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   15.Januar 2010

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Jeden Freitag gibt es auf webmasterfriday.de ein neues Thema, über das möglichst viele Blogger und Webmaster schreiben sollen. So kommt jede Woche zu einem Thema eine Sammlung von verschiedenen Meinungen zusammen.

Diesmal lautet das Thema “Sollte man SEO-Tipps sharen?“.

Der Hintergrund der Frage ist, dass einerseits SEO-Tipps, gerade wenn sie sich im Graubereich bewegen, nur eine gewisse Zeit funktionieren. Zum anderen sind richtige Profi-Tipps natürlich auch ein gewisser Vorteil gegenüber dem Wettbewerb und die Frage stellt sich schon, ob man diesen Vorteil einfach hergeben sollte, indem man die Tipps in seinem Blog veröffentlicht.

Da dies hier kein SEO-Blog ist, werde ich das Thema für mich etwas anpassen und mich in diesem Artikel mit der Frage beschäftigen: “Sollte man Profi-Tipps teilen?

Sollte man Tricks, die man gefunden hat, Tipps, die man durch viel Testen herausbekommen hat etc. mit anderen teilen oder lieber für sich behalten?

Die Natur des Menschen

Die Natur des Menschen spielt bei dieser Frage eine große Rolle. Und bei vielen Menschen ist es einfach so, dass man Vorteile, die man selber hat, möglichst auch behalten möchte.

Deshalb liegt es nahe, dass man spezielle Tipps und Tricks für sich behält und so lange davon profitiert, wie man kann. Irgendwann funktionieren diese Tipps und Tricks dann nicht mehr so wie vorher und dann ist es egal.

Doch es gibt auch Menschen, die kein Problem damit haben, Tipps und Tricks herauszugeben.

Ich glaube es hängt auch viel damit zusammen, ob die Herausgabe eines Tipps und Tricks den eigenen Vorteil zunichte macht oder nicht.

Wenn ich hier im Blog z.B. meine Erfahrungen teile und alle Tipps für den Aufbau eines neuen Blogs raus gebe, die ich selber in der Zeit gesammelt habe, so gefährdet das nicht meine eigenen Blogs. Auch wenn ich z.B. mit einem bestimmten Affiliate-Programm sehr gute Einnahmen erziele schadet es mir ja nicht, wenn ich anderen diesen Tipp gebe. Im Gegenteil, diese wären mir dafür sicher dankbar.

Wenn ich allerdings einen Trick kennen würde, wie man bei Google auf den ersten Platz bei einem sehr beliebten Keyword kommen würde, dann wäre das evtl. eine andere Sache. Und zwar aus 2 Gründen. Zum einen könnte mich dann jemand verdrängen und wenn es viele nachmachen, dann würde ich sogar aus den TOP 10 fliegen.

Zum anderen könnte es ein Trick oder Tipp sein, der eine Schwachstelle ausnutzt und die Veröffentlichung würde dazu führen, dass Google reagiert und diese Lücke schließt.

Es hängt in meinen Augen also schon stark davon ab, wie sehr ich meinen eigenen Erfolg, meinen eigenen Status mit der Herausgabe eines Tipps gefährde.

Das Problem sehe ich allerdings bei meinen beiden Blogs “selbstaendig-im-netz.de” und “blogprojekt.de” weniger. All die dort genannten Tipps helfen vielen anderen wirklich sehr, gefährden aber nicht meinen eigenen Erfolg. Und deshalb brauche ich auch keine Tipps und Tricks zurückhalten.

Pro Teilen

Wenn man Profi-Tipps und wichtige Erfahrungen teilt, dann kann man sich als Experte für bestimmte Themen etablieren. In einem Web, in den 90% der Inhalte durch das Widerkauen von bereits bekannten Infos entstehen, kann jemand mit neuen Infos, mit sogenanntem Unique Content wirklich viel erreichen und sich sehr gut etablieren.

Besonders in Social Websites und Service wie Twitter kam man Unique Content gut verbreiten und für viel Traffic und Aufmerksamkeit sorgen.

Kontra Teilen

Man setzt sich dadurch aber auch sehr der Öffentlichkeit aus und das liegt nicht jedem. Es gibt immer mal wieder Neider und Trolle, die einem das Leben schwer machen können.

