Die 10 schlimmsten Blog-Usability Fehler

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Blog-Usability ist ein sehr interessantes Thema, welches in den letzten Jahren immer wichtiger geworden ist.

Deshalb wurde es nun auch als Thema beim Webmaster Friday ausgewählt und ich möchte mich im heutigen Artikel der Usability widmen.

Warum ist Usability im Blog wichtig und welche 10 Fehler sollte man vermeiden.

Warum ist Usability im Blog wichtig?

Usability ist ein etwas schlecht fassbarer Begriff.

Da liegt vielen Bloggern SEO, Online Marketing etc. deutlich näher.

Dabei ist Usability nichts anderes als die Verbesserung der Nutzungserfahrung einer Website bzw. eines Blogs.

Und eine gute Nutzungserfahrung sorgt dafür, dass Leser nicht gleich abspringen, mehr Seiten anschauen, diese weiterempfehlen und natürlich auch wiederkommen.

Usability ist zwar nur ein Teil des Erfolges und niemand kommt nur wegen der Usability wieder, wenn die Inhalte schlecht sind.

Aber einem Blog mit guten Inhalten kann eine schlechte Usability das Genick brechen.

Deshalb sollten Blogger versuche, die folgenden 10 Fehler zu vermeiden.

10 Blog-Usability Fehler

Für mich immer noch einer der wichtigsten Usability-Tipps ist ein inhaltlicher Fokus. Durch das Vermischen von verschiedenen Themen, die nichts miteinander zu tun haben, erschwert man einem Leser das Finden von Inhalten, die ihn interessieren.

Hier aber nun meine 10 schlimmsten Blog-Usability-Fehler.

  1. fehlende Autor-Infos
    10 Blog-Usability Fehler die man vermeiden sollteBlogs sind mehr als alle anderen Internet-Angebote auf eine persönliche Ebene angewiesen. Ein Blogger muss sich etablieren und sich einen Namen machen.

    Ein Blog entwickelt sich besonders dann gut, wenn er Persönlichkeit hat und die Verbindung zu den Leser stark ist.

    Deshalb sollte man über sich selber etwas schreiben und idealerweise auch ein Foto hinzufügen. Ich habe auf Selbständig im Netz in der Sidebar einen kurzen Text und ein Foto. Ich werde demnächst eine Autor-Seite ergänzen.

  2. schlechte Überschriften
    Überschriften zu schreiben ist fast schon eine Kunst. Natürlich soll diese neugierig machen und Aufmerksamkeit erregen.

    Aber sie muss eben auch klar und deutlich sein. Es ist sehr nutzerunfreundlich, wenn man etwas anderes hinter einer Überschrift erwartet, als dann wirklich dort zu finden ist.

  3. unfreundliche Navigation
    Die Navigation eines Blogs ist sehr, sehr wichtig. Und so sollte man darauf achten, dass man eine gut zu bedienenden und sofort zu sehende Hauptnavigation mit den wichtigsten Links hat.

    Zudem sollte man eine einfache und auch schnell sichtbare Kategorie-Navigation anbieten.

    Und auch die Suchfunktion sollte man nicht vergessen.

    Wer nur den Monats-Kalender nutzt, bettelt gerade darum, dass die Leser den Blog wieder verlassen.

  4. nicht aussagekräftige Link-Texte
    Links innerhalb des Blogs sollten ebenfalls aussagekräftig sein.

    In der Navigation sollte sofort klar sein, wohin die einzelnen Buttons führen.

    Und auch im Text sollte man nicht mit “hier geht’s lang” oder ähnlichem verlinken, sondern klare und deutliche Link-Texte verwenden.

  5. versteckte Artikel
    Blogs sind von Hause aus chronologisch aufgebaut. Das bedeutet aber auch, dass neue Leser nur schlecht passende alte Artikel finden können. Deshalb sollte man mehrere Möglichkeiten anbieten.

    Kategorien, Suchfunktion, Sneeze Pages, Ähnliche Artikel (per Plugin), manuelle interne Verlinkung usw.

    10 Blog-Usability Fehler die man vermeiden sollte

    Auch Top-Listen der beliebtesten Artikel helfen neuen Lesern weiter.

  6. Kommentar-Spam Schutz
    Spam ist ärgerlich, keine Frage. Aber man sollte deshalb nicht die 95% ehrlichen Leser bestrafen. Captcha-Plugins kosten nur Nerven und verärgern Stammleser.

    Stattdessen gibt es gute Plugins, die im Hintergrund den Spam aufhalten.

  7. Standard RSS Link
    Viele kostenlose Standard-Themes kümmern sich nicht um den RSS-Feed-Link. Man findet diesen dann oft ganz unten im Footer.

