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   28.Januar 2011

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Ich habe schon eine ganze Weile nicht mehr am Webmaster Friday teilgenommen.

Doch heute steht wieder ein interessantes Thema an, welches ich gern hier im Blog behandeln möchte.

Dabei geht es um die Frage, ob man als Blogger auch eine Auszeit einlegen kann oder sogar sollte, wenn man ausgelaugt und unmotiviert ist.

Eine interessante Frage wie ich finde.

My Blog Is My Castle

Bevor ich etwas genauer auf spezielle Fälle eingehe ein paar Worte.

Wer einen Blog führt, der hat grundsätzlich erstmal alles selber in der Hand. Man ist Alleinherrscher und braucht niemanden um Erlaubnis fragen.

Deshalb ist es natürlich völlig Okay, wenn man auch mal eine Auszeit nimmt.

Man sollte sich allerdings auch bewusst sein, dass einem im Leben nicht alles von allein zufällt und man nicht erfolgreich wird, wenn man sich nicht auch mal durch schlechte Zeiten durchbeißt.

Wer also ausschließlich zum Spaß bloggt, sollte auch nur bloggen, wenn es ihm Spaß macht. Wer Ziele hat und was erreichen will, sollte mehr Disziplin aufbringen und das bedeutet auch, dass man blogt, wenn es mal keinen großen Spaß macht.

Hobby-Blogger

Zum einen sehe ich da die Hobby-Blogger. Da stehen keine wirtschaftlichen Interessen dahinter und auch sonst gibt es keine Verpflichtungen. Außer vielleicht den eigenen Stammlesern gegenüber. Aber die verstehen sicher auch, wenn man einfach mal eine Pause braucht.

Sobald die Energie wieder aufgetankt ist und man wieder Lust zum Bloggen hat, kann es weiter gehen.

Und wenn nicht? Auch egal. Schließlich muss ein Blog kein Lebenswerk sein und täglich sterben hunderte Blogs. So ist das nun mal.

Business-Blogger

Bei Bloggern, die nicht nur zum Spaß bloggen sieht das schon anders aus. Wer konkrete Ziele hat, Versprechen gegeben hat oder z.B. Werbekunden auf dem eigenen Blog hat, kann nicht einfach aufhören.

Denn natürlich gehen in einer Blog-Pause die Besucherzahlen runter. Man verliert zwar nicht gleich Feed-Abonnenten, aber Auswirkungen hat es in der Regel schon.

Und wer z.B. einen Werbekunden eingebunden hat und dann einfach 4 Wochen nicht blogt, handelt nicht gerade seriös.

Aber auch ohne externe Zwänge gibt es viele Blogger, die etwas erreichen wollen. Sei es eine große Reichweite oder gute Einnahmen. Und da sollte es einem klar sein, dass man dies nicht mit einer “Ich blogge nur wenn ich super drauf bin”-Mentalität erreichen kann.

Da muss man auch eine gewisse Disziplin an den Tag legen.

Wie gehe ich damit um?

Ich habe natürlich auch immer mal wieder Phasen, wo ich eigentlich lieber schlafen, zocken, lesen, fernsehen usw. möchte.

Das ist ja ganz normal. Aber ich habe mir da einerseits eine gewisse Disziplin angeeignet, welche mich doch dazu bringt zu bloggen. Und siehe da, wenn man erstmal angefangen hat, macht es meist auch wieder Spaß. Es ist also eher die Überwindung meines eigenen inneren Schweinehunds.

Mittlerweile weiß ich natürlich auch aus Erfahrung von 4 Jahren, dass ich nach einem Loch wieder irgendwann meine Lust und Motivation wiederfinde. Da mache ich mir also keine großen Sorgen mehr.

Sollte ich mal wirklich nichts aufs “virtuelle Papier” bekommen, dann habe ich meist noch ein Interview oder einen Gastartikel “herumliegen”, den ich dann veröffentliche. Man sollte beides aber nicht zu lange archivieren, da diese Inhalte natürlich auch veralten können.

