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   7.September 2010

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Und wieder ein interessantes Thema beim Webmaster-Friday und wieder bin ich etwas spät dran.

Aber sei es drum. Ich finde die Frage Humor im Blog so interessant, dass ich auf jeden Fall meinen Senf dazu geben möchte.

Gehört Humor in einen Blog und wenn ja wie viel davon? Oder schadet Humor eher als das er hilft?

Humor im Blog!?

Natürlich kann man keine endgültige Aussage darüber treffen ob Humor in einem Blog gut aufgehoben ist oder wie viel Humor es sein sollte.

Grundsätzlich würde ich aber sagen, dass Humor schon eine Berechtigung hat, in Blogs aufzutauchen. Das liegt meiner Meinung nach vor allem auch daran, dass ein Blog immer sehr stark mit dem Blogger selbst verbunden wird, und das Image eines Blogs auch immer sehr stark mit dem Image des Bloggers verknüpft ist.

Und wenn man nicht als Maschine, sondern als Mensch wahrgenommen werden will, gehört neben anderen Elementen wie persönliche Erfahrungen, subjektive Meinungen etc. eben auch Humor dazu.

Wie bei allen Dingen kommt es aber eben auf den Einzelfall und das Maß an.

Missverständnisse und Zielgruppen

Denn Humor kann durchaus zu Missverständnissen oder schlimmerem führen. Das kann je nach Blog und Zielgruppe nachteilige Auswirkungen haben.

Gerade in business-orientierten Blogs möchte man ja auch klar rüber kommen und die Aussage des eigenen Artikels sollte nicht missverstanden werden. Im Zweifel kann ein blöder Witz sogar bestimmte Leser verärgern und das ist natürlich nicht ideal.

Als Beispiel möchte ich einen Fussball-Blog nennen. Schreibt man über die gesamte Bundesliga, so sind Witze über einzelne Vereine (weil man selber Anhänger eines Vereins ist) sicher fehl am Platze.

Hat man dagegen einen Blog zu einem bestimmten Verein, sind Witze über gegnerische Vereine wahrscheinlich sogar sehr positiv.

Man sollte also immer an seine Leser denken, bevor man irgendwas raus haut, was ein Teil der (gewünschten) Leser-Zielgruppen in den falschen Hals bekommen könnte.

Humor und Professionalität

Wie stark man Humor einfließen lässt hängt sicher auch mit der Professionalität des Blogs zusammen. Habe ich eine Hobbyblog, dann ich es weit weniger ein Problem immer mal wieder Witze und andere humorige Dinge einzubauen.

Da kann man auch mal problemlos zu weit gehen. Dann sind eben mal ein paar Leser eingeschnappt, aber das ist kein Drama.

Hat man dagegen einen professionellen Blog, auf dem man z.B. auch potentielle Kunden für die eigenen Dienstleistung anspricht, dann sollte man sich schon überlegen, was man so von sich gibt.

Denn wer in einem professionellen Umfeld Humor falsch versteht oder es einfach als unpassend empfindet, wird dies in die Bewertung bzw. Meinung über den Blogger einfließen lassen.

Die gestern angesprochene Online-Reputation ist etwas, was sehr lange benötigt um sie aufzubauen. Aber man kann diese sehr schnell kaputt machen.

Je professioneller ein Blog ist, umso vorsichtiger sollte man meiner Meinung nach mit Humor umgehen.

Beispiel Twitter

Immer wieder fällt mir das Problem bei Twitter auf.

Dort gibt es Twitter-Nutzer, die an sich ganz interessante Infos und Links tweeten, dann aber immer wieder aus der Rolle fallen und derbe Witze oder sonstige unpassende Dinge tweeten.

Nun ist es natürlich jedem selber überlassen, was er tweetet und manchen gefallen die Witze und Kalauer vielleicht auch. Und auf Twitter sehen das viele auch lockerer als z.B. in einem Blog.

Doch für das professionelle Bild, welches zumindest ich von diesem Tweet-Account habe, ist das schädlich. Ich habe nichts gegen subtilen und cleveren Humor.

Stammtisch-Humor, der auch unter die Gürtellinie geht, würde ich aber höchstens auf einem privaten Twitter-Account veröffentlichen.

Fazit

Wie schon ganz zu Beginn gesagt, hängt vieles von der Ausrichtung des Blogs, den Zielgruppen und den ganz generellen Zielen des Bloggers an.

Grundsätzlich würde ich sagen, dass man umso vorsichtiger mit Humor umgehen sollte, je professioneller der eigene Blog auftreten soll.

Das bedeutet nicht, dass man keinen Humor nutzen sollte. Es kann den Blogger menschlicher und sympathischer machen. Man sollte sich aber bewusst sein, dass viele Besucher das erste mal auf dem eigenen Blog sind und den Blogger noch nicht kennen. Und man sollte sich deshalb überlegen, wie der eigene Humor auf solche Besucher wirkt.

