18.Dezember 2009
 

In letzter Zeit mal was Neues probiert?

Nein? Dann wäre doch z.B. ein Podcast oder Videocast eine aufregende neue Sache.

Auf webmasterfriday.de lautet das Thema diese Woche “Podcast / Videocast starten – einfach mal versuchen…“. Es podcasten einfach zu wenige Leute aus der Blogszene und da bieten sich die kommenden Wochen doch eigentlich an, einfach mal loszulegen.

Webmaster Friday

Der Webmaster Friday ist eine optimale Sache für alle Blogger, denen gegen Ende der Woche etwas die Post-Ideen ausgehen.

Jeden Donnerstag-Abend gibt es einen neuen Themenvorschlag für Blogger. Wer Lust hat, kann sich daran beteiligen und so entsteht immer wieder eine kleine Blogparade.

Diesmal geht es um das interessante Thema Podcasting bzw. Videocasting.

Podcast / Videocast starten

Eigentlich dürfte ich mich an dieser kleinen Blogparade gar nicht mehr beteiligen. Denn schließlich bin ich schon über meinen Schatten gesprungen und habe vor kurzem einen eigenen Podcast gestartet.

Der Blogprojekt-Podcast erscheint alle 2 Wochen und in den rund 45 Minuten geht es um Themen für Blogger. Da gibt es Blog-/WordPress-News, jede Woche ein Schwerpunktthema (z.B. Blog-Vermarktung, Backlinks, Durchhaltevermögen etc.) und ein paar weitere Rubriken.

Warum schreibe ich hier also einen Artikel?

Einfach Starten?

Ich muss zugeben, dass ich nicht jemand bin, der einfach und schnell etwas Neues starten kann. Die Überlegungen für einen eigenen Podcast trage ich schon lange mit mir herum.

Es war also nicht so, dass ich auf die Idee kam einen Podcast zu machen, und dann habe ich einfach losgelegt.

Ähnlich wie bei meinen Blogs musste die Idee erstmal reifen. Ich habe viel darüber nachgedacht, Ideen gesammelt und mich natürlich auch erstmal über die Technik schlau gemacht.

Ich bin jemand der eher gerne plant und auch etwas langfristiger denkt. Wenn ich etwas starte, dann möchte ich es auch durchziehen und nicht nach kurzer Zeit aus Mangel an Zeit, Ideen, Lust, Erfolg etc. wieder aufhören.

Die Kunst ist dabei eigentlich vor allem, die Balance zu waren.

Planung und Spontanität

Meiner Meinung nach sollte man einge gute Balance zwischen Planung/Vorbereitung und Spontanität finden.

Ohne Planung und Vorbereitung wird man oft kein gutes Ergebnis erzielen. So wird man sicher einen Podcast produzieren, der kein wirkliches Konzept hat und keine Zielgruppe. Oft ist die Qualität schlecht, weil man kein gutes Equipment hat, bzw. keine Ahnung, wie man es halbwegs gut nutzt.

Allerdings sollte man es mit der Planung auch nicht übertreiben. Man muss irgendwann mal loslegen, da man viele Dinge dann auch erst beim “Tun” lernt.

Spontanität ist auch nicht unwichtig, denn wer zu lange zögert verpasst den Zug. Ich bin froh, dass ich irgendwann gesagt habe, nun lege ich los. Ich habe mir da einfach ein Datum für den ersten Podcast gesetzt und dieses Datum auch im Blog bekannt gegeben. Damit habe ich mich natürlich unter Druck gesetzt. Ansonsten hätte ich für mich wahrscheinlich eine Ausrede gefunden und den Start weiter verschoben.

Ich habe auch sehr viel durch das Podcasten selber gelernt. Ich habe mich zwar vorher informiert, aber erst durch das “Machen” wird aus der Theorie dann Praxis.

Und nachdem der erste Podcast noch den halben Tag gedauert hat, konnte ich den letzten dann relativ schnell aufnehmen.

Gefahr der Spontanität

Wer ein wenig Zeit zwischen Weihnachten und Silvester hat und schon immer mal einen Podcast oder einen Videocast aufnehmen wollte, der sollte einfach mal loslegen.

