Copycats lautet das heutige Thema des Webmaster Friday.
Was Copycats sind und ob das generell was böses ist, möchte ich in meinem heutigen Artikel beleuchten.
Was sind Copycats?
Ich habe den Begriff ehrlich gesagt auch das erste mal gehört. Allerdings ist der Sachverhalt schon bekannt.
Dabei geht es darum, dass manche Blogger einfach Ideen und Inhalte kopieren. Dabei geht es nicht um Content-Klau, sondern darum, dass jemand z.B. auch eine Blog-WM startet. Die heißt dann vielleicht etwas anders, aber an sich ist es dasselbe.
Viele Blogger beklagen nun 2 Dinge. Zum einen, dass überhaupt kreative Ideen übernommen werden und zum anderen, dass nicht mal ein Link auf den “Ideengeber”, also den Blog der die Idee zuerst hatte, gesetzt wird.
Bevor ich dazu meine Meinung äußere noch mal eine Erklärung zum Thema Content-Klau.
Content-Klau
Was Content-Klau ist, sollte auch den meisten bekannt sein. Dabei handelt es sich um das einfach Kopieren ganzer Artikel oder kompletter Designs.
Hier investiert der “Klauer” also überhaupt keine eigene Arbeit, sondern übernimmt die Inhalte komplett. Das ist schon aus urheberrechtlicher Sicht verboten. Von den moralischen Grenzen für solch ein Handeln möchte ich hier gar nicht erst anfangen. Da gibt es leider genug Leute, denen das scheißegal ist.
Copycats klauen aber keine kompletten Inhalte sondern kopieren die Idee dahinter.
Als Beispiel mal meine Links der Woche auf selbstaendig-im-netz.de. Ein Content-Dieb würde den kompletten “Links der Woche”-Artikel kopieren und auf seinen Seiten veröffentlichen.
Ein Copycat würde eigene Links der Woche-Artikel schreiben.
Idee-Schutz?
Doch sind Copycats genauso schlimm wie Content-Diebe?
Ich sehe das differenzierter als manch anderer.
Machen wir uns doch nichts vor. Das Rad wird selten neu erfunden. Die meisten Inhalte in Blogs sind zwar nicht kopiert, aber die Ideen dafür hat man sich irgendwo abgeschaut.
Inspiration nennen das manche, Idee-Klau andere.
Um bei meinem Beispiel “Blog-WM” zu bleiben. Natürlich wäre es nicht so toll, würde auch noch jemand eine Blog-WM veranstalten. Aber die Idee an sich als Inspiration zu übernehmen, dagegen habe ich nichts.
So hat mich Heiko von laufe-marathon.de angemailt und mich gefragt, ob er aus der Blog-WM-Idee einen Blogger Marathon machen kann. Das finde ich super und ich hätte da auch nichts dagegen gehabt, wenn er nicht gefragt hätte. Aber so ist es natürlich um so netter.
Aber nicht jede Idee ist so besonders. Ich lese viele US-Blogs und stoße da hin und wieder auf clever Dinge, die ich mir merke. Und später wandle ich das dann ab und kombiniere vielleicht auch verschiedene Dinge. Da verlinke ich nun nicht unbedingt zu jedem Blog, der mich inspiriert hat.
Ich sehe Ideen also nicht pauschal als heilig an und sehe die kreative Inspiration als völlig legitim an. Warum sollte man sich nicht umschauen was funktioniert und eine eigene Version davon umsetzen?
Wer aber die grundsätzliche Struktur eines Blogs kopiert und “nur” eigene Artikel schreibt, der ist tatsächlich ein armes Würstchen. Zumal eine zu deutlich Kopie in der Regel auch nicht so erfolgreich sein wird.
Und da ich weiß, dass es für den Erfolg nicht reicht, die eine oder andere gute Idee zu übernehmen, halte ich das auch für nicht so kritisch.
Sind Copycats nun böse?
Wer ständig Ideen übernimmt, unverändert umsetzt und nichts eigenes kreatives beisteuert, ist schon ein Dorn im Auge mancher Blogger. Und diese Copycats tragen auch nichts Neues zum Web bei.
Wer sich allerdings von anderen inspirieren lässt, der darf das nach meiner Meinung gern. Bei sehr deutlichen Dingen sollte man aber wahrscheinlich wirklich einen Link setzen.
