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   30.August 2010

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Das ist ein provokante Frage, die da am letzten Freitag auf webmasterfriday.de gestellt wurde.

Dabei geht es um die Frage, ob man nicht lieber etwas böser in seinen Artikeln zu Werke gehen sollte, damit man für mehr Aufmerksamkeit und mehr Besucher sorgt.

Natürlich möchte ich mich, wenn auch ein wenig verspätet, zu diesem hochinteressanten Thema äußern und meine Meinung dazu schildern.

Muss man Böse sein um erfolgreich zu bloggen?

Kurze und klare Antwort: Nein!

Aber natürlich möchte ich meine Antwort etwas differenzierter geben.

Diese so plakative Aussage wird auf webmasterfriday.de schon etwas im Artikel-Text relativiert. Natürlich geht es primär nicht um die Frage, ob man ein böser Mensch sein muss, um mit einem Blog erfolgreich zu sein.

Es geht vielmehr um den eigenen Stil eines Bloggers. Sollte man also absichtlich Reizthemen in seinem Blog aufnehmen und Dinge ansprechen, die polarisieren?

Auch hier kann ich nur sagen, dass es nicht den einen richtigen Weg gibt.

Böse allein reicht nicht

Ich habe schon Blogger erlebt, die in jedem Artikel irgend wen runter gemacht haben. Das fand ich persönlich extrem unsympathisch und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mehrheit der Internet-Nutzer das gut fand.

Diese Blogger haben versucht, durch extreme Aussagen und regelmäßige Anfeindungen viel Aufmerksamkeit und damit auch Backlinks zu bekommen. Und das hat Anfangs auch funktioniert. Es kamen in der ersten Zeit viele Besucher und es gab auch Backlinks.

Das Problem war dabei in meinen Augen aber, dass man es nach kurzer Zeit gemerkt hat. Es war offensichtlich, dass hier nur provoziert werden sollte. Und darauf haben Leser keine Lust. Sie wollen Informationen aus einer vertrauenswürdigen Quelle. Und wer nur herum meckert und andere runter macht, bekommt selber schnell ein schlechtes Image.

Und diese Blogs haben dann auch nicht lange existiert.

Meiner Meinung nach ist also die Provokation bzw. das Böse sein als Hauptaspekt eines Blogs nicht sehr erfolgsversprechend.

Provokant ist besser als keine Meinung

Man muss aber auch sagen, dass es da draußen eine Menge langweiliger Blogs gibt. Wer überhaupt keinem wehtun will und keine Stellung bezieht, der wird beliebig und austauschbar.

Schließlich leben gerade Blogger sehr vom persönlichen Image und es ist schon ungewöhnlich, wenn jemand überhaupt keine Meinung hat, sei sie auch manchmal kontrovers oder provokant.

Ich habe in meinem Newsletter auch schon mal beschrieben, wie man mit hin und wieder provokanten Beiträgen für Diskussionen und Aufmerksamkeit sorgen kann.

Dnn sollten es wirklich Themen sein, zu denen man eine Meinung hat und man sollte immer sachlich bleiben und nicht persönlich werden. Denn genau diese Überschreitung der Anstandsgrenze finde ich sehr unsympathisch und diskreditiert den Schreibenden oft mehr als das “Opfer”.

Auch pauschale Feindbilder sind in meinen Augen nicht sehr hilfreich und limitieren mittel- bis langfristig eher.

Du musst kein Schwein sein

Ich bin der Meinung, dass man kein Schwein sein muss, um erfolgreich beim Bloggen zu sein.

Ich versuche z.B. immer beide Seiten der Medaille zu sehen und in 99% der Fälle gibt es eben nicht nur einen, der Schuld ist und einen der alles richtig macht.

Stattdessen versuche ich verschiedene Aspekte einer Situation zu erfassen und unterschiedliche Meinungen darzustellen. Immer wieder trete ich dann aber auch für eine Seite ein, ohne aber auf eine persönliche Ebene zu gehen oder jemanden runter zu machen, nur um Aufmerksamkeit zu erlangen.

