steht. So bekommt man jede Seite angezeigt, die auf welche Weise auch immer, von irgendeiner Seite verlinkt ist – sei es auch nur aus dem.

Je nach Menge der Seiten und Geschwindigkeit der Internetverbindung kann das auch schon ein paar Stunden dauern. Man kann aber auch bestimmte Verzeichnisse ausschließen. So kann man, wenn man sich nur auf einen bestimmten Bereich der Domain konzentriert, die Arbeitszeit des Tools verkürzen.

Die Analyse: Fehlerhafte Verlinkungen finden

Neben dem Status wird der Seitentyp, die Größe, der Title, die Description und das Datum angezeigt. Seiten mit einem anderen Statuscode als “OK” werden in der Liste rot gekennzeichnet.

Fehlerhafte Links finden

Bei mir kamen zudem die Statusmeldungen “Forbidden Request” und “Timeout”. Letztendlich konnte ich die Seiten aber trotzdem manuell aufrufen.

Man kann die Liste nach den einzelnen Spalten auf- und absteigend sortieren. So kann man sich z.B. alle fehlerhaften Seiten untereinander anzeigen lassen und diese nach einander abarbeiten.

Mit einem Doppelklick wird zudem die jeweilige Seite im Browser geöffnet.

SEO: Außerdem interessant für die Suchmaschinenoptimierung

Interessant für mich sind aber vor allem, neben dem Statuscode, die Ebene (“Level”) der einzelnen Seiten und die eingehenden und ausgehenden Links der Seite.

Die Level-Spalte gibt einen Überblick wie viele Klicks die gecrawlte Seite von der Startseite entfernt ist, denn die Ebene und die Anzahl der eingehenden und ausgehenden Links der einzelnen Seiten sind zur SEO-Analyse sehr hilfreich.

Um die Seite genauer zu untersuchen, findet man mit einem Rechtsklick auf eine Zeile und dann unter “URL-Properties” eine Liste mit den genauen Seiten, welche auf die Seite verlinken und auf welche Seiten die aktuelle Seite verlinkt.

Ein nettes Feature ist zudem, dass man sein Projekt abspeichern und exportieren kann.

Der Ergebnisbericht

Wenn der Crawlingvorgang abgeschlossen wurde wird gefragt, ob ein Ergebnisbericht erstellt werden soll. Wenn man dies bejaht, wird im Browser ein kompletter Bericht gezeigt.

Darin werden die Status-Fehler und die vorhandenen Weiterleitungen aufgezeigt. Am Ende bekommt man noch eine Gesamtübersicht in einer Tabelle.

In dieser Tabelle erfährt man z.B. den prozentualen Anteil der fehlerhaften Seiten des Webauftritts.

Fazit: Ausprobieren

Ich kann jedem empfehlen seine Webseite bzw. seinen Blog einmal durchzuchecken. Bei meinem ersten Check sind einige fehlerhafte Verlinkungen zum Vorschein gekommen, von denen ich sonst nie erfahren hätte.

Außerdem ist es mal interessant einen Überblick seines gesamten Internetauftritts zu bekommen. Bei einigen Seiten und Verlinkungen wusste ich z.B. gar nicht, dass diese existieren.

Autor

Mein Name ist Dominik Bleser. Ich studiere Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt BWL und betreue unter anderem den Bereich der Suchmaschinenoptimierung für das Portal reviewzone.de.

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Kommentare

  1. 1

    Philipp

    Scheint ein gutes Tool zu sein, gibt es das (oder ein ähnliches) auch für den Mac? Würde meine Blogs damit auch gerne mal checken.

  2. 2

    Heike Lorenz

    Hallo,
    interessantes Tool – werde ich mal probieren.
    Aktuell nutze ich das WP-Plugin “BrokenLinkChecker” um kaputte Links zu finden. Das arbeitet super ;-)

  3. 3

    Martin

    Klingt ganz interessant, aber ist das nicht ein wenig uneffektiv? Also es sieht ja nach einem Windows Tool aus, dazu muss ich es auch noch irgendwo runterladen usw.
    DAs von Heike erwähnte WP Plugin nutze ich auch, also BrokenLinkChecker. Das arbeitet wirklich recht gut und kümmert sich sogar ohne mein zutun um Broken Links.

