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   16.Februar 2012 - Peer Wandiger

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Auch wenn die Internet-Nutzer ihre Unabhängigkeit schätzen und gerade die Vielfalt an Möglichkeiten im Web so spannend ist, gibt es auch im Internet einen Herdentrieb.

Warum haben bestimmte Blogs relativ viele Besucher und andere nicht. Das liegt nicht immer nur am Inhalt und an der Suchmaschinenoptimierung. Manche Blogs verstehen es sehr gut, den Herdentrieb der Internet-Nutzer anzuregen.

Was dieser Herdentrieb ist und wie man ihn für seinen eigenen Blog nutzen kann, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Den Herdentrieb nutzen

Der Herdentrieb im Internet funktioniert ähnlich wie in der Offline-Welt. Schauen wir uns nur mal die Popsternchen von heute an. Eine große Rolle spielen dabei TV und Print. Diese vermitteln den (vor allem jüngeren) Zuschauern und Lesern das Gefühl, dass dort gerade was passiert, das alle gut finden. Und wenn das alle gut finden, dann muss es ja auch gut sein.

Nur ein Teil der Bevölkerung kann sich dem entziehen. Aber auch in sogenannten kleinen, indivduellen Szenen (um mal beim Musik-Beispiel zu bleiben) gibt es oft einen Herdentrieb. Es gibt bestimmte Dinge, die alle cool finden usw. Und im Grunde ist dies ein natürliches Verhalten, welches in der Tierwelt allgegenwärtig ist und viele positive Auswirkungen hat. Schließlich kann die Masse nicht falsch liegen und wer will schon als einziger das Falsche machen.

Doch wie kann man diesen Herdentrieb im eigenen Blog für mehr Traffic nutzen?

Wie wird so ein Herdentrieb ausgelöst?

Das ist die erste Frage. Und die Antwort darauf ist nicht ganz so einfach. Im Grunde muss man dafür sorgen, dass der einzelne User das Gefühl bekommt, eine maßgebliche Mehrheit findet den eigenen Blog sehr gut. Dann greift dieser psychologische Effekt, dass nicht schlecht sein kann, was viele gut finden. Und das man etwas verpassen könnte.

Dies kann man in einem Blog auf verschiedene Arten auslösen und unterstützen.

  • Statistik
    Einer der wichtigsten Faktoren, um bei neuen Usern den Herdentrieb auszulösen, sind Statistiken. Natürlich sollten diese schon recht gut sein. Wenn ein neuer Leser merkt, dass schon eine Menge Leser auf einem Blog unterwegs sind, ist das tendenziell besser, als wenn er denkt, er ist der einzige. Also PageViews oder Visits pro Monat veröffentlichen.

    Oder die Zahl der registrierten Mitglieder zum Beispiel. Dies hat z.B. World of Warcaft unter anderem so erfolgreich gemacht.

  • Top-Listen
    Top-Listen, wie z.B. www.deutscheblogcharts.de sorgen dafür, dass ein neuer User sieht, dass dieser Blog schon recht bekannt und gut besucht ist. Deshalb solche Dinge auch im eigenen Blog verlinken.

    Auch Ranking-Buttons von Wikio und Co. sind hilfreich, wenn man dort in einer Themenkategorie unter den ersten Plätzen ist.

  • Feedleser
    Ebenfalls wichtig ist die Zahl der Feedleser. Ab einer dreistelligen Zahl sollte man die Feedleser-Zahl auf dem Blog veröffentlichen. Was schon 500 Leute abonniert haben muss einfach gut sein.
  • Top-Artikel / Kommentare
    Es macht Sinn, die beliebtesten Artikel und die letzten Kommentare aufzulisten. Die Nutzung von Artikeln und das häufige Kommentieren regt ebenfalls den Herdentrieb an. Wenn ein Artikel viele Kommentare hat, dann muss er wirklich gut sein.
  • Interviews geben und Reviews
    Man kann auch in anderen Blogs präsent sein, in dem man Interviews gibt (vorher Kontakte knüpfen) und z.B. Reviews des eigenen Blogs geschrieben werden. Aber auch Gastartikel, die man in anderen Blogs veröffentlicht, tragen dazu bei, dass man den potentiellen Lesern häufiger auffällt.
  • Oft verlinkt sein
    Klar, wer oft verlinkt ist hat nicht nur Vorteile in Google, sondern fällt potentiellen Lesern natürlich auch öfters auf. Wenn ein Blog immer wieder in der Blogroll anderer Blogs auftaucht, dann muss er gut sein.
  • Social Servives nutzen
    Die Social Services im Web 2.0 sind nicht nur für Backlinks gut, sondern sorgen auch dafür, dass potentielle Leser immer wieder vom eigenen Blog etwas lesen. Regelmäßige Einträge in Social News Sites, in Social Bookmarking Sites, viele Follower in Twitter, Fans in Facebook usw..

