Wie ihr sicher wisst, bietet WordPress-Macher Automattic zwei Varianten von WordPress an.
Zum einen ist dies die bekannte Download-Version der populären Blogsoftware auf wordpress.org.
Zum anderen bietet man gehostete WordPress-Blogs auf wordpress.com an, bei denen sich die Blogger um nichts mehr kümmern müssen. Und auch wenn die Möglichkeiten zur Anpassung dort geringer sind, so besitzen diese Blogs von Hause aus ein paar Funktionen mehr.
Doch mit einem offiziellen WordPress-Plugin Paket will man dieses Ungleichgewicht nun aufheben.
Jetpack – offizielle WordPress-Plugin Sammlung
Das Plugin-Paket hört auf den Namen Jetpack.
Dabei handelt es sich um eine Sammlung von insgesamt 8 Plugins, die verschiedene Funktionen der gehosteten WordPress-Blogs nun auch für selbst gehostete WordPress-Installationen ermöglichen.

Welche Plugins genau enthalten sind, erfahrt ihr im folgenden Abschnitt.
enthaltene Plugins
WordPress.com Stats
Hierbei handelt es sich um den WordPress eigenen Statistik-Service. Dieser ist nach meiner Meinung eine gute Ergänzung zu einem anderen Statistik-Tool. Ich nutze Google Analytics und WordPress.com Stats gemeinsam.
Twitter Widget
Wer twittert möchte seine eigenen Tweets evtl. auch auf dem eigenen Blog anzeigen lassen. Dazu eignet sich dieses Plugin, welches die Tweets in der Sidebar ausgibt. Anpassungen sind natürlich möglich.
Gravatar Hovercards
Gravatar ist ein Service, mit dem man Informationen über sich selbst plus einem Bild etc. anlegen kann und in Blogs, die Gravatar unterstützen, wird dann ein Kasten mit all den Infos angezeigt. Dies wird mit diesem Plugin realisiert.
WP.me Shortlinks
Einen eigenen Shortlink-Generator bietet WordPress auf wp.me an. Ideal um sofort kurze URLs für Twitter und Co. bereitzustellen.
Sharedaddy
Bei Sharedaddy handelt es sich um ein gut gemachtes Social Sharing Plugin, mit dem Leser den Artikel bei Twitter, Facebook und Co. verbreiten können.
LaTeX
Bei LaTeX handelt es sich um nichts jugendgefährdendes. Stattdessen ist dies eine Auszeichnungssprache, die Studenten kennen. Damit lassen sich z.B. komplexes mathematische Formeln darstellen.
After the Deadline
Eine gute Rechtschreibung und Grammatik ist wichtig, um einen erfolgreichen Blog zu führen. After the Deadline enthält einige Optionen, um einen Artikel vor dem Veröffentlichen zu optimieren und besser zu machen. Ob dieses Plugin auch für deutsche Blogs funktioniert, werde ich in Kürze in einem Test analysieren. Insgesamt finde ich es aber sehr gut.
Shortcode Embeds
Damit kann man mit Shortcodes Videos von diversen Videoplattformen, Bilder von Flickr und andere Inhalte einbinden.
Fazit
Insgesamt eine sehr schöne Sammlung an Plugins, die einige nützliche Funktionen ergänzen.
Es ist zwar so, dass man alle diese Funktionalitäten auch mit anderen Plugins schon umsetzen konnte, aber hier bekommt man alles aus einer Hand und da es sozusagen von WordPress selber kommt, kann man sich auch auf die Qualität und die weitere Betreuung der Plugins verlassen.
Für alle, die nicht mit anderen Plugins basteln wollen, ist dies eine einfache und schnelle Möglichkeit diverse Funktionen zu ergänzen.
Einzig die Frage, ob das eine oder andere Plugin auch deutschsprachige Blogs ausreichend unterstützt, bleibt aktuell offen. Ich werde die Plugin-Sammlung in den kommenden Tagen ausführlich testen und dann hier nochmal darüber berichten.
Mindest-Voraussetzung für diese Plugin-Sammlung ist übrigens WordPress 3.0.5.
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1 Ein Kommentar von Heike Lorenz am 6 Apr, 2011
Hallo Peer,
der Artikel kommt genau zur richtigen Zeit.
Ich will mit meinem Blog weg von wordpress.com + selber hosten. Da sind natürlich jetzt die ganzen technischen Fragen wie u.a. die PlugIns für mich sehr interessant
Danke + ich freue mich schon auf die Fortsetzung
Heike
2 Ein Kommentar von Martin am 6 Apr, 2011
Ja du hast recht da sind ein paar nützliche Plugins mit drin und viele Leute brauchen auch gar nicht mehr. Besonders für WordPress Neulinge dürfte das eine gute Wahl sein.