Zudem gibt man unter Umständen, wie oben erwähnt, strategische Vorteile auf, wenn man Profi-Tipps oder -Tricks verrät.

Unter oder über dem Radar?

Eine ganz wichtige Entscheidung ist in diesem Zusammenhang, ob man im Internet über dem Radar fliegen will oder unter dem Radar.

Mit “über dem Radar” meine ich, dass man sich einen Namen macht und z.B. mit einem Blog sehr offen agiert und im Web auftritt. Je größer die eigenen Projekte sind und je offener man diese vermarktet, um so mehr fliegt man über dem Radar.

“Unter dem Radar” bedeutet für mich, dass man nicht ins Rampenlicht tritt mit seinen Online-Projekten. Es gibt z.B. eine Menge Affiliates da draußen, die 5 oder 6 stellige Summen mit ihren Projekten verdienen, aber kaum jemand kennt diese Leute. Diese setzen ihr Wissen nur für sich ein und machen damit Geld.

Es ist also auch eine Entscheidung über das eigene Geschäftmodell bzw. den Weg, den man selber einschlagen will.

Fazit

Ob man mit Profi-Tipps und -Tricks an die Öffentlichkeit geht oder nicht, hängt also stark von der eigenen Einstellung und der eigenen Strategie ab.

Man sollte sich vorher aber über mögliche Konsequenzen bewusst sein.

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9 Kommentare
  1.  
     

    1 Ein Kommentar von Tarik am 15 Jan, 2010

    “Die Natur des Menschen spielt bei dieser Frage eine große Rolle. Und bei vielen Menschen ist es einfach so, dass man Vorteile, die man selber hat, möglichst auch behalten möchte.”

    Interessante Idee, das Ganze ein bisschen psychologisch anzugehen.

    Allerdings ist der Mensch doch auch immer auf der Suche nach Anerkennung. Für jede Leistung, die man vollbringt, möchte man am liebsten auch Lob bekommen. (“Mama, ich habe eine 1 in der Deutsch-Arbeit geschrieben!”)

    Auch wenn dies im Internet natürlich nicht so direkt ist, so freut man sich doch trotzdem, wenn andere diesen Tipp als nützlich erachten, wenn sie den Blog-Artikel darüber verlinken, etwas positives über den Blog sagen, usw.

    Gerade im Bezug auf SEO erscheint es mir aber auch sehr sinnvoll, diese Tipps weiterzugeben, das wird einem mehr als nur einen Backlink einbringen und eventuell sogar SEO-technisch sinnvoller sein. (Mal abgesehen von einem zumindest vorübergehend erhöhten Traffic.)

     
     
  2.  
     

    2 Ein Kommentar von Sebastian Schneider am 15 Jan, 2010

    Hallo,

    Profiwissen würde ich immer soweit teilen, dass sich daraus auch noch Gewinn erziehlen läßt.

    Gruß
    Sebastian

     
     
  3.  
     

    3 Ein Kommentar von strebereck am 15 Jan, 2010

    Ich denke es kommt immer darauf an, um welche Informationen es sich handelt. Ist es etwas, das ich selbst herausgefunden habe und damit quasi einen Teil des Rads neu erfunden habe, oder ob ich für bereits Bekanntes einen evtl. neuen Zugang habe.

    Da aber wohl die meisten Menschen immer ihren eigenen Vorteil im Blick haben, werden die wenigsten recht offen mit den “Super-Geheimen” Tipps umgehen.

    Wie Tarik schon sagte, könnten aber genau diese Informationen einen viel größeren Vorteil beherbergen, als im ersten Moment zu sehen ist. Wenn die Info für viele nützlich ist, ist auch er mit seiner Seite wesentlich nützlicher.

     
     
  4.  
     