    Auch Voting-Buttons im eigenen Blog mit einer relativ hohen Stimmen-Zahl sprechen den Herdentrieb an.

Fazit

Keine der oberen Maßnahmen wird für sich allein den Traffic verdoppeln.

Wenn man es aber schafft, den Großteil davon umzusetzen und man dann auch längerfristig dranbleibt, wirkt der eigene Blog auf viele neue Leser sehr anziehend und die “Herde” wächst.

Und das wirkt sich wieder positiv auf die Statistik aus usw.

Ein positiver “Teufelskreis”. ;-)

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Bei einem Klick auf den Twitter-Button gelangen Sie zu Twitter und dort werden Daten erhoben. Wir haben keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Twitter erhebt.
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20 Kommentare
  1.  
     

    1 Ein Kommentar von Michael am 16 Feb, 2012

    He Peer,

    die Verlinkung bei den deutschen Blogcharts passt leider nicht. Der Bindestrich muss weg.

    Beste Grüße

     
     
  2.  
     

    2 Ein Kommentar von Viktor am 16 Feb, 2012

    Hi Peer,

    ich stimme dir grundsätzlich zu. Nur ist bei neuen Blogs die Schwierigkeit da, erst einmal eine ansehnliche Anzahl an Viewern / Followern zu bekommen und gute Statistiken zu erhalten.
    Wie macht man das? :)

    Grüße

     
     
  3.  
     

    3 Ein Kommentar von Brennr.de am 16 Feb, 2012

    Hinweis: Die URL zu den Deutschen Blogcharts ist ohne Bindestrich.

     
     
  4.  
     

    4 Ein Kommentar von Micha am 16 Feb, 2012

    Letztendlich stützt sich ja selbst die Grundidee von Googles Pagerank-Algorithmus auf das Herdenverhalten – nach dem Motto “Webseiten, die oft verlinkt werden, sind toll.”.

    Und diese kürzlich bekannt gewordenen Zusammenhänge zwischen Google-Rankings und Social-Media-Zuspruch zeigen schön diesen positiven “Teufelskreis”, den du ansprichst.

     
     
  5.  
     

    5 Ein Kommentar von Peer Wandiger am 16 Feb, 2012

    Ups, den Link habe ich korrigiert.

    @ Micha
    Obwohl es hier gar nicht um Google geht, sondern um die psychologische Seite.

    Aber natürlich greifen die verschiedenen Aspekte auch ineinander.

     
     
  6.  
     

    6 Ein Kommentar von Matthias am 16 Feb, 2012

    Dass die Masse nicht falsch liegen kann, meinst Du schon ironisch, oder? ;)

     
     
  7.  
     

    7 Ein Kommentar von Peer Wandiger am 16 Feb, 2012

    Das denken sehr viele Menschen und dadurch entsteht so ein Herdenverhalten.

    Dass es oft gar nicht so ist, spielt dabei keine Rolle.

     
     
  8.  
     

    8 Ein Kommentar von Michaela am 16 Feb, 2012

    Die Menschen sind nun mal Herdentiere. Das ist von der Evolution in unseren Genen einprogrammiert worden.

     
     
  9.  
     

    9 Ein Kommentar von Lukas am 17 Feb, 2012

    Womit ich mich schwer tue, ist Angebote oder speziell auch Blogs, welche noch nicht besonders bekannt sind, am Anfang zu puschen. Da kann man noch so gute Beiträge und Statistiken anfertigen, es lesen dann vielleicht 10-20 Leute und gut ist.

     
     
  10.  
     

    10 Ein Kommentar von Vincent am 17 Feb, 2012

    Guter Beitrag. Allerdings muss man ja zuvor was mit seinen Blog erreicht haben bevor der Herdentrieb kommt!! Denn man kann nicht mit großen Zahl und co. prallen wenn man sie nicht vorweisen kann und derjenige der sie vorweisen kann ist oft schon in der Herde integriert ;D

     
     
  11.  
     