Ein Tipp noch zur generellen Blog-Frequenz. Meist kommt der Einbruch nach der ersten großen Motivationsphase. Man bloggt sehr häufig und bricht irgendwann ein. Dem kann man entgegen wirken, in dem man sich in den Phasen großer Motivation dazu zwingt, nicht so viel zu veröffentlichen wie man könnte. Haltet die Schreib-Frequenz auf einem Niveau, dass auch bei nicht so hoher Motivation gut zu schaffen ist. Und dann hat man auch nicht das Gefühl so tief einzubrechen.

Fazit

Jeder Blogger macht, wie auch jeder andere Autor, Phasen von mangelnder Motivation und Lustlosigkeit durch. Das ist ganz normal.

Man sollte sich selbst nicht so sehr unter Druck setzen und manchmal hilft es einfach schon anzufangen, um den inneren Schweinehund zu überwinden.

Allerdings hat man je nach Ausprägung des eigenen Blogs auch Verantwortung und kann manchmal nicht einfach 4 Wochen Pause machen.

Deshalb sollte man immer im Vorhinein daran denken und die eigenen Internetprojekte so anlegen, dass man damit auch in schlechten Zeiten zurecht kommt.

Und nicht vergessen: Nach jedem Regentag kommt auch wieder die Sonne raus. :-)

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20 Kommentare
  1.  
     

    1 Ein Kommentar von Mißfeldt am 28 Jan, 2011

    Schön, dass Du dabei bist.

    Das mit der “Ruhe nach dem ersten Sturm” kann ich nur bestätigen. So nach ca. 4-6 Wochen legt sich oft die Anfangsbegeisterung und der Alltag macht sich breit. Das ist eine extrem schwierige Phase. Vor allem auch, weil in den ersten tagen und Wochen das Besucherinteresse oft recht hoch ist, weil einfach alle neugierig sind, den neuen Blog mal anzuschauen.

    Aber in den seltensten Fällen ist das dann der Blog, auf den man schon ewig gewartet hat. Die Besucherzahlen knicken also nach den ersten Wochen immer erheblich ein – und dann geht eben erst der richtige Blogger-Alltag los. Das ist immer ne schwierige Phase, auf die man sich vorher vorbereiten sollte.
    Die Idee mit der einheitlichen Blogfrequenz, gerade am Anfang, finde ich sehr gut.
    Gruß, Martin

     
     
  2.  
     

    2 Ein Kommentar von Nathanael am 28 Jan, 2011

    Hi Peer, schöner Artikel. Ich würde jedoch keine Inhalte oder Artikel zurückbehalten. Ist doch nicht schlimm, wenn mal 1 oder 2 Tage kein Artikel erscheint und dann an einem Tag 2. Das wäre so wenn ich sage, dass ich nicht mein ganzes Wissen veröffentliche sondern nur einen Teil, weil ich das wichtige für später aufbewahren oder aufheben will.
    LG Nathanael

     
     
  3.  
     

    3 Ein Kommentar von Klaus am 28 Jan, 2011

    Ich glaube auch das es besser ist eine kontinuierliche Beitrags Frequenz beizubehalten und versuche auch lieber etwas auf einen anderen Tag zuschieben. Aber wie regelt ihr das z.b. im Urlaub ?

     
     
  4.  
     

    4 Ein Kommentar von Csaba Nagy am 28 Jan, 2011

    Hallo!

    Ich finde das aller schlimmste ist Krankheit und Bloggen!

    Da ist man wirklich fix und fertig, hat Fieber und man muss sich aber überwinden etwas zu schreiben, denn man weiss ja nicht wie lange man Krank ist.
    Einen Tag oder zwei kann man ja auslassen wenn man echt halbtot ist aber ein dritter ist dann schon schlecht und genau da muss man sich aufraffen und trotzdem schreiben.

    Genau das ist dann einer DER Nachteile der Selbständigkeit!

    Zum Glück war das bei mir erst einmal der Fall und ich habe mich motivieren können trotzdem zu arbeiten.
    Aber das gab mir schon zu denken…mein Vorteil ist das ich auch nicht wirklich oft Krank bin (Gott sei Dank!!!).

    MfG

    Csaba nagy

     
     
  5.  
     