Aber ansonsten halte ich das nicht für notwendig. Einfach weil das “Inspirieren lassen” ganz normal ist und überall stattfindet. Das Lernen von anderen gehört einfach dazu.
Noch ein Beispiel. Ich veröffentliche seit 3 Jahren Einnahme-Reports deutscher und internationaler Blogs auf selbstaendig-im-netz.de.
Und in diesen 3 Jahren gab es einige Blogger, die das auch gemacht haben. Aber keiner hat lange Zeit durchgehalten. Denn es macht Arbeit, verdammt viel sogar. Und Copycats sind da dann doch den Content-Dieben recht ähnlich. Sie wollen nicht viel Arbeiten.
Eure Meinung
Findet ihr Copycats generell böse oder habt ihr damit kein Problem? Was ist eure Meinung zu diese Thema?
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1 Ein Kommentar von Markus am 24 Sep, 2010
Erstmal danke für den Beitrag.
Was ich mich generell frage ist, an welcher Stelle das Kopieren anfängt. Klaut jemand Content und bildet diesen 1:1 auf der eigenen Page ab, ist der Fall klar.
Ich mache derzeit bei einem SEO Wettbewerb mit, habe dafür einen Artikel verfasst und diesen online gestellt (http://www.blogwave.de/lastactionseo.html). Kurze Zeit später musste ich feststellen, dass zwei Wettbewerber den Text zwar nicht 1:1, aber in jedem Fall sinngemäß übernommen haben. Zufall oder nicht? Ich kann es mir kaum vorstellen.
Irgendwie ist das ganze Thema zwiespältig. Ich denke die Idee einer gesamten Seite wird oft kopiert (z.B. werden amerikanische Start-Ups oft von der deutschen Szene kopiert und in DE auf den Markt gebracht). Das ist irgendwie Gang und Gebe.
Die Frage ist daher: Wo fängt der Diebstahl bzw. die Kopie an?
2 Ein Kommentar von Enrico am 24 Sep, 2010
Hi Peer,
gute Ansätze die Du aufführst. Bei Content-Klau sind wir uns sicher alle einig, das ist nicht in Ordnung und gehört im schlimmsten Fall eben entsprechend bestraft. Was den “Ideen-Klau” angeht muss man eben genau differenzieren. Zum Beispiel die “Links der Woche”, die veröffentliche ich auch oft, wenn auch nicht regelmäßig. Das machen sehr viele Blogger, keine Ahnung wer jemals damit angefangen hat. Hier würde ich die “schöpferische Höhe” nicht sonderlich hoch bewerten, ist ja jetzt keine sonderlich kreative Idee…
Bei Deiner Blog-WM (um beim Beispiel zu bleiben) ist das schon etwas anderes, denn hier steckt schon deutlich mehr an Gehirnschmalz drin. Und wenn jetzt ein anderer eine Blogger-EM veranstaltet hätte wäre das, aus meiner Sicht, nicht Ok gewesen – es sei denn er verlinkt zumindest auf Dich.
Und das ist, glaube ich, auch der springende Punkt. Wenn einer jetzt ehrlich daher kommt und vielleicht sogar vorher anfragt ist das oft alles kein Problem, aber einfach kopieren und so tun als ob ist nicht ok.
In diesem Sinne, schönes WE
3 Ein Kommentar von Andreas am 24 Sep, 2010
Gut geschrieben und deine Ansichten finde ich ebenfalls in Ordnung. Das Copycats meistens Faul sind deckt sich auch mit meinen Beobachtungen. Inspirieren oder eben auch “Nachahmen” ist eigentlich auch kein Problem, aber viele “vergessen” schon mal gerne den Quellenverweis oder einfach mal Danke zu sagen. Wenn man dann feststellen muss, das sich andere noch mit fremden Federn schmücken, wirds ärgerlich.