    4 Ein Kommentar von Bernd am 16 Jan, 2010

    Deinen Denkansatz finde ich ganz gut und trifft wohl in vielen Fällen den Nagel auf den Kopf. Das einzige was mich stört ist das Wort “Profitipps”. Das Wort Profi wird meiner Meinung nach im deutschen Sprachgebrauch stark überstrapapziert wenn nicht sogar mißbraucht. Was ist ein Profi? Gem. Wiki wird man als Profi deifiniert wenn man damit sein Geld verdient! In manchen Branchen gilt man aber erst als Profi wenn man eine Ausbildung, ein Handwerk oder einen Meister oder ein Studium absolviert hat. Und trotzdem kenne ich in vielen Bereichen Autodidakten oder Freizeit-SEO`s die das Handwerk besser verstehen und umsetzen als sogenannte Profis. Für mich ist das Wort Profi schon so etwas wie ein Unwort. Am Ende zählt immer das Ergebnis. Ob Profi, Amateur oder Hobby spielt da keine Rolle ;-)

    Über SEO denke ich gibt es inzwischen so viele Kriterien die sich ja auch permanent ändern. Selbst wenn man eine Möglichkeit gefunden hat die funktioniert ist es eine Frage der Zeit bis diese von den Suma-Betreibern ausgemerzt wird. Unabhängig davon ob man die Lücke für sich behält oder verbreitet.

     
     
  5.  
     

    5 Ein Kommentar von Florian Lerch am 16 Jan, 2010

    hängt natürlich auch von der Qualität des Tipps ab. Wenn der Trick z.B. nur einen kleinen Vorteil bringt, so hat man vielleicht mehr von der Aufmerksamkeit und den Backlinks die man durch die Publizierung erhält.

     
     
  6.  
     

    6 Ein Kommentar von Peer am 16 Jan, 2010

    @ Bernd
    Mit der Definition zum “Profi” hast du sicher recht.

    Damit wollte ich einfach ausdrücken, dass die Tipps schon sehr gut sein müssen.

    Ich persönlich finde den Begriff “Profi” noch immer ganz gut und verstehe darunter Leute, die professionell an Aufgaben ran gehen und viel Ahnung haben.

     
     
  7.  
     

    7 Ein Kommentar von Eatofid am 16 Jan, 2010

    Ich glaub, SEO ist kinderleicht. Da gibts kaum Tipps und Tricks. Klar gibts nen paar tolle SEO Plugins, aber sonst. Einfach auf gute Suchwörter optimieren und desto google stärker der Blog durch seine Backlinks und seiner Domain-Onlinezeit eingestuft wird, desto höher rankt man. Die Besucherzahlen spielen hierbei natürlich auch eine Rolle. Fertig. Das ist alles. :-)

    So seh ich das halt. ^^

     
     
  8.  
     

    8 Ein Kommentar von Bloggerschmidt am 18 Jan, 2010

    Wer Tipps und Tricks teilt, zeigt damit, auf welchem Stand er sich bewegt. Je detaillierter der Tipp, desto tiefer ist der Tippgeber in der Materie. Ob er dann Profi ist oder nicht, kann der Tippnutzer entscheiden. Wann sollte es eigentlich schaden anderen einen guten Tipp zu geben? Ein Wissensvorteil hat im 20. Jahrhundert vielleicht lokal noch eine Rolle gespielt, nicht aber in unserer Zeit.

     
     
  9.  
     

    9 Ein Kommentar von Sven am 21 Jan, 2010

    Eines der großen Nachteile (und Vorteile) des Netzes ist die große Menge an Menschen die es nutzen. Ein Wirklich guter Profi Tipp führt dazu, dass jeder auf diesen Zug aufspringt und binnen kürzester Zeit die gute Idee verbrannt ist.

    Artikelverzeichnisse zum Beispiel waren eine tolle Idee über alles erdenkliche zu berichten und eine Meinung abzugeben – bis die Idee zur reinen Werbeplattform für Versicherungen (u.ä) verkommen ist und seitens google der Stecker gezogen wurde.

    Ein guter Tipp sorgt fast immer dafür dass jemand die Chance wittert leicht Geld zu verdienen. Aus dieser Erfahrung sind die von Natur mit viel Neid ausgestatteten deutschen sicherlich eher darauf bedacht die Füße stillzuhalten anstatt frei zu teilen.

     
     
  1. 1 Trackbacks
  2. Jan 16, 2010: Tweets die Profi-Tipps teilen? – Webmaster Friday > Tipps > Trick, Tipps, Strategie, Profi erwähnt -- Topsy.com

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