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   29.Oktober 2010

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Das Thema Linkgeiz geistert nun schon seit Monaten und Jahren im Web herum.

Besonders viele Blogger klagen darüber, dass andere nicht auf sie verlinken.

Ob das wirklich so ist, woran es liegt und ob die mangelnde Recherche im Web mit daran Schuld ist, möchte ich in meinem Beitrag zum Webmaster Friday schreiben.

Linkgeiz durch fehlende Recherche?

Zugegeben, diese These ist gewagt und wahrscheinlich zu konkret, um als Erklärung für eine fehlende Verlinkung herzuhalten.

Doch sie ist es auch wert, mal darüber nachzudenken, wieso und weshalb wir überhaupt verlinken (sollten).

Viele Artikel in der Blogosphäre sind aber auch recht schlecht recherchiert und basieren oft nur auf einem anderen Artikel, einer News usw..

Oder es wird recherchiert, aber auf keine Quelle verlinkt. Auch das passiert sicher häufig.

Blogs sind aber auch zu großen Teilen einfach nur die Plattform für die eigene Meinung oder eigene Erfahrungen. Da gibt es nichts zu verlinken.

Ich denke deshalb, dass fehlende Recherche nur ein Grund für den Linkgeiz ist, aber nicht der Hauptgrund.

Warum verlinken?

Möchte man als der Guru im Web dastehen, dass verlinkt man am besten niemanden anderes, sondern tut so, als wäre das alles auf dem eigenen Mist gewachsen.

Ich denke aber, dass die wenigsten das wirklich aus diesem Grund tun (bzw. eben gerade nicht tun).

Vielmehr achten viele nicht darauf, Quellen zum Beispiel zu verlinken. Ich recherchiere auch viel im Web, verlinke aber nicht jeden Artikel den ich finde. Trotzdem finden sich in den meisten meiner Artikel auch weiterführende Links zu anderen Websites und Blogs.

In meinen Links der Woche liste ich zudem viele andere Quellen auf. Ich finde das selber sehr nützlich und deshalb denke ich, dass dies auch meine Leser tun.

Erst vor kurzem habe ich eine Link-Seite für Existenzgründer und Selbständige erstellt. Auch darauf befinden sich hauptsächlich Links zu externen Quellen.

Externe Links sind Mehrwerte für die eigenen Leser. Viele haben entweder Angst, dass die eigenen Leser darüber den Blog verlassen oder sie machen sich darüber einfach keine Gedanken oder sie wenden merkwürdige SEO-Optimierungen an und verlinken deshalb nicht nach außen oder nur per “nofollow”.

Es gibt aber noch einen Grund dafür, dass weniger in Blogs und Websites verlinkt wird.

Wir verlinken woanders

Das ist meiner Meinung nach einer der Hauptgründe für den Linkgeiz in Blogs.

Auf Blogs und Websites wird Content veröffentlicht. Gedanken, Ansichten, Erfahrungen und Tipps.

Finde ich was interessantes im Web oder auf Twitter, dann tweete ich das umgehend. Ich bin mit da mit meinen “Links der Woche” eher eine Ausnahme. Die meisten Blogger geben Linktipps auf Twitter, Facebook, Social News Sites etc.

Vielleicht sind diese Micro-Blogging-Dienste und Social Networks der wahre Grund für den Linkgeiz (wobei es keine statistischen Beweise dafür gibt). Was denkt ihr?

Wie du mir, so ich dir

Was ich aber überhaupt nicht mag ist diese Jammerei.

Ständig höre ich vom Linkgeiz und wenn man sich dann mal die Blogs und Websites dieser Jammerer anschaut, dann gibt es da meistens auch nur wenige Links zu anderen Sites und Blogs.

Ich hatte nie diesen Gedanken: “Wenn ich dich verlinken soll, dann musst du mich verlinken”. Ich verlinke einfach alles, was ich gut und interessant finde und was meinen Lesern was bringt. Wenn es dann von dort Backlinks gibt ist das schön, aber darum kümmere ich mich nicht.

Wer interessante und gute Inhalte veröffentlicht und diese vermarktet, der bekommt auch Backlinks.

Also bitte Aufhören zu jammern, sondern aktiv und regelmäßig selber andere Blogs und Website verlinken und gute und lesenswerte Inhalte veröffentlichen.

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11 Kommentare
  1.  
     

    1 Ein Kommentar von Missfeldt am 29 Okt, 2010

    Ich finde das Thema “Linkgeiz” nach wie vor relevant, allerdings überhaupt nicht aus Seo-Sicht (nofollow und so ein Quatsch). Mich ärgert es vor allem, wenn ich in einem Artikel das Gefühl habe, dass da etwas aufgegriffen wird, das ich vorher schon woanders gelesen habe, aber nicht mehr weiß, wo.
    Daher sehe ich es genau wie Du: ein Link ist vor allem ein inhaltliches Element, das für den Leser nützlich sein kann. Auf Links zu verzichten ist somit ein Qualitätsmangel. Nicht ohne Grund finde ich die Blogs gut, die mich als Leser und mein Interesse am Thema ernst nehmen.

    Eine komplette Link-Seite zu einem Thema ist übrigens eine glänzende Idee. Ich werde das auch mal machen. Danke für den Tipp. Und danke, dass Du so regelmäßig am WMF teilnimmst – eine echte Bereicherung.

     
     
  2.  
     

    2 Ein Kommentar von Thom am 31 Okt, 2010

    “Social Networks der wahre Grund” ?
    Ich verlinke oft bei twitter oder Facebook in Form von reetweets und likes. Das ist ja auch sehr einfach, man kommt viel rum, liest viel und wenn man es gut findest kann man es auch gleich verbreiten.
    Schreibt man über ein Thema und will zwanghaft einen Blog verlinken findet mann eh nichts passendes. ( zumindest nicht zeitnah )

     
     
  3.  
     