Gruß,
Andreas
4 Ein Kommentar von Sascha Kaufmann am 24 Sep, 2010
Ja also da finde ich das nachweisen eigentlich bescheiden… Wer weiß, vielleicht hatte ich die Idee ja auch eines Nachts, einfach so etwas wie eine Blog-WM zu machen… Ich mein klar ist das blöde wenn jemand diese Idee auch benutzt, aber dafür gibt es Patente XD Ich lass das einfach mal so stehen…
Ich finde aber andererseits das dies das Web doch auch was verbessert… natürlich nur bei copycats und nicht beim content-klau… weil wie wäre es wenn ein Blogger dann eine blog-wm speziell in seinem Bereich macht… und wieder ein anderer in wieder einen anderen… Das wäre meiner Meinung nach gar nicht schlecht… Vielleicht machen die das dann auch nicht nur alle 4 Jahre sondern jedes halbe Jahr oder so was… und dann fände ich des schon was blöde wenn die dann jedes mal schreiben “Ach ja die Idee zu Blog-Meisterschaften habe ich von XXX”…
Also ich finde CopyCats meistens in Ordnung (also wenn kein Patent drauf ist XD ansonsten würde mir gerade nicht schlimmes einfallen), Content Klau ist das wirkliche übel…
5 Ein Kommentar von Jutta am 24 Sep, 2010
Das mit dem Ideen-Klau ist so eine Sache. Vor allem Erfinder haben oft zur gleichen Zeit dieselbe Idee, weil die Zeit dafür reif ist. Ich habe meinen ersten “Link der Woche” am Freitag, den 7. Juli 2006, eingestellt. Und die Idee war sicher nicht geklaut.
6 Ein Kommentar von Peer Wandiger am 24 Sep, 2010
@ Andreas
Naja, man muss sicher nicht zwangsläufig faul sein als Copycat. Schließlich muss man die kopierte Idee ja mit eigenen Inhalten füllen.
Sagen wir besser, Copycats sind nicht kreativ und haben keine eigenen Ideen. Zumindest wenn sie nur von den Ideen anderer leben.
7 Ein Kommentar von MIke am 24 Sep, 2010
Völlig absurde Diskussion.
Der gesamte Fortschritt der Menschheit kommt daher, daß man voneinender lernt und gute Ideen übernommen und verbreitet werden. Und es sind immer nur ein paar, die das dann weiterentwickeln und neue Ideen dazu beitragen. Das ist schlicht die Realität.
Hinter den Überlegungen von denen der Artikel handelt, stehen schlicht Gier und Neid. Wer sich hiermit aufhält, binded sich selbst einen Klotz ans bein.
Aber so ist das eben in Deutschland: Abgrenzungsdebatten, Gleichmacherei, negatives Denken, Versuche andre zu hindern etwas zu tun, sie könnten ja besser sein als man selbst. Alles Loser hier.
Absurd, einfach absurd.
Genau richtig: wer kein eigenen Konzept hat, wer nur deshalb kopiert weil er faul ist, kommt nicht weit! Also kein Grund sich lange damit aufzuhalten.
Keine Frage, der Artikel ist gut und bildet einen Ausschnitt der traurigen Realität hierzulande ab.
8 Ein Kommentar von Marc am 24 Sep, 2010
Wenn ich auf einem Blog oder sonstigen Webseite z.B. ein Youtube-Video finde das mir gefällt und das dann auch bei mir einbette ist das ja kein Content-Klau, ausser der Verfasser hat auch dieses Video hochgeladen, oder?
Ansonsten muss ich zu dem Thema sagen: Alles kann kopiert werden, alles wird kopiert werden, so ist das halt in Internet. Aber auch das die “Kopierer” oft faule Säcke sind
9 Ein Kommentar von Jens am 25 Sep, 2010
In meinem aktuellen Beitrag setze ich hier zu mal ein Link, passt thematisch ganz gut…
10 Ein Kommentar von koelscheschwob am 26 Sep, 2010
Ich bin auch davon überzeugt das das Rad nicht neu erfunden wird. Aber im normalen Berufsleben wird man tagtäglich mit “neuen” Dingen zugeschüttet. Fast immer gibt es an den angebotenen Produkten etwas zu verbessern. Will heissen; neues Produkt, gute Idee, gut verbessert. Optimierungsprozess. Nur so entwiceln sich die Dinge weiter, egal ob bei materiellen oder ideellen Werten.
11 Ein Kommentar von koelscheschwob am 26 Sep, 2010
Ich bin auch davon überzeugt das das Rad nicht neu erfunden wird. Aber im normalen Berufsleben wird man tagtäglich mit “neuen” Dingen zugeschüttet. Fast immer gibt es an den angebotenen Produkten etwas zu verbessern. Will heissen: neues Produkt, gute Idee, gut verbessert. Optimierungsprozess. Nur so entwickeln sich die Dinge weiter, egal ob bei materiellen oder ideellen Werten.
