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   29.April 2011

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Es ist Freitag und das bedeutet, dass es wieder ein Webmaster Friday Thema gibt.

Diesmal lautet es “Was ist Dein Spezialgebiet?“.

Es geht dabei um die Entwicklung des eigenen Blogs und wie man vielleicht inhaltlich mit der Zeit abdriftet.

Was ist Dein Spezialgebiet?

Schon oft habe ich hier im Blog und natürlich auch auf Selbständig im Netz die Meinung vertreten, dass ich fokussierten Blogs, also die sich auf ein Thema konzentrieren, die besten Erfolgschancen einräume.

Dazu gibt es sicher unterschiedliche Meinungen, aber natürlich passt die heutige Frage eher auf spezialisierte Blogs.

Denn wenn man mit einem bestimmten Themengebiet gestartet ist, ist es nicht zwangsläufig so, dass man dabei bleibt.

Ist ein Abdriften Okay?

Im Laufe der Zeit entwickelt man sich ja selber weiter, lernt neue Dinge kennen, sammelt Erfahrungen und natürlich entwickelt sich auch die Umwelt weiter.

Deshalb halte ich es eher für normal, dass sich ein Blog ebenfalls entwickelt und sich dies in der inhaltlichen Ausrichtung niederschlägt. Ich würde es eher negativ sehen, wenn ein Blog sich gar nicht verändert, auch und gerade inhaltlich.

Sicher gibt es Themen, die von Veränderungen weniger betroffen sind. Wenn ich einen Blog über den ersten Weltkrieg habe, dann ändert sich an dem Thema nicht so wahnsinnig viel.

Aber bei aktuellen Themen ist das eher die Normalität.

Und so sehe ich es durchaus positiv, wenn sich ein Blog weiterentwickelt und er sich inhaltlich mit der Zeit verändert.

Gute und schlechte Veränderungen

Aber natürlich kommt es auch auf den Einzelfall an.

Wenn jemand seine Artikel nicht mehr über das eigentliche Blogthema schreibt, sondern z.B. über Boulevard-Themen, weil die einfach mehr Traffic bringen, dann ist diese Veränderung schon fraglich.

Natürlich kann jeder Blogger selbst entscheiden, über was er schreibt. Aber für die Stammleser ist so eine Veränderung natürlich nicht positiv.

Zumal dann irgendwann der Domainname nicht mehr passt und auch das Archiv ganz anders aussieht, als die aktuellen Artikel.

Weiterentwicklung finde ich gut und notwendig. Wer den inhaltlichen Fokus aber zu stark ändert, der sollte vielleicht einen neuen Blog starten, um auch mit der Domain, dem Layout und der grundsätzlichen Ausrichtung dem Rechnung zu tragen.

Muss man Spezialist sein?

Eine ähnliche Fragen habe ich schon mal behandelt: “Dürfen nur Experten bloggen?

In meinen Augen sollte man schon ein gewisses Know How über das eigene Blogthema besitzen. Ein absoluter Experte und einzigartiger Spezialist muss man meiner Meinung nach aber nicht sein.

Man sollte nur darauf achten, dass man seinem Know How entsprechend auch auftritt.

Eine Fortgeschrittener sollte nicht so tun, als könnte er Profis was neues erzählen, sondern er sollte sich eher an Einsteiger richten.

Es ist in meinen Augen immer dann Okay, wenn man noch genug potentieller Leser hat, die weniger wissen, als man selber.

Zumal es von Einsteigern natürlich auch zahlenmäßig mehr gibt, als von Profis. Das ist auch ein Vorteil, wenn man sich an Einsteiger richtet.

Meine Entwicklung

Auf webmasterfriday.de wird vorgeschlagen, die letzten 10-15 Blogartikel man Revue passieren zu lassen.

Das halte ich allerdings für einen zu kurzen Zeitraum, um zu erkennen, ob sich der eigene Blog wirklich groß verändert hat.

Stattdessen schaue ich mal 1 bzw 2 Jahre zurück, wie Blogprojekt.de sich da jeweils im Monat April präsentiert hat und um welche Inhalte es ging.

April 2009
Kurz nach dem Start des Blogs gab es 21 Artikel in diesem Monat.
Artikel wie “10 wichtige WordPress-Plugins für neue Blogs” oder “15 wichtige Tipps für Blogger mit wenig Zeit” zeigten schon klar, in welche Richtung der Blog gehen soll.

Primär waren es Artikel mit Tipps für Blogger und auch einige Artikel rund um WordPress.

April 2010
Es sind weniger Artikel geworden. 11 waren es ein Jahr später.

Inhaltlich hat sich aber nicht viel verändert. Plugin-Tipps “12 Kommentar-Plugins für WordPress” und ein paar Teile meiner großen “Blog-Start-Serie” zeigen noch immer den inhaltlichen Schwerpunkt von Blogprojekt.de

Es geht um Informationen und Tipps für Blogger.