    Stattdessen sollte man den RSS-Link oben im sofort sichtbaren Bereich unterbringen und am besten noch mit einem Bild deutlich sichtbar machen.

  8. nur Text
    Viele Blogger setzen nur Text ein. Nun ist Text nichts schlimmes, aber zusammen mit Bildern, Grafiken und Videos entfalten Texte erst ihr volle Wirkung.

    Oft genug wird ein Sachverhalt erst durch die visuelle Darstellung richtig klar.

  9. schlechte Text-Formatierung
    Das ist ein häufiges Problem. Keine Zwischenüberschriften und Absätze, schlechte Rechtschreibung, Endlos-Sätze etc.

    All dies trägt dazu bei, dass Texte schlecht lesbar sind und die Usability darunter leidet.

  10. schlechte Ladezeiten
    Natürlich leidet die Usability auch darunter, dass Seiten ewig zum Laden brauchen. Oder es ist schon ein Teil der Seite geladen, aber Grafiken oder sogar bestimmte Funktionen sind noch nicht vorhanden, weil im Hintergrund noch geladen wird.

    Eine relativ schnell ladende Seite ist deshalb sehr wichtig für die positive Nutzungserfahrung des Lesers.

Fazit

Usability ist als Wort oft nur schlecht greifbar. Man kann es aber in konkrete Dinge herunter brechen.

Die 10 Beispiele zeigen, dass man an bestimmten Punkten ansetzen kann, um die Nutzungserfahrung des Lesers zu verbessern.

Das sollte man bei aller Suchmaschinenoptimierung etc. nie vergessen.


Kommentare

  1. 1

    Csaba Nagy

    Hallo!

    Ja, das ganze ist auch Eng mit SEO verbunden…Linktexte, Überschriften, Ladezeit usw.!

    Durch eine bessere Nutzerfreundlichkeit kann man auch eventuell die Besuchszeit erhöhen, da der Besucher besser durch den Blog geleitet werden kann…was sich in den Statistiken zu bemerken ist.

    Man sollte auch jede Veränderung und Anpassung in der Statistik beobachten, ob es positive oder negative Auswirkungen für die Seite hat…

    Man möchte ja den Besucher solange wie möglich auf der Seite halten…bei neuen Besuchern ist dies noch leich zu machen…bei Stammlesern muss man schon etwas besonderes liefern, damit dieser länger bleibt…

    Aber dafür sind es, denke ich, die Stammleser die öffters etwas in den älteren Artikeln nachlesen, da diese den Blog schon kennen und wissen welche Themen man schon behandelt hat…

    MfG

    Csaba

  2. 2

    Andre

    Sehr schöner Artikel, gerade wenn mein einen neuen Blog aufsetzt, wusste ich nicht, ob ich die Autoren-Infos wirklich benutzen sollte. Jetzt werde ich es nutzen. Auch die anderen Tipps sind hilfreich. Leider verursache ich zu oft Flüchtigkeitsfehler. Welches Plugin würdest Du mit empfehlen für eine Rechtschreibkorrektur?

    Besten Gruß
    André

  3. 3

    stef

    Ah, eine schöne Zusammenstellung. Ein paar Hinweise daraus habe ich bei meiner Aufstellung nicht erwähnt.
    Ich denke, der Gesamteindruck macht eben den ersten Eindruck beim Leser. Und der sollte eben stimmen.

  4. 4

    Peer Wandiger

    @ Csaba Nagy
    Wobei die SEO-Sicht auf Überschrift, Linktexte und Co. ja teilweise doch der Usability im Wege steht.

    Das sieht man immer wieder auch an der Lesbarkeit von Texten.

    Die Kunst ist es, SEO und Usability unter einen Hut zu bekommen.

  5. 6

    Chriz

    Kann dir da nur recht geben! Besonderes der RSS Feed kann oben mehr Leute erreichen, als man es sich denkt. Und die Author Box sollte definitiv unter jeden Artikel stehen, damit man weiß mit wem man es zu tun hat!

  6. 7

    Paul

    Das spannende an den 10 Punkten ist ja, dass man sich bei jedem denkt: “Achja, so schlimm ist das ja nun auch wieder nicht.”

    Wenn man dann aber mal drei oder vier von diesen Fehlern aus seinem Blog entfernt hat, merkt man selbst, wie viel freundlicher das gleich aussieht. Gerade RSS-Feeds sind wirklich eine nützliche Sache, denn Leser, die über ein RSS an der Seite teilhaben, sind meist die treuesten Leser.

