22 Blog-Artikel-Typen, die man kennen sollte

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Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Blog-Post-Typen, die man kennen sollte.

Als ich angefangen habe zu bloggen habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht. Und auch heute sitze ich nicht da und suche mir aus einer Checkliste einen bestimmten Post-Typ raus.

Aber wenn man die unterschiedlichen Typen kennt, dann kann einem das dabei helfen, den eigenen Blog abwechslungsreicher und lesenswerter zu gestalten.

Die Qual der Wahl

Wenn man sich der Unterschiede der folgenden Blog-Artikel-Typen bewusst wird, kann man viel bessere Artikel schreiben. Das liegt unter anderem auch daran, dass viele Blogger versuchen, alles mögliche mit einem Artikel zu sein. Und je mehr Ziele man mit einem Blogpost erreichen will, umso weniger Kontur und Wiedererkennbarkeit hat dieser Artikel.

Deshalb macht es durchaus Sinn, dass unterschiedliche Artikel sich auch deutlich voneinander unterscheiden.

Die folgenden Artikel-Typen sind mir nach einer Weile Brainstorming eingefallen. Ich hoffe, ich habe nichts wichtiges vergessen.
Zur Not kommt später mal Teil 2. :-)

(Die einzelnen Artikel-Typen sind nicht nach ihrer Wichtigkeit geordnet, sondern wild durcheinander aufgelistet.)