Man muss kein Schwein sein, um erfolgreich zu bloggen. Im Gegenteil!
Die meisten erfolgreichen Blogger sind relativ ausgeglichene Menschen die gern auch mal anderen zuhören und nicht nur aus Marketing-Gründen Rabatz machen oder einseitig berichten.

Und auch wenn man kurzfristig sicher mehr Aufmerksamkeit erreicht, wenn man “Böse” ist, so bin ich davon überzeugt, dass man langfristig damit nicht so erfolgreich sein wird.

Zumal ich auch nach dem Prinzip lebe: Man sieht sich immer (mindestens) zweimal im Leben. Und wer hier wild links und rechts Leute provoziert und damit Brücken einreißt, der wird halt später Probleme bekommen. Denn gerade eine gutes Netzwerk und viele Kontakt helfen sehr dabei, erfolgreich zu werden.

Deine Meinung?

Wie sehr ihr das?
Muss man böse sein, um erfolgreich zu bloggen?
Wie viel Provokation braucht ein Blog?

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15 Kommentare
  1.  
     

    1 Ein Kommentar von pemko am 30 Aug, 2010

    denke in bestimmten bereichen der IT ist man immer böse wenn man auf einer seite ist: bsp: apple microsoft

    nur provokativ bloggen: Apple ist besser, denke ich aber bringt nicht viel

     
     
  2.  
     

    2 Ein Kommentar von Coach Henri am 30 Aug, 2010

    Ich schreibe ja eher brav und informativ; meine Zielgruppe verträgt nicht so viel Provokation. Ich muss jedoch sagen, es reizt mich jetzt doch …

     
     
  3.  
     

    3 Ein Kommentar von Marion am 30 Aug, 2010

    Ich denke man muss ehrlich sein! So blogge ich ja z.B. viel über ebay und bin im Normalfall auch ein eBay-Junkie.
    Oft wurde mir vorgeworfen zu positiv bzw. zu vorsichtig über eBay zu berichten, aber ich habe nie geschrieben um zu gefallen, sondern immer nur meine Meinung wiedergegeben.
    In der letzten Zeit hat eBay mich jedoch sehr häufig verärgert und diesem Ärger mache ich nun auch Luft.
    Dadurch haben meine positiven Artikel auch eine andere Gewichtung bekommen, weil die Leser merken, dass ich kein eBay Marektingwerkzeug bin.
    Wenn ich schreibe – gut oder schlecht – meine ich das so.
    Und es schadet es nicht, wenn es aktuell tendentiell eher ” böse” ist. Es ist vor allem eines: Ehrlich!

     
     
  4.  
     

    4 Ein Kommentar von Matthias am 30 Aug, 2010

    Kritik sollte man anbringen wenn diese auch berechtigt ist und dann sollte man es auch tun. Die Art und Weise sollte aber ein gewisses Niveau haben. Wenn man nur über billigen Populismus Besucher anlocken möchte, dann bekommt man auch nur solche Leute, die genauso als Besucher. Die meisten Blogs leben eh nur von aktuellen Beiträgen und wenn man nur auf Krawall aus ist wird es irgendwann auch mal langweilig und dann wars das mit der “Karriere”.

     
     
  5.  
     

    5 Ein Kommentar von Jan am 31 Aug, 2010

    Ich denke so lange man kritisch und meinungstreu schreibt ist das der beste weg um leute nachhaltig informativen und ehrlichen input zu bieten! vor allem finde ich es wichtig sich selbst zu reflektieren und evtl. mal neuen wind in den eigenen blog zu bringen, da man ja selbst auch nicht auf einem fleck stehen bleiben will…

     
     
  6.  
     

    6 Ein Kommentar von Terence am 1 Sep, 2010

    Man sollte einfach versuchen den richtigen Mix zu finden. Ich persönlich lese eigentlich sehr gerne solch polarisierende und giftige Blogs, besonders wenn diese Blogs nicht nur giften -um des Giftes willen- sondern tatsächlich eine gut begründetete Meinung bzw ein Ansehen vertreten. Dann können solche Blogs extrem viel zum Eigenverständnis beitragen, und sind allemal interessanter als ein “Saubermann” Blog, der Konflikten konsequent aus dem Weg geht..

