Mit eigenen Erfahrungen und Beispielen mehr Leser anlocken

Marcus EvansWerbung

Es gibt Millionen Blogs und selbst in der eigenen thematischen Branche gibt es oft sehr viel Konkurrenz.

Wie schafft man es, sich von den anderen abzuheben und den eigenen Blog zu etwas Besonderem zu machen?

In diesem Artikel zeige ich, wie man mit eigenen Erfahrungen und Beispielen mehr Leser anlocken kann.

Du bist Einzigartig

Im Mittelpunkt eines Blogs steht der Blogger. Blogs sind sehr persönliche Angelegenheiten und Blogger sollten sich dies zu nutze machen, denn da draußen gibt es unzählige Blogs und ein wichtiger Erfolgsfaktor ist der Blogger selbst.

Erfolgreiche Blogger habe einige Sachen gemein. Eine davon ist der Umgang mit eigenen Erfahrungen und Beispielen.

Wenn ich heute einen Artikel über die Installation eines neuen Blogs schreiben würde, dann wäre das sicher interessant, aber es gäbe auch schon dutzende andere Artikel, die das genauso machen.

Wenn ich diesen Artikel aber individuell gestalte und Beispiele aus meinen eigenen Erfahrungen mit Blogs (inkl. konkreter Beispiele) einbaue, dann wird daraus etwas besonderes und einzigartiges.

Ähnliches habe ich schon oft praktiziert, wie z.B. in meiner Selbständigkeits-Artikel-Serie auf selbstaendig-im-netz.de.

Dort habe ich meine eigenen Gründungserfahrungen einfließen lassen und nicht nur Theorie aufgearbeitet.

Persönliche Ebene

Zudem sollte man nicht unterschätzen, wie wichtig die persönliche Ebene im Web ist.

Traut man der Produktbeurteilung eines Fremden genauso wie der eines Freundes? Sicher werden die meisten von Euch einem Freund mehr Vertrauen entgegen bringen, als einem Fremden.

Auch wenn aus den allermeisten Lesern keine wirklichen Freunden werden, so hilft es dennoch sehr, wenn die Leser einen Einblick in das Leben und die Erfahrungen des Bloggers bekommen und Vertrauen zu diesem aufbauen.

So macht es Sinn unter anderem die folgenden Beispiele und Erfahrungen in die eigenen Artikel einfließen zu lassen:

  • Eigene Erfolgserlebnisse
  • Fehler, die man gemacht hat und was man daraus gelernt hat
  • Die eigenen ersten Schritte bei einem bestimmten Thema
  • “Jugendsünden” im Web
  • Hürden und Hindernisse, vor denen man selbst auch mal stand
  • Lösungsbeispiele, die vielleicht unkonventionell sind, aber funktioniert haben

Natürlich gibt es eine Menge Varianten bei diesem Thema. Jeder wird selber genug Beispiele und Erfahrungen finden, die er bei sich einbauen kann. Und das schöne ist, Beispiele und Erfahrungen sammelt man permament, ohne dass man dafür etwas tun oder ewig recherchieren muss.

Doch nun fängt der/die eine oder andere vielleicht gerade mit dem Bloggen an und ist der Meinung, dass er/sie noch gar keine Erfahrungen gemacht hat und keine Beispiele zur Verfügung stehen.

Jeder hat Erfahrungen und Beispiele

Nur weil man bisher keine Erfahrungen beim Bloggen gesammelt hat, heißt das ja nicht, dass man generell keine Erfahrungen gesammelt hat.

Wenn man sich für das Thema interessiert über das man bloggt, dann beschäftigt man sich doch schon länger damit. Und dann wird man bereits viele Erfahrungen gesammelt haben.

Mein Blog Blogprojekt.de ist da eher die Ausnahme, da man für so einen Blog auch schon vorher gebloggt haben sollte. Aber wenn man z.B. seit vielen Jahren Modellbahnen sammelt und nun einen Blog dazu startet, dann hat man sicher einen großen Erfahrungsschatz und viele Beispiele zu erzählen.