April 2011
Mit 9 Artikeln im April war ich bisher nicht so produktiv. 2 kommen aber noch dazu.

Und auch im 3. Jahr des Blogs gibt es wieder vor allem Tipps für Blogger, wie z.B. “5 Tipps für optimale Artikel-Titel und 5 vermeidbare Fehler” und technische Artikel wie “Jetpack – offizielle WordPress-Plugin Sammlung“.

Fazit

Auf Blogprojekt.de bin ich meiner inhaltlichen Linie ziemlich treu geblieben. Natürlich gibt es auch Veränderungen, aber diese bewegen sich im Rahmen des grundlegenden Themas.

Wie hat sich euer Blog im Laufe der Zeit verändert?

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13 Kommentare
  1.  
     

    1 Ein Kommentar von Mad am 29 Apr, 2011

    Es ist natürlich immer die Frage, ob man sich am Anfang schon klar darüber ist, was man genau schreiben möchte. Ich hatte meinen Focus von Anfang an sehr weit gesetzt und kann mir so natürlich nur treu bleiben. Allerdings habe ich auch eine Verschiebung festgestellt, bzw. sogar bewusst vollzogen. Politik und Wirtschaft sind bei mir etwas in den Hintergrund getreten (bleiben aber), während TV und Kino mehr Platz einnehmen.
    Grundsätzlich sehe ich aber kein Problem darin, sich mit seinem Blog zu entwickeln, um es mal positiv auszudrücken.

     
     
  2.  
     

    2 Ein Kommentar von Frank Obels am 29 Apr, 2011

    Hi Peer,

    da wir beide am Webmaster Friday teilgenommen haben, kommt hier mal der Versuch eines Kompliments.
    Du bleibst Deiner Linie sehr treu und mit Deinen Blogs bist Du eine echte Bereicherung für die Internet-Gemeinschaft. Ich danke Dir sehr dafür.

    Grüsse aus Freiburg

    Frank

     
     
  3.  
     

    3 Ein Kommentar von Stefan am 29 Apr, 2011

    Meinen ersten Blog habe im Jahr 2009 gestartet, da ich meine Interessen nicht mehr in eine Webseite schustern wollte. Diesen hatte ichs ehr breit aufgestellt. Alles was mich halt interessierte. Das ist aber sehr viel und manchmal nur sehr kurzlebig. Ein längeres Thema war dann dort das Motorradfahren und dahin ging dann der Blog. Mein zweiten Blog habe ich mit dem Thema Astronomie von Anfang an darauf ausgelegt und bin zufrieden damit. Naja und mein dritter Blog geht über meine beiden ersten Blogs und dabei beschäftige ich mich mit Themen die in den ersten Blogs nichts zu suchen haben ;-)
    Ich bevorzuge persönlich eher spezialisierte Blogs. Diese machen in dem Thema einfach ein seriöseren Eindruck auf mich. Ich gehe dann eher davon aus, dass der Blogger sich mit der Thematik beschäftigt und weiß wovon er schreibt. Bei Mischblogs bin ich mir da nicht so sicher und hab manchmal eher Bauchschmerzen, wenn ein Thema nur halbherzig angesprochen wird, weil es gerade Traffic bringt. Nur gut das man mittlerweile da ein wenig differenzieren kann.

    Ansonsten muss ein Blog sich entwickeln. Tut er es nicht heißt es das der Blogger nichts dazu lernt. Schreibstil, Aussehen des Blogs, aber auch Schwerpunktthemen werde verschoben sein mit der Zeit. Das Grundthema sollte aber bei einem spezialisierten Blog erhalten bleiben, sonst verliert man viele Leser.

     
     
  4.  
     

    4 Ein Kommentar von Johannes am 2 Mai, 2011

    Also nach meiner meinung ist abdriften völlig okay, wenn man das langfristig macht und auch dabei bleibt und man sich somit als leser darauf einstellen kann und dann entweder weiter lesen kann oder eben nicht, was nicht gut geht ist, sich tausendverschiedene themen zu nehmen und darüber zu berichten, außer man schreibt mind. 5-10 artikel pro tag wo durch jedes thema dann entsprechend seinen platz findet, dann ist aber die frage inwieweit eine aufsplitung der arbeit nicht erfolgreicher sein könnte…

     
     
  5.  
     

    5 Ein Kommentar von Höllinger am 2 Mai, 2011

    Ich denke ein Kern-Thema sollte ersichtlich sein. Blogs, die ich täglich lese, schrieben typischerweise zu einem klar definierten Themenbereich. Natürlich gibt es Blogs, die mit einem Mix aus allen nur erdenklichen Technikthemen Erfolg haben, ich bevorzuge aber spezialisierte Blogs zu den Themen die mich interessieren. Für alles andere, aktuelle Themen oder auch “Boulevard-Themen” gibt es Twitter.