    5 Ein Kommentar von Ela am 28 Jan, 2011

    Genau aus dem Grund bin ich sehr froh, dass ich zwei zuverlässige Mitblogger habe. Die schreiben zwar auch nur hin und wieder, aber wenn ich merke, dass ich länger krank bin und die bitte, einzuspringen dann tun die das auch. Das klappt aber natürlich nicht generell. Ich hab einfach dass Glück, dass die zwei super zu Thema und Stil passen.

    Ansonsten hilft es mir, wenn ich vorher plane, wann ich was schreiben will. Dann bin ich zwar nicht motivierter, aber ich habe wenigstens etwas, über das ich schreiben kann und schreibe dann auch eher, als wenn ich erst noch ein Thema überlegen müsste.

     
     
  6.  
     

    6 Ein Kommentar von Carsten am 30 Jan, 2011

    Ich blogge nun seit 2006 auf diversen Blogs und eine Blogpause braucht man definitiv. Diese sollte man sich auch genehmigen um auch wieder Lust aufs Bloggen zu bekommen. Manchmal ist halt komplett leer im Kopf und dann geht gar nichts mehr. Wer dann keine Leser verlieren will, sollte diese dann auch informieren, egal ob just 4 fun Blogger oder auch Business Blogger.

     
     
  7.  
     

    7 Ein Kommentar von Michael am 30 Jan, 2011

    Ich bin zwar kein Blogger, finde es aber schade,
    wenn man zu lange (> 1 Woche) auf einen neuen Artikel warten muss.
    Spätestens nach 3 Wochen lösch ich ihn dann aus meiner Liste.

     
     
  8.  
     

    8 Ein Kommentar von Christina am 1 Feb, 2011

    Die Seite sollte schon regelmäßig aktualisiert werden. Also ein Beitrag jede Woche müsste eigentlich für JEDEN Blogbetreiber zu schaffen sein. Hat ja nicht nur Vorteile für die Leser… Auch Google wird sich freuen und die Seite wird an Wert gewinnen.

     
     
  9.  
     

    9 Ein Kommentar von Linse am 3 Feb, 2011

    Ich bin selbst “nur” Hobbyblogger und komme auch immer wieder in den Teufelskreis den Blog etwas schleifen zu lassen. Was bei mir hilft ist, sich Blogthemen zu notieren oder einen Draft eintrag gleich zu erstellen wenn die Idee kommt und später den Artikel dazu erst verfassen. Dann hat man immer genug Stoff und behält die Qualität der Beiträge bei.

     
     
  10.  
     

    10 Ein Kommentar von Credo am 3 Feb, 2011

    Hallo Peer,

    schön zu hören, das ich nicht der einzige bin, der auch mal überhaupt keine Lust zum Bloggen hat. Manchmal habe ich auch dieses besagte “Loch”, aber das kann ich wirklich nach ein paar Tagen wieder abhaken. Kann diesen Bericht also nur bestätigen!

     
     
  11.  
     

    11 Ein Kommentar von PC Prima am 7 Feb, 2011

    Ich kann den Bericht auch bestätigen. Zwar fällt man öfter mal in ein Loch, man kommt aber oft auch genauso schnell wieder raus. Weil irgendwie macht es ja doch Spass :)

     
     
  12.  
     

    12 Ein Kommentar von Marco am 7 Feb, 2011

    Für mich gilt: No Stress. Wenn’s nach in Arbeit ausartet, sollte man sich eine Pause gönnen… außer man heißt Robert B oder Sascha L und muss vom Bloggen leben ;-)

     
     
  13.  
     

    13 Ein Kommentar von linuxnetzer am 8 Feb, 2011

    Ich arbeite oft an vielen Artikeln gleichzeitig. Sprich, es ist immer irgendwas in der Hinterhand, was ich im Motivationsloch einfach “raushauen” kann. Zuviel zurückhalten ist aber auch nicht zu empfehlen, v.a. bei aktuellen Themen mit Verfallsdatum. Immer raus damit! Aber 2,3 Sachen in der Hinterhand zu haben ist OK. Dann kriegt der Leser jedenfalls mit, dass man noch da ist, auch wenn der Artikel keine Straßenfeger ist…

     
     
  14.  
     