  1. Promotion
    Unter Promotion-Artikel verstehe ich interne Artikel, die ein bestimmtes neues Feature, neue Inhalte oder eine sonstige Neuigkeit des eigenen Blogs vermarkten sollen. Hat man also ein Gewinnspiel gestartet, dann sollte man es zusätzlich auch nochmal in einem separaten Artikel promoten. Ich nutze das unter anderem auch dafür, bei meinen Blogparaden Zwischenberichte zu machen oder z.B. mein Forum vorzustellen.
  2. Interview
    Interviews sollten bekannt sein. Bei mir kommen diese immer recht gut an und ich veröffentliche regelmäßig Interviews.
  3. News
    In deinem Themengebiet gibt es brandaktuelle News? Dann kann man dazu natürlich auch einen News-Artikel veröffentlichen. Der ist in der Regel nicht lang, sondern kurz und knackig. Später kann man dann ja noch einen ausführlichen Artikel dazu schreiben.
  4. Listen
    Listen sind aktuell sehr beliebt, sowohl bei Bloggern, als auch bei den Lesern. Man nimmt sich ein bestimmtes Thema und erstellt eine Liste. Z.B. die Top 10 WordPress Plugins für einen bestimmten Zweck oder die 20 bestverdienenden Blogs. Das könne auch Listen ohne Links nach draußen sein. Z.B. 22 Artikel-Typen. ;-)
  5. Link-Listen
    Eine ähnliche Art stellen die Link-Listen dar. Da liegt der Schwerpunkt aber auf der reinen Auflistung von externen Links. Das kann eine nützlich Sammlung von Links für bestimmte Themen sein. Oft gibt es da auch Backlinks.
  6. Schritt-für-Schritt
    Aufwendig aber sehr beliebt sind auch Schritt-für-Schritt Anleitungen. Wenn man sich in einem Thema sehr gut auskennt, übersieht man oft, dass es andere gibt, bei denen das nicht so ist. Was man selber in 2 Worten versteht, würde andere deshalb gern als ausführliche Schritt-für-Schritt Anleitung sehen. So was kann sich zum Standard-Artikel entwickeln und viel Traffic bringen.
  7. Case Study
    Geschichten aus der Praxis kommen immer gut an. Seien es nur eigene Erfolge oder Misserfolge, oder die von dritten. Solche praxisnahen Artikel sind zudem recht einfach zu schreiben.
  8. Tests / Reviews
    Produkte testen oder z.B. Bücher reviewen ist auch eine beliebte Artikel-Art. Diese eignet sich auch sehr für den Einsatz von Affiliate-Marketing. Hat man eine gute Reichweite kann man zumindest teilweise die Testmuster auch umsonst bekommen.
  9. Meinung
    Auch wenn ich dafür plädiere, nicht immer nur die eigene Meinung in einen Artikel einfließen zu lassen, sondern alle Meinungen zu würdigen, kann es manchmal auch Sinn machen, einen einseitigen Meinungs-Artikel zu schreiben. Damit heizt man die Diskussion an. ;-)
  10. Rückblicke
    Das können sowohl Rückblicke auf den eigenen Blog (wenn es diesen schon etwas länger gibt) oder aber auch auf Aspekte des eigenen Themas sein. Hat man einen Fussball-Blog, so könnte man auch Rückblicke auf früheren Jahre, besondere Spieler etc. schreiben.
  11. regelmäßige Artikel
    Meine Links der Woche auf selbstaendig-im-netz.de gibt es nun schon Jahre. Viele freuen sich jeden Freitag darauf und ich habe da auch einen Dauerläufer, den ich einfach mit Inhalt füllen muss. Regelmäßige Artikel können Leser sehr stark an den eigenen Blog binden.
  12. Artikel-Serien
    Artikel-Serien sind zeitlich begrenzte regelmäßige Artikel zu einem Thema. Die Blog-Start-Serie hier auf Blogprojekt.de ist so ein Beispiel. Artikel-Serien können einen Blog sehr stark prägen und für viele Besucher sorgen.
  13. Gastartikel
    Hat man eine gewisse Reichweite, dann können Gastartikel Sinn machen. Hierfür schreiben andere Blogger einen Artikel, den du dann bei dir veröffentlichst. Als Gegenleistung bekommt der Autor in der Regel einen Backlink in diesem Gastartikel. Man muss auf die Qualität achten und schlechte Gastartikel auch mal ablehnen, aber insgesamt ist das eine zeitsparende Methode neue Inhalte zu integrieren.
  14. Vorschau-Artikel
    Man kann nicht nur Zurückschauen, sondern auch eine Vorschau wagen. Wie läuft die kommende Bundesliga-Saison und wie wird Google in 24 Monaten aussehen. Spekulationen und Prognosen sind immer für gute Diskussionen und viele Leser gut.
  15. Hinter den Kulissen
    Leser lieben Blicke hinter die Kulissen. Je nach Thema eures Blogs sollte ihr hin und wieder auch mal einen Blick hinter die Kulissen gewähren. Sei es ein Blick ins Büro, eine Auflistung der Plugins des eigenen Blogs oder eine Analyse der besten Vermarktungs-Instrumente.
  16. Hintergrund-Artikel
    Nachdem man eine News veröffentlicht hat, kann man später ein Thema auch ausführlich behandeln. Hintergrund-Artikel sind meist sehr lang und gehen in die Tiefe. Und das unterscheidet diese Artikel dann von den vielen anderen oberflächlichen Artikeln da draußen.
  17. Pilar-Artikel
    Darüber habe ich im Newsletter auch schon was geschrieben. Unter Pilar Artikel verstehe ich einfach sehr besondere Artikel, die meist auch besonders viel Arbeit machen. Dafür ragen diese aus den anderen Artikeln heraus und stellen oft das non-plus-ultra zu diesem Thema dar. Pilar-Artikel werden meist auch sehr oft verlinkt und bekommen viel Traffic. Ein Beispiel wäre der ultimative Guide zu AdSense mit Einführung, Schritt-für-Schritt, Tipps, Gefahren etc.
  18. persönliche Artikel
    Blogs werden oft direkt mit dem Blogger verknüpft. Hin und wieder sollte man deshalb auch mal eher persönliche Artikel einfließen lassen. Wie oft und in welchem Maße hängt natürlich vom Blog und der Zielgruppe ab. Es kann bei manchen Lesern auch unprofessionell rüber kommen.
  19. Diskussions-Artikel
    Gibt es zu einem Thema mehrere Meinungen, die sich deutlich unterscheiden? Dann kann man einen Diskussions-Artikel schreiben, der verschiedene Standpunkte beleuchten und die eigenen Leser in die Diskussion einbezieht.
  20. Erfahrungen
    Man sollte auch immer mal wieder eigene Erfahrungen schildern. Das ist nicht so umfangreich wie bei einer Case Study, aber gerade die vielen kleinen Erfahrungen können sehr lehrreich sein.
  21. Umfrage
    Mit einer Umfrage bindet man die eigenen Leser direkt mit ein. So bekommt man auch wichtiges Feedback über Wünsche und Interessen der eigenen Leser.
  22. Live-Artikel
    Wer bei Veranstaltungen unterwegs ist, kann sich auch an Live-Artikeln versuchen. Das kann im Einzelfall sehr interessant für die Leser sein.

Sollte man alle Typen nutzen?

Es besteht natürlich kein Zwang, alle Typen zu nutzen. Teilweise gibt das eigene Blog-Thema das auch gar nicht her.

Es hilft einem Blog aber auf jeden Fall, wenn man unterschiedliche Blog-Typen nutzt. Somit werden die Inhalte nicht langweilig und man kann so auch herausfinden, auf welche Arten von Artikeln die eigenen Leser stehen.


Kommentare

  1. 1

    meint

    Schöne Übersicht. Wozu würdest du Fun-Artikel(z.B.1. April) oder Off-Topic-Artikel der Autors zählen? Sind es eher eigene oder einfach unter persönliches zu verbuchen?