    Gut außerhalb von WordPress habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht.

    Vielen Dank für die Idee, muss ich mir nur um ein Tool für Linux umschauen. ;)

  4. 4

    daniel

    das ist genau das was ich die ganze zeit gesucht habe. mit der zeit sammelt sich so viel müll an da kommt keiner hinterher und das wp tool von google meckert immer über defekte links.

    danke und beste grüße

  5. 5

    Bernd Trautmann

    Da ist es wieder mal, das riesige Nichts,in das ich renne.
    Interessanter Artikel, ich klicke auf den Link und suche
    “oben links” das “Check URL”.
    Finde ich aber nicht, nur folgendes konnte ich anklicken:

    Description
    Download
    Frequently Asked Questions (FAQ)
    The story of Xenu’s Link Sleuth (TM)
    Bug List
    Future feature List
    Credits
    Links for further reading
    Trademarks

    Wie so oft hat der Artikel bewirkt, daß ich mir so doof vorkomme.

  6. 6

    Peer Wandiger

    @ Bernd
    Du musst die Software erstmal herunterladen.

    Dafür klickst du auf “Download” und dann auf der Download-Seite bei der pinken Zeile auf den blauen “Download”-Link.

    Nachdem du die Zip-Datei heruntergeladen hast, macht du einen Doppelklick darauf und klickst nochmal doppelt auf Setup.exe.

    Damit installierst du das Programm.

    Wenn es installiert ist kannst du es über “Programme” starten und dort findest du dann die im Artikel beschriebenen Funktionen.

  7. 7

    Bernd Trautmann

    Danke für die schnelle Antwort, da war ich eben tatsächlich zu doof!
    Hatte aber einen langen Arbeitstag,zu meiner Entschuldigung.
    “…welchen man sich im Internet für Windows kostenlos herunterladen kann.” – das habe ich tatsächlich überlesen.
    Nun, heruntergeladen und installiert, funktioniert alles.
    Hab auch schon getestet, mein Urteil: Daumen hoch!

  8. 8

    Alexander

    Dieses Tool ist echt klasse für Online Shops, denn dort ist der interne Linkaufbau oft unübersichtlich und schwer zu durchschauen. Oft werden Links auf Produkte gesetzt die es nicht mehr zu kaufen gibt oder aus dem Shop internen Blog auf Kategorien verlinkt, die geändert, verschoben oder gelöscht wurden. Bei sehr großen Shops läuft das Tool aber ewig und man kann anstatt einer Tasse Kaffee eine Badewanne voll Kaffee trinken, bis das Tool den Shop komplet gecrawlt hat. Aber oft reicht es, das Tool mal nur kurz anlaufen zu lassen und die Struktur der internen Verlinkung wird schon mal sichtbar und erste Maßnahmen zur Korrektur können vorgenommen werden.

  9. 10

    Robert

    Wenn man eine Seite über Jahre betreibt und immer mal wieder ein paar Änderungen macht, dann häufen sich auch immer wieder ein paar fehlerhafte Links ein. Daher sollte man seine Seite immer mal wieder checken und gegebenfalls aufräumen.

  10. 12

    Jakob

    Xenu ist bisher das einzige Tool das ich finden konnte, welches mir über PrettyLink verschleierte Links als “broken” entlarvt. Wenn jemand eine andere Methode kennt, dann lasse ich mich gerne belehren :)

  11. 13

    Bernhart

    @ Jakob
    hab ein wenig recherchiert, es gibt noch andere. Xenu soll aber das beste sein, ich persönlich nutze auch nur Xenu.

    Ansonsten, danke für den Artikel, weiter so!