  7. 8

    Thomas

    Wichtige Ergänzung zu Punkt 7 mit den RSS-Feeds: Der Feed sollte auch unbedingt mit auch eingebunden werden, dann kann man ihn in modernen Browsern auch direkt in der Adressleiste sehen. Da suche ich immer als erstes.

  8. 9

    Raphael

    Gute Auflistung! Was mir noch fehlt: Eine durchdachte Suchfunktion im Blog ist ebenfalls sehr wichtig für eine gute Usability. Ich ärgere mich immer, wenn ich bei der Suche plötzlich bei Google lande und irgendwelche Ergebnisse bekommen, die ich nie haben wollte.

  9. 10

    bazillus

    Sehr schöne Auswahl! Ich muss an meinem eigenen Blog definitiv auch noch ein paar Dinge anpassen, wobei die Gradwanderung zwischen SEO und Usability, wie hier bereits angemerkt, einen immerwieder vor eine Herausforderung stellt!
    Ich stelle gerade fest, dass ich mir die “ähnlichen Einträge” für diesen Beitrag auch noch durchlesen muss ;-)

    Thx&grüße

  10. 11

    Borko

    Hi Peer,

    wie erstellt du deine Sneeze Pages? Analysierst du dafür die Google-Statistiken, um gut laufende Themen zu finden oder machst du das eher Freischnauze?

  11. 12

    Peer Wandiger

    @ Borko
    Beides. Natürlich schaue ich mir erstmal selber an, welche Artikel immer noch aktuell sind und das auch noch eine Weile sein werden.

    Aber ich analysiere auch, welche Artikel besonders beliebt sind.

  12. 13

    Kurt M.

    Werter Peer!

    Seit dem Google Panda Drama bin ich der Meinung, dass diese Maßnahmen der größten Suchmaschine der Welt (zumindest der erfolgreichsten)viel für die Verbesserung der Usability beigetragen haben. Keyword Stuffing und jedes Keyword fett und kursiv zu schreiben bringt nun nicht mehr viel. Der Blogger kann sich jetzt wirklich wieder auf den Leser konzentrieren. Auch die Postings werden seit dem Algorithmuswechsel wieder länger und sollten jetzt so zwischen 800 und 900 Wörter betragen.

    Mein Tipp an alle SEOs da draussen: Google appeliert seit dem Frühjahr 2011 mehr denn je an den Hausverstand aller Website Besitzer. Wer echten Wert für den Besucher bringt und keine (Black Hat) Tricks versucht, wird über kurz oder lang der SERP Sieger bleiben. Wer als Kind viele Aufsätze in der Schule schreiben hat müssen, weiß, worauf er achten muss!

    LG Kurt M.

  13. 14

    Dave

    Usability kenne ich eher von Affiliate Projekten, da kann man die Usability daran messen wie viele Besucher auch wirklich etwas kaufen oder bestellen, aber was bitte meint ihr genau mit Usability für Blogleser? Kann das Thema nicht wirklich greifen. Ich denke es ist einfach nur wichtig welche Inhalte auf dem Blog vorhanden sind. Aber naja ich bin ja auch ein Blog-Neuling und mache das nur nebenher für ein Projekt. Aber denke wenn man lustige und informative Artikel hat dann kommen die Leute wieder, so versuche ich es.

  14. 15

    Rico

    Sehr schöne Zusammenstellung. Oft sieht man auch eine schlechte Farbwahl. Wenn der Text sich nicht gut vom Hintergrund abhebt, wenn gar Bilder im Hintergrund sind, wird das Lesen erschwert und Besucher vertrieben. Ansonsten kann ich nichts hinzufügen.

  15. 16

    Simon

    Ich habe eine Frage zu den “Ähnliche Einträge:”.
    Wie handhabst du das?
    Sind das Inhalte mit gleichen Tags in der gleichen Kategorie oder gibst du die von Hand ein?
    Von Hand glaube ich nicht, weil die neuen ja dann nicht berücksichtig werden.

  16. 17

    Fabian

    Hallo Peer,
    danke für diese Zusammenstellung! Ich würde aber sogar soweit gehen und die meisten deiner Punkte auch für gute Usability und User Experience im Web als wichtig ansehen. Gerade schlechte Lesbarkeit, schlechte Farbwahl und hohe Ladezeitgen (Stichwort: Mobile) sind da ein echtes No-Go.
    Zusätzlich zu deiner Liste: Was hälst du von Responsive Design für oder wenigstens expliziten Mobil-Versionen von Blogs? Viele Seiten werden doch immer häufiger unterwegs gelesen, wer da keine optimierte Version anbietet, verliert eventuell schnell Leser.

    Werde in Zukunft jetzt mal öfter hier reinschauen. :)

    Gruß
    Fabian

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