  2. 3

    meint

    Hi :)
    Danke für die tolle Übersicht. Wusste gar nicht, dass es so viele verschiedene Artikeltypen gibt.
    Mal eine Frage, die zwar nicht direkt hierzu passt, aber naja:
    Ich hab jetzt schon total viel gemacht (Werbung etc.) um regelmäßige Leser zu bekommen, aber irgendwie hinterlässt nur selten jemand ein Kommentar und wirkliche Stammleser hab ich auch nicht. Hast du da evtl. einen kleinen Tipp?

  3. 4

    meint

    hmm die Hälfte der Typen kamen bei mir noch nicht zum Einsatz. Werd mal dran arbeiten.. ;-)

    @blackshine

    als erstes würde ich auf der Startseite die letzten paar Artikel anzeigen lassen. Eine statische Seite kommt bei einem Blog nicht wirklich gut…

  4. 5

    meint

    Genialer Überblick der verschiedenen Bloggertypen. Schon beim Lesen, hatte ich sofort den jeweiligen Kollegen/in vor Augen, der genau in diese Sparte passt. ;)
    Selber nutze ich ca. nur die Hälfte dieser Typen.

  5. 6

    meint

    @ Jonas:
    Danke, aber eigentlich hab ich die Übersicht ja schon auf einer anderen Seite. Mal schauen, ob man vllt. Startseite und aktuellste Artikel irgendwie kombinieren kann…

  6. 8

    meint

    Hallo Peer,
    tolle Auflistung der Blog-Artikel-Typen!

    Dabei ist mir aufgefallen, dass ich auf meinen Blogs immer nur 3-4 verschiedene Typen verwende. Vielleicht sollte ich mal etwas variieren. Schließlich gefällt mir dass auch so gut bei dir auf SiN!

    Gruß, Torben

  7. 9

    meint

    Klasse Übersicht Peer ! Vor allem auch wieder eine tolle Inspirationsquelle wenn man mal nicht weiß wie man seine Artikel aufziehen soll.

  8. 10

    meint

    Hi Peer,
    danke für die Auflistung.
    Ich nutze zwar paar davon, aber dachte eigentlich das alles gehört unter eine “Decke” und habe mir darüber keine gedanken gemacht.
    Wieder ein guter Tipp um eigenen Blog bewusst zu verbessern.
    Gruss

  9. 11

    meint

    Lang hat es gedauert! Aber ich habe den Tipp endlich umgesetezt – mein erstes Blog-Interview ging heute morgen online. Ich habe vor, jeden Monat ein Interview zu führen. Mal sehen, ob mir dieses Vorhaben gelingt.
    Wer gute Interviewpartner im Bereich Rhetorik – Kommunikation kennt…auf dessen E-Mail freue ich mich!
    Judith Torma G

  10. 12

    meint

    liest sich echt mal interesannt… aber ob man das so umsetzen kann…. ich bezweifel das ich das hinbekomme

  11. 13

    meint

    Danke für den interessanten Artikel. Da meine Blogs (nein, ich werde jetzt keine Link-Werbung unterbringen ;-) ) persönlich motiviert sind, bin ich wohl etwas “Einseitig” aufgestellt.

    Ich werde mir erlauben, diesen Artikel als Inspiration zu nutzen und mal schauen, ob ich durch mehr Abwechslung eine Steigerung der Leserschaft erzielen kann.

  12. 14

    meint

    Nützlicher Artikel, da kann man sich die Möglichkeiten, die man als Blogger hat, ins Bewusstsein holen. :)

    Ich denke, dass eine gesunde Mischung dieser 22 Artikel-Typen einen Blog sehr abwechslungsreich und interessant macht.

    Man hat wirklich die Qual der Wahl :)

  13. 17

    meint

    Danke für die übersichtliche Aufstellung – hat mich inspiriert und ich habe beim Lesen schon einige umsetzbare Ideen für meinen Blog generiert… Werde mir sicher noch einiges an weiteren Input von dir holen! Lg, Sebastian

  14. 18

    meint

    War auf der Suche nach Artikelformaten für WordPress. September 2010 gab es das noch nicht, aber ab WP 3.1 gibt es tatsächlich vorgefertigte Artikeltypen (Formate) ;)
    Durch add_theme_support in functions.php lassen sich diese freischalten.

  15. 19

    meint

    Hallo,

    Toller Artikel. Ich hab einen Blog mit dem Themenschwerpunkt Android.
    Nun schaffe ich es leider nicht regelmäßig Artikel zu schreiben. Kann schlecht auf Messen etc. fahren. Dazu brauche ich Mitblogger.

    Kann jemand Tipps geben, wie man am besten Blogger Kollegen wirbt?

    Gruss Lars

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