    14 Ein Kommentar von dimido am 8 Feb, 2011

    Das ist manchmal so eine Sache: Entweder man hat keinen Stoff, den man verarbeiten kann, oder man will eigentlich nichts schreiben und der Stoff für neue Beiträge liegt vor deinen Augen oder Newsreader – Dadurch entsteht ein gewissen Druck, dann doch etwas zu schreiben.

    Mit diesem Druck muss man erst einmal selber umgehen lernen, da haben es Anfänger jeder Blogger-Richtung schwer.

    Wenn man dann mal wieder richtig Lust zum Schreiben hat, dann kommen einem auch Einfälle, wie man zeitlich überholte Themen von den letzten Tagen wunderbar in Neue Themen und Beiträge verarbeiten kann – etwas Kreativität schadet dann auch nicht :)

     
     
  15.  
     

    15 Ein Kommentar von dasWiesel am 11 Feb, 2011

    Ja die Sache mit der Motivation und vor allem auch die Zeit. Ich habe mir zwischenzeitlich angewöhnt einige Artikel auf Lager zu haben. Obwohl ich zugeben muss dass sie eher schwinden als wachsen. Das hat vor allem damit zu tun dass ich mich nicht beherrschen kann und die mühsam erarbeiteten “Notfallartikel” viel zu schnell poste.

     
     
  16.  
     

    16 Ein Kommentar von bee am 22 Feb, 2011

    Schwierig, schwierig.

    Ich hatte vergangenen Sommer eine absolute ABSOLUTE Tiefphase. Nach einem Aufruf kamen zum Glück einige Gastbeiträge, aber zu der fast täglichen Postfrequenz von davor hab ich bis heute nicht zurückgefunden. Das merkt man auch deutlich an den Besucherzahlen und im wikio-Ranking. Und so sehr mich das wurmt, es ist ein Hobby und wenn man keine Lust hat, hat man keine Lust. Andrerseits will ich jetzt schon langsam wieder mehr machen, es juckt mich. Mal sehen, was die Besucherzahlen dazu sagen ;)

     
     
  17.  
     

    17 Ein Kommentar von Bianca am 22 Mrz, 2011

    Ich denke es geht darum, ein gutes Gleichgewicht zu finden. Wenn man wirklich nicht gut drauf ist sollte man sich selbstverständlich nicht zur Produktivität zwingen, dann kommt schließlich auch nichts Vernünftiges dabei rum. Aber wer gleich bei jedem Anflug von Lustlosigkeit das Handtuch wirft, landet genauso auf dem Holzweg. Disziplin ist schon das richtige Stichwort, das lässt sich ja auch gut auf viele andere Lebensbereiche übertragen, ich erlebe das jedenfalls öfter.

     
     
  18.  
     

    18 Ein Kommentar von Susan @ PC Prima am 4 Apr, 2011

    Obwohl ich einen Blog pflege (Beiträge Korrektur lesen und hoch laden, Tags erstellen, usw.), schreibe ich selber keinen Blogs. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es viele Energie, Lust, und Motivation erfordert, um täglich zu bloggen. Das tägliche Bloggen ist aber für viele von viel Wert. Ich bin auf jeden Fall dankbar dafür :)

     
     
  19.  
     

    19 Ein Kommentar von Hubert am 29 Jun, 2011

    Wer den inneren Schweinehund überwinden muss fürs Bloggen, der sollte es einfach nicht tun ;) Ganz einfache Regel. Wer Spaß dran hat, soll es ausleben und wer das nicht hat, eben nicht.

     
     
  20.  
     

    20 Ein Kommentar von Doro am 26 Jan, 2012

    Ich teile mir ein Blog mit einer Freundin. Blöd ist nur, dass wir beide momentan weder Zeit noch lust zum Bloggen haben. Die Kommentare hier “min. 1 Post pro Woche” machen mir Sorgen. Oft haben wir 2-3 Wochen keinen Eintrag und dann schreiben wir zusammen 5 Stück in einer Woche :) Vielleicht sollten wir wirklich mal Beiträge “auf Vorrat” schreiben. Aber das Posten ist halt das Tollste, da kann man so schwer warten :P

     
     
  1. 3 Trackbacks
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