    11 Ein Kommentar von Josef am 18 Feb, 2012

    Hallo,

    gerade in der Anfangszeit ist das alles nicht so leicht umzusetzen. Wichtig ist, dass man etwas Gedult hat und Konsequent an seinem Blog arbeitet.

    freundliche Grüße
    Josef

     
     
  12.  
     

    12 Ein Kommentar von Andy am 18 Feb, 2012

    Der Mensch ist eben ein Hedentier, das war im Mittelalter schon so. Recht hast du mit deinen Gedanken. Auch ich erwische mich oft beim nachmachen ;-)

     
     
  13.  
     

    13 Ein Kommentar von Jupp am 19 Feb, 2012

    Dies ist mal ein echt geiler Artikel

    Gruß
    Jupp

     
     
  14.  
     

    14 Ein Kommentar von Helene Dsouza I Masala Herb am 21 Feb, 2012

    Man muss herz und seele rein stecken in ein blog project, am laufenden sein, immer höfflich bleiben und guten style vermitteln…. und dann kommen auch die besucher.
    Es gibt soo viele Strategien um die statistiken rauf zu katapulieren.

     
     
  15.  
     

    15 Ein Kommentar von Rainer am 22 Feb, 2012

    Echt klasse Artikel. Hier kann ich noch viel lernen und meinen neuen Blog besser promoten. Danke.

     
     
  16.  
     

    16 Ein Kommentar von Sven am 22 Feb, 2012

    Ich finde, dass beste Beispiel für den Herdentrieb im Internet ist doch Facebook, jeder nutzt es, weil es die anderen auch nutzen. Mehrere, die ich gefragt habe, mögen Facebook eigentlich garnicht, sie nutzen es nur weil es jeder macht oder die Freunde sich bei z.B. StudiVZ abgemeldet haben. Ohne Herdentrieb hätte dieses Projekt niemals so gut funktioniert, denn ohne Nutzer wäre Facebook wertlos.

    Wäre schon schön, wenn man den Herdentrieb für seine eigene Website in diesem Umfang nutzen könnte.

     
     
  17.  
     

    17 Ein Kommentar von Karsten am 23 Feb, 2012

    Das Facebook-Beispiel ist genial, so ist es ja echt: viele haben Bedenken was den Datenschutz und die Werbe-Nutzung der persönlichen Daten angeht, aber weil ja irgendwie alle da sind, macht man eben auch mit…

     
     
  18.  
     

    18 Ein Kommentar von Henrik am 26 Feb, 2012

    Schöner Post und interessanter Ansatz. Besten Dank dafür.

    Ein Blogger kann den sicherlich vorhandenen Herdentrieb im Netz möglicherweise auch noch anders für sich nutzen.

    Google Trends oder auch die einzelnen Ländertrends bei Twitter können als Keyword Generator herhalten und zu neuen Artikeln inspirieren. Schnelligkeit und Flexibilität ist dabei wohl Trumpf.

    Vielleicht liege ich aber auch komplett daneben, bin schließlich kein wirklicher Experte auf diesem Gebiet?!

     
     
  19.  
     

    19 Ein Kommentar von Dirk vom Marketing-im-Business Blog am 5 Mrz, 2012

    Das Prinzip ist ja quasi: “das was viele gut finden, kann nicht schlecht sein”

    Aber schön aufgelistet, welche Faktoren überhaupt erst dahin führen.

     
     
  20.  
     

    20 Ein Kommentar von Marco am 7 Mrz, 2012

    Die Tips sind sehr allgemein gehalten und nützen neuen Blogs eher wenig. Wer neu anfängt und keine eigenen “Ressourcen” im WWW für Links und Werbung vorhält, fällt ganz schnell hinten runter. Da kann der Content noch so gut sein. Blogroll-Links werden heutzutage verkauft, kaum einer machst sich die Arbeit, Dich freiwillig in seine Roll aufzunehmen. Die Blogsphäre ist durchseucht von hochoptimierten aber für Leser sinnlosen Spamblogs (also eben jenen “Ressourcen” anderer Webmaster), die in den Suchmaschinen oben ranken und den Jungblogger komplett im Nirvana der Bedeutungslosigkeit verschwinden lassen. Wer sich nicht mit “SEO” beschäftigt, sondern einfach nur seine Meinung schreiben will, hat als neuer Blogger kaum eine Chance auf Besucher. Is so.

     
     

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