So habe ich auch bei meinem Blog selbstaendig-im-netz.de Anfang 2007 beim Start nicht viele Erfahrungen mit dem Bloggen selbst gehabt. Aber ich hatte mich rund 1 Jahr vorher selbständig gemacht und eine Menge über meine Erfahrungen als Gründer zu erzählen.

Fazit

Ich bin zwar niemand, der sein Leben im Web komplett ausbreitet, aber wenn es thematisch passt, bringe ich gern Beispiele und Erfahrungen aus meinem (Berufs-)Leben in meine Artikel ein.

Und dass ist sicher auch ein Grund dafür, dass ich so viele Leser und vor allem auch viele Stammleser habe. Diese persönliche Ebene, die sich unter anderem dadurch aufgebaut hat, ist wichtig für den Blogerfolg.


Kommentare

  1. 1

    Ray

    Mir persönlich fällt auf, dass viele Blogs sehr konventionell und unkritisch sind, zumindest scheint es mir so. Im Bereich Online-Marketing ist es zum Beispiel oft üblich, so etwas wie Positive Vibrations zu erschaffen. Die Blogger scheinen mehrheitlich dazu zu tendieren, gut funktionierende Sachverhalte zu beschreiben, im Bereich Online-Marketing sind das dann Handlungen und Software, die Websites “voran bringen”. Die Realität sieht aber so aus, dass man bei der Betreuung von Websites eher damit konfrontiert ist, dass die Dinge so einfach leider nicht laufen. Weder sind – jedenfalls in vielen Branchen – die Keywords/Keyword-Kombinationen so nachgefragt, wie über das Keyword Tool propagiert wird, noch kommen die Massen durch Posts in den Social Media mit interessanten Inhalten auf die Corporate Sites gestürmt. Tatsächlich ist die Rolle des Brandings und der Werbung oft entscheidend. Blogposts, die solche Dinge kritisch und mit praktischem Hintergrund betrachten, fehlen mir und sicher auch einer Menge anderer Leser.

  2. 2

    Denny

    Naja sind wir mal ehrlich. Die meisten Blogs werden mittlerweile einfach nur zum Backlink setzen benutzt. Es gibt sooo viele Blogs mit “Gastartikeln” wo einfach nur ein zusammgehackter Artikel mit ein paar Backlinks reingestreut gepostet wird. Ich hoffe Google kriegt es bald mal wirklich hin diesem ganzen SEO Gespamme ein Ende zu setzen.

  3. 3

    Ralf

    Eigene Erfahrungen werden von Lesern sehr viel mehr wahrgenommen wie allgemeine Artikel. Wenn ich schreibe das ich einen Artikel selbst verwende habe ich eine viel höhere Kaufrate z.B. bei Amazon als bei einem allgemein gehaltenen Artikel. Irgendwie bekommt der Leser hierdurch eine Art Vertrauensvorschub.

  4. 5

    Alexander Rus

    Die meisten Blogger schreiben generell zu unpersönlich. Damit ein Blog mit Personen Branding funktioniert, muss man die Person auch kennenlernen. Wenn man da hilfreiche aber unpersönliche Beiträge verfasst, ist man in vielen Bereichen nur einer von vielen. Wer sich aber echt selbst einbringt und gewissermaßen eine Subkategorie schafft, hat keine direkte Konkurrenz mehr und kann Leser oder was auch immer an sich binden.

    Branding ist alles…

  5. 6

    Chris

    Hallo Peer,

    ich verfolge alle Deine Seiten und schaue hin und wieder mal rein. Generell muss ich sagen, dass mir die persönliche Ebene natürlich auch besser gefällt. Trotzdem gibt es aber Leute, die das nicht so mögen. Daher ist das natürlich in gewisser Weise ein kleiner Spagat, den man aber locker bewältigen kann, in dem man das vielleicht auch irgendwo mal verankert.

    Wir haben es immer so gehandhabt, dass man das im Willkommenartikel eines Blogs einfach mal klar ankündigt und wenn man es denn als Leser gelesen hat, dass man das auch weiß.

    Daher sollte sich dann niemand daran stören.

    Viele Grüße