     
     
  7.  
     

    7 Ein Kommentar von Robert am 1 Sep, 2010

    Wenn man von einem Top-Blogger, an welchen man sonst nicht rankommt gerne einen Backlink ergattern möchte, kann es leicht sein, dass dieser einem dann doch einen Backlink verpasst, wenn man sich in seinem Blog zum Beispiel über seine Schreibweise lustig macht und ihn belächelt…

    So etwas würde ich aber nie machen. Ich denke, dass man jedem Menschen mit Respekt begegnen sollte. Ob das nun im Netz oder im RL ist.

    Habe aber schon selten mal verfolgt, dass manche Blogger dies so handhaben. Provokante Artikel werden eben einfach schneller von anderen verlinkt. Die kommen wohl großteils besser an. :/

     
     
  8.  
     

    8 Ein Kommentar von Tim Ehling am 1 Sep, 2010

    Ist es nicht das Prinzip von der Bild-Zeitung? Schimpfen, Verunglimpfen und Böses über andere schreiben.
    Der Mensch ob er es will oder nicht findet es interessant.

    Ich selbst bzw. meine Frau hatte da Probleme mit dem Teleshopping gehabt. Habe dazu einen kleinen, bösen Artikel geschrieben der mir jeden Monat gut Traffic bringt.

    Wen es interessiert:
    http://www.ehtio.de/lug-und-trug/teleshop-versandhandels-ag-finger-weg.html

     
     
  9.  
     

    9 Ein Kommentar von Benni am 1 Sep, 2010

    Ich blogge nur informativ und eventuell mal unterschwellig provokant. Allerdings verpacke ich Provokation, wenn ich sie denn nutze, immer in konstruktiver Kritik. Ich provoziere damit Diskussionen der Betroffenen.

    Da ich einen lokalen Blog mit relativ fixer Zielgruppe habe, ist das natürlich möglich.

     
     
  10.  
     

    10 Ein Kommentar von Nicole Bar am 1 Sep, 2010

    In meinen Bekanntenkreis Bloggt jemand immer recht Provokant und hat sogar erfolg damit. Also gibt immer viele Kommentare, man muss dazu sagen das er es auch noch recht lustig verfasst so das niemand wirklich Böse sein kann.

    Ich denke daher schon das es manchmal was bringt etwas Provokanter zu sein beim verfassen von Blogeinträgen.

     
     
  11.  
     

    11 Ein Kommentar von MischoK am 1 Sep, 2010

    Einem “ständig bösen Blogger” fehlt das inhaltliche und stilistische Gleichgewicht. Es ist nicht sonderlich interessant, den ewig gleichen Aufguss aus Boshaftigkeit zu lesen und so habe ich auch schon solche Blogs irgendwann aus dem Feedreader verbannt. Genauso verhält es sich aber auch in die andere Richtung, denn irgendwann kippt es einfach und fällt damit in sich zusammen.

     
     
  12.  
     

    12 Ein Kommentar von bashTube am 14 Dez, 2010

    Provokant kommt immer gut an.
    Weckt Emotionen in den Menschen und genau das ist es, was man als Blogger erreichen will.
    Darüber wird dann diskutiert und kommentiert… Ein Bloggertraum

     
     
  13.  
     

    13 Ein Kommentar von Karina am 12 Feb, 2011

    Eminem hats gezeigt….böse gegen alle sein und man kommt an. Wenn aber das ganze mit Klasse gemacht ist, wie eben bei eminem, dann klappt es!

     
     
  14.  
     

    14 Ein Kommentar von bauerneintopf am 15 Mrz, 2011

    Naja, Eminem hat aber auch klasse. Einfach aggressiv/provokant sein heisst nichts….

     
     
  15.  
     

    15 Ein Kommentar von Claus am 1 Apr, 2011

    Böse sein muss man auf keinen Fall, nur einen interessanten Schreibstil und eine eigene Meinung haben.

     
     

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