12 Ein Kommentar von Tischuhren am 26 Sep, 2010
Ich finds einfach sch***e wenn Ideen kopiert werden… es gibt leute die denken es ist ok ganze texte zu übernehmen und als ihre eigenen auszugeben!
13 Ein Kommentar von Tino am 26 Sep, 2010
Ich hab nichts gegen kleine süße Copycats. Die sind doch niedlich, zumindest die meisten. Ich meine sie kopieren ja, weil sie selbst null Ideen haben. Und diese somit auch meist trotzdem schlechter umsetzen.
Copycats sind ja auch gerade im Startup Bereich ein Thema. Zumindestens was man da als Laie so am Rande mitbekommt. Doch gab es das ja auch schon häufig, dass ein Copycat sein “Original” durch zusätzliche gute Ideen, perfekter Vermarktung und einer allgemein guten Umsetzung überholt hat.
14 Ein Kommentar von Daniel S. am 27 Sep, 2010
Ich lasse mich auch hin und wieder von der einen oder anderen Seite inspirieren, wie z.B. bei dir und dem 13-Wochen-Plan. Habe da allerdings auch einen Link zu dir gesetzt, denke also, dass das in der Form wie von mir getan kein Problem darstellt…
15 Ein Kommentar von Tom am 27 Sep, 2010
Ich denke es ist nicht immer leicht zu sagen, was ist ein kopiert bzw. wo diente etwas als Inspiration.
Letztendlich werden gute bzw. erfolgreiche Sachen immer kopiert werden. Es kommt dann halt darauf an, welche Umsetzung besser ist. Es gibt ja auch Kopien die besser als das Original sind.
16 Ein Kommentar von Daniel am 28 Sep, 2010
Ein toller Bericht mit einer tollen Meinung.
Hier muss ich sagen, das ich deine Meinung teile. Das Rad wird nicht wirklich oft neu erfunden. Ich merke das selber an mir.
Ich lese hier und da interessante Artikel und denke mir, dass ich die auch umsetzen könnte, nur eben anders erklärt. Meistens versuche ich es dann in einem “einfacheren” Deutsch zu fassen.
Wenn einer sich ideen holt, finde ich das nicht so eng. Manchmal kommt man einfach nicht auf einen guten Zweig.
17 Ein Kommentar von Sebastian am 29 Sep, 2010
Hi Peer,
war ein interessanter Artikel den du da geschrieben hast. Meiner Meinung nach kann man Copycats positiv als auch negativ ansehen.
Natürlich klauen Sie einem die Ideen die man selbst hatte und nutzen Sie zum eigenen Vorteil, andererseits würden Sie die Idee ja nicht klauen und für sich verwenden wenn die Idee nicht gut genug ist!
Inspiration finden bei anderen Blogger finde ich in Ordnung, Ideen 1 zu 1 klauen allerdings nicht !
Grüße
18 Ein Kommentar von Martin am 30 Sep, 2010
Copycats sind auch nur in erster Linie schlecht. Die Märke sind in Deutschland doch total verschieden und müssen dementsprechend anders angegangen werden. Und wenn jemand ein Konkurrenzprodukt beim Haarwaschmittel auf dem Markt bringt, dann schreien doch auch nicht alle: ACHTUNG COPY Cat. Sondern es wird einfach eine alternative auf den Markt gebracht.
Meine bescheidene Meinung!
19 Ein Kommentar von Phil am 4 Okt, 2010
Sehr interessanter Beitrag muss ich sagen, zu dem ich auch gerne meine Meinung preisgeben würde.
Es ist so, dass man vor Copycats sehr wohl allerhöchste Vorsicht walten lassen muss. Hat man eine Idee, dann sollte man die für sich behalten und nicht in Foren etc. diskutieren. Da stehen dann so Fragen wie “Wie findet ihr meine Idee?”, “Meint ihr, ist die gut genug?”, etc. und die Leute, die darauf antworten (natürlich die, die die Idee gut finden), liefern vielleicht sogar noch Erweiterungsideen + tollen Input zur Verbesserung der Idee. Tja, das Problem bei der ganzen Sache ist nur, dass die Idee nun schon jeder kennt und jeder diese umsetzen kann. Da ist das Geschrei dann groß, nicht mehr der erste am Markt zu sein – mit “seiner” Idee!