3 Ein Kommentar von Ben am 6 Apr, 2011
Eigentlicht ein ganz nützliches Paket, ich habe mir mittlerweile aber ein eigenes Installationspaket mit meinen PlugIns zurecht gelegt, welches bei einer Neuinstallation gleich mit installiert wird.
Von WordPress Stats kann ich nur abraten, da sich die Werte bei mir doch stark von denen aus Google Analytics unterscheiden.
4 Ein Kommentar von reto am 7 Apr, 2011
Super Sache, danke. Ich benutze schon lange WP, in der neuen Version 3.1.1 sind noch einige Fehler verbessert worden. Das jetpack wird ausprobiert, bis jetzt immer alle einzeln installiert. WP stats hat mich auch überhaupt nicht überzeugt.
5 Ein Kommentar von Höllinger am 7 Apr, 2011
Die Stats sind sicher eine gute Sache wenn man eine Alternative zu Analytics sucht, und Piwik nicht selbst hosten möchte. Der Rest ist meiner Meinung nach eher entbehrlich, es gibt doch einzelne Plugins, die die Anforderungen da besser abdecken.
6 Ein Kommentar von Uwe am 7 Apr, 2011
Sehr cool, hoffentlich kommt After the Deadline mit unserer Sprache zurecht bzw hoffentlich haben die eine angepasste Version in Planung!
7 Ein Kommentar von Jonathan am 8 Apr, 2011
Für Einsteiger ist das sicherlich eine tolle Sammlung, allerdings bin ich als “alter Hase” kein Freund von vorgefertigten Lösungen.
Obwohl z.B. die sogenannten Hovercards ganz hübsch aussehen, würde ich jedem Anfänger dringend davon abraten, zweifelhaften Nutzen im Blog zu installieren, wenn die Funktionalität eines solchen Plugins so viele Ressourcen verbraucht und die Seite lahmer und lahmer macht…
Wirklich sinnvoll sind jedoch die Shortcodes – obwohl es selbst dafür einige Alternativen gibt
8 Ein Kommentar von Felix am 8 Apr, 2011
Ich bin Gestern auf einen kleinen Bug gestoßen. Der “Optionen einblenden” Button (oben rechts) wird nicht angezeigt wenn der Jetpack aktiv ist.
Seit WP3.0 sind sämtliche Screen Options dort versteckt und können bei Bedarf zugeschaltet werden.
Mit aktiviertem Jetpack war es somit nicht möglich darüber die “Benutzerdefinierten Felder” und andere Screen Options zu de/aktivieren.
>> Bis dieser Bug behoben ist, gilt daher. Jetpack aus, “Screen Options” anpassen, Jetpack an.
9 Ein Kommentar von Peer Wandiger am 8 Apr, 2011
Das ist natürlich wirklich ein Bug. Allerdings habe ich irgendwann meine Einstellung vorgenommen und diese Options seitdem nie wieder angeschaut.
10 Ein Kommentar von Heiko am 9 Apr, 2011
Also das Plugin WordPress.com Stats find ich ganz spannend für nen Schnell-Überblick der Besucher, ohne erst bei Google Analytics vorbei zu schauen – aber ich habe gerade mal das Plugin installieren wollen und sehe, dass es nur 3 Sterne hat (über 800 Votes). Nun denn, dann bin ich mal auf das Review der Plugins gespannt
11 Ein Kommentar von René am 11 Apr, 2011
Also das Stats Plugin muss ich auch mal testen, denn das sieht ja auf dem ersten Blick ganz interessant aus… Aber auch das Twitter Widget muss von mir mal unter die Lupe genommen werden
12 Ein Kommentar von Michael am 16 Apr, 2011
Stimmt die WordPress Stats sind wirklich nicht besonders gut im Vergleich zu Google Analytics.
Referrer werden anscheinend nur nach Lust und Laune angezeigt. Keine Ahnung, wo nach “er” da selektiert. Als Orientierung reicht es aber, man sollte GA parallel nutzen.
13 Ein Kommentar von Squueeze am 20 Dez, 2011
Ich finde es ein bisschen blöd das man inzwischen gezwungen ist das Jetpack als Paket zu nutzen und nicht nur zum Beispiel die Wp Stats einzeln.
Also kann man natürlich schon aber nur wenn man auf die Weiterentwicklungen von Wp Stats verzichtet… Ich brauch eben keine mathematischen Formeln und Co von daher enttäuscht micht Automattic da schon etwas.