    3 Ein Kommentar von Tipblog am 1 Nov, 2010

    Aus Usersicht finde ich, dass eine gute Verlinkung zu Quellen und anderen Beiträgen zu einem Thema den Wert eines Textes steigert. Genau dieses Vernetzen liebe ich am Internet und daher verlinke ich selbst auch sinnvoll. Und sinnvoll ist für mich eine inhaltliche Geschichte und hat nichts mit Bloggerfreundschaften zu tun. Es ist zwar nett, sich gegenseitig zu verlinken, aber in meinen Texten haben nur sinnvolle Links was zu suchen.

     
     
  4.  
     

    4 Ein Kommentar von Kinderhilfe am 1 Nov, 2010

    Manche Blogger (und ich meine wirklich nur manche) sollten langsam mit dem meckern aufhören und sich wieder darauf besinnen, was sie damals zum Schreiben veranlasst hat. Guter Content wird sich immer durchsetzen und auch entsprechend verlinkt, schlechter allerdings verschwindet zu Recht in den Weiten des WWW. So ist es gut.

     
     
  5.  
     

    5 Ein Kommentar von Benni am 3 Nov, 2010

    Ich hab das glaube ich schon mal hier im Blog geschrieben(?). Für mich ist es immer wieder sensationell, wenn man sich alleine durch die Klicks auf Links stundenlang im Netz unterwegs sein kann.

    Ich bin total fasziniert von guten Reiseberichten und wenn ich dann irgendwann in der Nacht merke, dass ich die letzten 4 Stunden nur per Hyperlinking durch die Onlinewelt gesurft bin, bin ich immer wieder faszinziert davon wie das Internet funktioniert!

    Entsprechend halte ich Links für das Elementarste “Stil”mittel im Internet!

     
     
  6.  
     

    6 Ein Kommentar von Sunny am 3 Nov, 2010

    Verlinkungen sind enorm wichtig im Internet und stellen eine Art Verweis dar. das Prinzip find ich super und es ermöglicht das stundenlange Surfen im Internet. Wie sollte man sich sonst in dieser vielfalt von Informationen zu recht finden?! :)

     
     
  7.  
     

    7 Ein Kommentar von myblogtrainer am 4 Nov, 2010

    Ich verlinke grundsätzlich mit Do-Follow…
    Das einzige, was rausfliegt sind ungesetzliche Sachen, sonst wird es gefährlich.
    …und ich denke, dass das zu mehr Gemeinsamkeit im Web führt.
    …außerdem gibt es dann noch die entsprechenden Links in der Sidebar und ein zusätzlicher Link im Kommentar ist auch erlaubt.
    …ist das zuviel?

     
     
  8.  
     

    8 Ein Kommentar von Robert am 7 Nov, 2010

    Ich hab bei Eatofid.org 3 lange ARtikel geschrieben und pro ARtikel so 5 Blogger verlinkt. Keiner hat mich zurück verlinkt. Nur so als Beispiel. Waren alles megalange gut recherchierte Artikel, so wie es sie noch nie im WWW gab.

    So wie du mir, so ich dir..
    Naja… :-)

     
     
  9.  
     

    9 Ein Kommentar von Sebastian Scholz am 25 Okt, 2011

    Hallo Leute, ja das mit Verlinken ist so eine Sache…

    Aus diesem Grund habe ich in meinem Blog die Initiative “Blog-Artikel-Empfehlung” ins Leben gerufen. Wenn man auf meinen Namen oben klickt, kommt man zu meiner Initiative im Blog ;)

    Da ich (sehr) viele RSS-Feeds abonniert habe bin ich stets auf dem Laufenden sobald ein neuer Artikel online ist. Bin ich der Meinung, dass dieser u.a. für Newbies interessant ist, empfehle ich diesen weiter. Ich erstelle einen Artikel zum Thema, berichte kurz worüber es in jenem Artikel geht, warum ich diesen empfehle und stelle den jeweiligen Blogger kurz vor. Somit erhält der Blogger 2 Links, einen auf den Artikel und einen auf den Blog.

    Die neuesten Empfehlungen sind auf meiner Twitter-Page im Hintergrundbild und auf der Blog-Startseite.

    Zu meiner Schande muss ich allerdings auch gestehen, dass ich in den letzten Wochen nicht dazu kam dies zu aktualisieren – sind aber markiert ;) – da ich meine iIIGV_Projekte komplett um- und ausbaue und letztes WE meine Projekte gehackt worden und down sind. 1 Projekt von 3 sind repariert und online.

    In naher Zukunft werde ich mit meinen Lesern gemeinsam, diese Initiative erweitern…

     
     
  10.  
     

    10 Ein Kommentar von marvin am 1 Feb, 2012

    ich persönlich denke, dass das auch immer damit zu tun hat, was man im artikel thematisiert und wie man das ganze öffentlich macht. interessante und ansprechende blogposts bekommen schnell verlinkungen – von ganz alleine.

     
     
  11.  
     

    11 Ein Kommentar von Hans-Joachim am 5 Feb, 2012

    Ein Grund kann allerdings auch sein, dass man irgendwo etwas gelesen hat und es dann zwei Wochen später selbst aufgreift und gar nicht mehr weiß wo man es gelesen hatte und das man es überhaupt irgendwo gelesen hatte. So geht es mir manchmal. Ich lese z.b. sehr viele Blogs und Foren täglich und da wird es schwer sich zu erinnern wo man irgendwas bestimmtes gelesen hatte.
    Aber ansonsten halte ich es so, dass ich der fairness halber auf jeden Fall auf die Quelle verlinke. Ich denke es wäre sehr unfair das nicht zu machen.

     
     
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