Was Content-Klau betrifft, so kann ich ein Lied davon singen. Ich betreibe zahlreiche Blogs und verfasse meine eigenen Artikel dafür. Da kommt es oftmals vor, dass meine Beiträge einfach in andere Blogs kopiert werden. Tja, so ist das im Internet. Viele denken, alles was es dort gibt, kann ich auch weiter vewenden und mir einfach nehmen.
Wer nicht möchte, dass Ideen, Content, etc. geklaut wird, der darf schlichtweg nichts von diesen Sachen im Internet posten !!!
20 Ein Kommentar von Peter am 7 Apr, 2011
Ja – das ist wirklich eine interessante Fragestellung!
Wo endet die Inspiration und wo beginnt das Abkupfern?
Ich denke so ziemlich jeder, der zum Beispiel einen Blog betreibt und aktiv im Internet surft und recherchiert, wird dabei viele Ideen aufnehmen. Dies geschieht oftmals sogar unterbewußt! Und ein paar Tage später kommt einem dann wieder ein Thema, über das man auch in seinem Blog was schreiben könnte. Daß man etwas Ähnliches bereits zuvor gesehen hat, wird einem dann vielleicht nicht einmal mehr direkt dazu einfallen. Das ist dann kein böser Vorsatz oder die Intention absichtlich etwas abzukupfern. Im Ergebnis könnte einem aber genau das aufgrund der thematischen Verwandschaft unterstellt werden.
Auf diesem Wege entstehen aber nur ähnliche Ideen und Beiträge. Da sich der Autor eigene Gedanken zu dem Thema macht, entsteht auf diesem Wege dann auch ein eigenständiger Artikel. Selbst, wenn verschiedene Quellen, über die man in der Vergangenheit gestolpert ist, ihren Einfluss auf das Ergebnis haben.
Anders sieht es aus, wenn der gleiche Inhalt eines bestehenden Beitrages nur mit andern Worten wiedergegeben wird. In einem solchen Fall kann schon eher Vorsatz und moralische Verwerflichkeit unterstellt werden. Aber auch hier ist Vorsicht geboten: Wenn jetzt beispielsweise mal wieder ein PageRank-Update kommen sollte, dann wird sicherlich in kürzester Zeit in den verschiedensten Blogs und Foren darüber berichtet werden. Und auch die Meinungen und Haltungen dazu werde sich teilweise recht stark ähneln. Sind das nun alles Copycats?
Letzlich denke ich, daß immer der Einzelfall entscheiden muß. Hinzu kommt, daß eine gewisse Regelmäßigkeit bei Abkupfern erkennbar sein sollte, bevor man jemanden als Copycat verunglimpft. Schließlich wird keiner behaupten können völlig frei vom Einfluß fremder Ideen und Inhalte zu sein.
21 Ein Kommentar von rob am 4 Mai, 2011
Hm nicht wirklich. Immerhin könnte man ja auch von dem CopyCat lernen (Verbesserungen, evtl Fehler etc). Nur wenn dadurch 0 Mehrwert entstehen würde, wäre es nicht nur fraglich sondern im nachhinein sicherlich auch ärgerlich.
Ich denke man muss es als Anreiz sehen, noch etwas besser zu werden. Sei es im Support, Angebot oder anderem.
22 Ein Kommentar von Alex am 5 Mai, 2011
Im Zusammenhang der Copycats ist der Blick über die europäischen Grenzen hinweg recht interessant. In China z.B. ist das Verhältnis zur Kopie ein deutlich entspannteres. Hier kann man an der Kopie nichts grundsätzlich schlechtes finden, was dem Philosophen Byung-Chul Han zufolge nicht in schnödem Gewinnstreben der Kopierer sondern in den beiden großen Denkschulen Taoismus und Konfuzianismus verwurzelt ist. Es wird interessant sein zu sehen, welche Auswirkung diese Einstellung in Kombination mit einer Öffnung Chinas und dem Einsatz moderner Medien hat.
Schöne Grüße
Alex (@Idefizz)