Ich habe auch einen recht speziellen Humor, für den man mich aber auch näher kennen muss. Zumindest bin ich bei Leuten, die ich gerade erst kennen lerne, vorsichtiger und zurückhaltender. :-)

Wie sieht das bei Euch aus? Wie setzt ihr Humor in euren Blogs ein und habt ihr vielleicht auch schon mal negative Erfahrungen gemacht?

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Bei einem Klick auf den Twitter-Button gelangen Sie zu Twitter und dort werden Daten erhoben. Wir haben keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Twitter erhebt.
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15 Kommentare
  1.  
     

    1 Ein Kommentar von Jürgen Schnick am 7 Sep, 2010

    Ich finde Humor hat durchaus etwas in einem Blog zu suchen. Natürlich mit Stil und nicht übertreiben. Dann stellt der gezielte Einsatz von Humor und Ironie durchaus ein Stilmittel dar, mit dem man einen Blog ein wenig aus der Masse herausheben kann (und das ist wirklich wichtig).

    Es gibt viel zu viele Blogs, die technische Sachverhalte ungefähr so amüsant beschreiben, wie in einem Schulbuch aus dem 19. Jahrhundert. Aber die Ami’s machen es uns schon lange vor: es gibt dort einige erfolgreiche Blogs, die ganz bewußt mit witzigen und ironischen Sprüchen daher kommen, die sehr viel Slang verwenden. Das geht durchaus.

    Ob allerdings die deutschen Blogleser genügend Humor für so etwas haben – ich habe meine Zweifel. So etwas geht auch nur, wenn man es von Anfang an, also mit dem Start des Blogs macht und dann durchzieht. Dann sind die Leser daran gewöhnt und bleiben dem Blog vielleicht sogar gerade deswegen treu, weil er anders, lustiger, ironischer oder gar zynischer ist, als andere.

    Ich habe festgestellt, dass ein wenig Humor und Ironie sowohl in Posts als auch in den sogenannten digitalen Infoprodukten (Ebooks, Videos, Audios) durchaus gut ankommt und für einen netten USP sorgt. Allerdings darf darunter niemals die Qualität der Information leiden.

    Jürgen Schnick

     
     
  2.  
     

    2 Ein Kommentar von Mad am 7 Sep, 2010

    Warum ist mein Post nicht mehr da ? Warum ist er gelöscht ?

     
     
  3.  
     

    3 Ein Kommentar von Missfeldt am 8 Sep, 2010

    Schöner artikel, danke fürs Mitmachen beim wmf.
    Ich sehe das mit dem professionell allerdings etwas anders: natürlich sollte man mit Humor bei zunehmender Bekanntheit vorsichtig sein. Aber aus meiner Sicht zeichnen sich die “top-Blogs” eben gerade dadurch aus, dass sie ein ganz unverkrampftes Verhältnis zu Humor und Ironie haben. Ich finde, dass ist oft das Salz in der Suppe.
    Aber natürlich gehört auch viel Erfahrung dazu, dass diese humorvolle Note auch zur Geltung kommt und nicht falsch verstanden werden kann. Nicht ohne Grund sind die meisten Top-Blogger eben auch Journalisten bzw. professionelle Schreiberlinge. Die verstehen eben ihr Handwerk.

     
     
  4.  
     

    4 Ein Kommentar von K.-P. Baumgardt am 9 Sep, 2010

    Interssant wird es, wenn die Leser keinen Humor erwarten und ihn dann auch nicht wahrnehmen.
    Die Bild-Zeitung hat ja auch keinen Humor, und bei meinem Thema
    erwarten die Leser eigentlich auchnichts Neues.
    So konnte ich erklären, dass die Quark-Diät den Vorteil hat, dass man sich die Reste ins Gesicht schmieren kann, und man seine Nase in den Quark hineinstecken kann.
    Ein Stammleser hat eingestanden, dass er das glatt überlesen hat.
    Bei der Yoghurt-Diät sind Erbsen ungegrenz erlaubt, wenn man pro Erbse einen Liegestütz macht.
    Also: Dass Humor sich positiv auswirkt, kann ich nicht sagen.
    Aber mit war es einfach ein Bedürfnis, diese sinnlosen Vorschriften auf die Schippe zu nehmen.

    Andererseits habe ich eine Seite “Abnehmen mit Humor” eingerichtet, das wird ganz gut angenommen. Eine Witze-Sammlung, aber auch mit eigenen Collagen.

     
     
  5.  
     

    5 Ein Kommentar von Peer Wandiger am 10 Sep, 2010

    Wahrscheinlich muss man wirklich explizit darauf hinweisen. In Tageszeitungen gibt es nicht umsonst eine Seite “Humor”.

     
     
  6.  
     