     
     
  6.  
     

    6 Ein Kommentar von Uwe am 3 Mai, 2011

    Ich schreibe seit dem 11. Juli 2007 – nicht sonderlich produktiv – an meinem Hobbyblog zum Thema “Segeln in der Schweiz”. Für die Neugierigen: http://www.segelrevier.ch/

    Mehr als ein oder zwei Artikel im Monat kommen da aktuell, wenn überhaupt, nicht rum. Aber ich habe gemerkt, dass sich Themen mitunter ausweiten und so eine gewisse Driftbewegung, auch in benachbarte Themen, einsetzt und sich das durchaus positiv auf den Blog auswirken kann.

    Mein “Heimatsee” ist natürlich recht präsent, auch die Geschichte wie ich mir mein kleines Boot auf Ricardo “geschossen” hab, die Renovierung u.s.w. brachte schon einiges an “Spezialisten-Traffic”. Da es aber nicht ganz so einfach ist, zu dem Thema Gastblogger zu finden, die z.B. über ihren See berichten, kommen nun vermehrt Tipps zu Ausflügen in der Region, Apps für Segler, How-To’s und Tutorials dazu.

    Tja, Geld verdient wird damit nicht wirklich. Das was reinkommt, geht für Material, Liegeplatz und hin und wieder ein Abendessen drauf. Aber es geht auch nicht primär ums Kohle scheffeln dabei…

     
     
  7.  
     

    7 Ein Kommentar von Roman am 5 Mai, 2011

    Ich denke, Abdriften ist ok, solange kein Humbug dabei herauskommt und die Leser trotzdem bei der Stange bleiben.

     
     
  8.  
     

    8 Ein Kommentar von Andreas am 18 Mai, 2011

    Solange der Blog auch noch für Einsteiger in das jeweilige Thema bzw. Laien lesbar bleibt, habe ich nichts dagegen, wenn mit der Zeit immer mehr ins Detail gegangen wird.

     
     
  9.  
     

    9 Ein Kommentar von Paul Ebner am 23 Mai, 2011

    Also meine Bloglese-Erfahrung zeigt, dass ich eigentlich überhaupt gar keinen Blog kenne, der nicht hin und wieder mal etwas vom Thema ab kommt. Ich finde das aber auch überhaupt nicht schlimm wenn man mal etwas über den Tellerrand hinweg guckt. Der Leser kann ja immernoch selbst entscheiden, ob er einen spezifischen Blogbeitrag vielleicht mal beim Lesen auslässt. Ich finde es sogar manchmal sehr erfrischend etwas Off-Topic zu lesen.

     
     
  10.  
     

    10 Ein Kommentar von Bobby am 26 Mai, 2011

    Gut geschriebene Nischenblogs sind mir wesentlich lieber, als irgendwelches oberflächliches und allgemeines Geschreibsel.

     
     
  11.  
     

    11 Ein Kommentar von anna am 25 Jun, 2011

    Ja ich hab in meiner Feed Liste fast nur Nischenblogs – Die gehen nämich genauer auf spezifische Dinge ein , die ich sehr gut finde

     
     
  12.  
     

    12 Ein Kommentar von Sebastian am 31 Jul, 2011

    Also ich halte es für schädlich regelmäßig vom Thema abzuweichen. Gelegentlich ist das sicher in Ordnung. Das mache ich auch hin und wieder. Allerdings versuche ich immer einen Zusammenhang zum Spezialgebiet herzustellen.
    Wenn ich Informationen zu allen möglichen Themen suche, besuche ich keinen Blog, sondern gehe sofort auf focus.de oder ähnliches, oder?

     
     
  13.  
     

    13 Ein Kommentar von Achim am 1 Sep, 2011

    Ich habe mit meinem Blog vor ~7 Jahren aber noch unter einem anderen Namen angefangen. Anfangs war es einfach aus Spaß heraus, habe Allerweltsthemen genommen die mir gerade in den Sinn kamen und einfach drauflos geschrieben. Mein Blog war wirklich nur ein Tagebuch für mich, denn ich habe nicht mit Besuchern gerechnet.

    Dies änderte sich aber, als ich über ein spezielles Thema anfing zu bloggen und ich auch das Template auf das Thema abgestimmt habe. Langsam meldeten sich doch Kommentare zu Wort. Für mich war das neu, zumal ich nicht der begnadetste Schreiber bin und mein Blog sich mehr um meine selbstentworfenen Bilder drehte. Letztendlich registrierte ich aber eine Domain passend zum Blogthema und nun poste ich auch Artikel aus dem weiteren Umfeld. Mein Blog hat sich also ganz anders entwickelt als geplant, nun bin ich aber auch stolz darauf. Es ist aber immer noch nur ein Hobby und so soll es bleiben.

     
     
  1. 1 Trackbacks
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