    6 Ein Kommentar von Markus Trauernicht am 10 Sep, 2010

    Ich denke es wird allgemein unterschätzt was im Internet in 5 oder 10 Jahren noch gefunden wird. Man kann wirklich nur staunen, wie viele Leute sich in Internetforen ständig zu einem blöden Streit hinreißen lassen. Und die Dinge bleiben nun mal auch im Netz stehen.

    Das gleiche gilt in punkto Humor. Zu was kann ich in 5 oder 10 Jahren oder länger noch stehen? Natürlich ist es wichtig lustig zu sein. Humor wird kraftvoll wenn er die Botschaft unterstützt.
    Ein falsch oder nicht verstandener Witz ist aber für beide Seiten unangenehmen. Und dann auch in keinster Weise hilfreich, weder um Leser zu gewinnen, noch um etwas zu verkaufen.
    Wenn Humor allerdings hilft auf einer weiteren Ebene eine hilfreiche Verbindung zu schaffen, dann wird das Ziel ja auch erfüllt.

    Alles was ins Internet kommt ist ein Teil der eigenen Positionierung. Und die Positionierung ist das wohl kräftigste Marketinginstrument. Man sollte also tunlichst darauf achten, dass dieses Instrument nicht gegen einen selber arbeitet.

    Markus Trauernicht

     
     
  7.  
     

    7 Ein Kommentar von Peer Wandiger am 10 Sep, 2010

    @ Markus
    Das ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Wenn ich z.B. nur daran denke, was Personalabteilungen in 10 Jahren im Web von Leuten finden, die sich heute im Web völlig daneben benehmen. Und davon gibt es nicht zu wenige.

     
     
  8.  
     

    8 Ein Kommentar von Markus Trauernicht am 11 Sep, 2010

    Wie erst das Thema ist, zeigt sich auch daran, dass sogar der Chef von Google davon spricht, dass es zukünftig möglicherweise völlig normal sein wird, die eigene Identität zu ändern. Und der nächste gründet einen Dienst für Personalchefs, der alte und neue Identität verbindet…

     
     
  9.  
     

    9 Ein Kommentar von Robert am 13 Sep, 2010

    Kommt drauf an, um welche Art Blog es sich handelt. Ich denke, man sollte schon halt immer persönlich rüberkommen, nicht verkrampft sein und nicht versuchen, alles perfekt zu machen, sonst verliert man irgendwann einmal den Spass. Nur der Satz eben, ist eigentlich viel zu lang. Wen juckts? So schreib ich eben. ;-)

     
     
  10.  
     

    10 Ein Kommentar von Doris am 16 Sep, 2010

    Ich finde Humor darf in einem Blog nicht fehlen. Er sollte nicht übetrieben werden, aber ein bisschen schadet nie!!

     
     
  11.  
     

    11 Ein Kommentar von Pat am 21 Sep, 2010

    Es ist immer schwer zu entscheiden wie viel Humor noch witzig ist. Manchmal ist er angebracht, manchmal sollte man ihn lieber weg lassen. Aber meiner Meinung nach darf, soll und muss gelacht werden. Besonders auf Blogs :)

     
     
  12.  
     

    12 Ein Kommentar von Tomik am 22 Sep, 2010

    Ich finde, dass Humor sicher zu einem richtigen Blog gehört. Wer würde Blogs lesen, ohne Spaß damit zu haben?
    Selbsvertändlich muss man einfach schätzen, was für ein Humor zu benutzen, aber prizipiell halte ich Humor für wichtig.

     
     
  13.  
     

    13 Ein Kommentar von Dirk - Podcast-Profis.de am 1 Okt, 2010

    Ich bin auch der Meinung, das ein wenig lockerer Ton im Blog attraktiver für die Leser sein kann. Wer will denn einen steif geschriebenen Blog lesen?!
    Klar gehören irgendwelche Witze vielleicht nicht unbedingt hinein, wenn es sich z.B. um einen Businessblog handelt, dafür kann man einen privaten Blog führen.
    Außerdem kann man mit unglücklichen Witzen ungewollt Menschen angreifen. Wir lesen halt nur und sehen nicht die Mimik und Gestik des Erzählers.

     
     
  14.  
     

    14 Ein Kommentar von Martina Bloch am 2 Jun, 2011

    Moin, moin, ich finde Humor in Blogs gut, wenn der Humor der des Bloggers ist und nicht ein aufgesetzter.
    Mir ist es wichtig, dass die Leser erkennen, wer bloggt, denn dann werden nur die Kunden, für die ich als Mensch passe.
    Aus meiner Erfahrung heraus laufen nämlich die Projekte, bei denen auch die Humorchemie stimmt, am Besten.

     
     
  15.  
     

    15 Ein Kommentar von Christian am 17 Nov, 2011

    Humor im Blog muss geschäftsschädigend sein. Wie anderst ist es zu erklären das mein neuer Blog weniger Besucher anzieht als der von Steve Pavlina.

     
     

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