Besorgt euch ein halbwegs gutes Mikro und ladet euch Audacity runter, eine kostenlose Audio-Software.

Und dann legt einfach mal los. Der erste Podcast ist der schwerste, weil man nicht weiß, wie es sich anhören wird und was die Leute sagen werden.

Mir hat es geholfen, dass ich mir selber gesagt habe, wenn er mir nicht gefällt, dann veröffentliche ich ihn nicht.

Denkt nicht an die Reaktionen oder die Hörer des Podcasts. Versucht ein paar interessante Themen im Pod- oder Videocast einzubauen und konzentriert euch auf ein gewisses Themenspektrum.

Wenn ihr dabei den Spaß in den Vordergrund stellt, dann geht ihr da auch viel lockerer ran.

Was bringt ein Podcast?

Podcasts sind nicht unbedingt zum “Geld verdienen” geeignet. Podcasts und Videocast lassen sich deutlich schlechter monetarisieren als Artikel in einem Blog z.B..

Dafür bieten sie etwas, was Artikel nicht können. Sie geben euch eine Stimme bzw. im Falle eines Videocastes auch ein Gesicht.

Und wer seinen Blog zu einer Referenz in einer bestimmten Branche aufbauen will, der kann durch einen Podcast oder Videocast Bekanntheit erlangen und auch den eigenen Ruf als Experte stärken.

Allerdings sollte man, wenn man halbwegs professionell blogt, auch darauf achten, dass die Qualität stimmt. Das ist bei einem Podcast noch relativ einfach.

Bei einem Videocast ist nicht nur die Technik wichtig, sondern auch das eigene Äußere und der Hintergrund.

Das ist auch einer der Gründe, warum ich einen Podcast gestartet habe. :-) Zudem kann man diesen immer und überall (nebenbei) hören.

Ein Videocast ist da nicht so flexibel und man muss eben aktiv hinschauen.


Leg los

Auch wenn ich nicht von heute auf morgen einen Pod- oder Videocast für meine professionelle Website oder Blog starten würde, so spricht doch nichts dagegen, einfach mal zu testen, wie man sich so macht.

Oft ist man selber überrascht, dass es doch recht gut geht. Ich habe z.B. oft das Problem, dass ich im Gespräch zu schnell rede. Da will mein Hirn einfach schon zum nächsten Fakt. ;-)

Der Podcast ist für mich auch ein gutes Training langsamer sprechen.

Wie auch immer. Der Start eines Podcasts oder Videocasts ist auf jeden Fall eine gute Erfahrungen und man lernt viel dabei. Ob dieser dann lange bestehen bleibt oder nicht, ist fast zweitrangig.

Ich wünsche euch viel Spaß dabei. Demnächst kommt hier noch ein technischer Artikel, indem ich die Entstehung eines Blogprojekt-Podcastes schildere und konkrete Tipps und Erfahrungen zum Podcasten teile.

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6 Kommentare
  1.  
     

    1 Ein Kommentar von Nathanael - HYIP Challenge am 18 Dez, 2009

    Danke Dir für den Beitrag.

    Was mich noch interessieren würde, welche Software man benutzen kann um Podcasts aufzunehmen, wo kann man ihn hochladen. Wie integriert man ihn im eigenen Blog usw. Wäre bestimmt ein weiterer Artikel wert.

    Weil für mich wäre es schon interessant einen Podcast zu machen. Mal schauen was in der Zukunft daraus wird.

     
     
  2.  
     

    2 Ein Kommentar von Wolfgang am 18 Dez, 2009

    Bei einem Video-Cast ist eine gewisse Planung wichtig, es sei denn man ist Medien-Profi.
    Einen Podcast habe ich noch nicht gemacht. Aber ich denke ganz ohne Planung kommt man da sicher auch nicht aus.
    Wichtig bei beiden Formaten ist sicher, einfach mal zu machen.
    Und keine Angst vor einem “Ehhm” oder Vesprechern. Die sind gar nicht so schlim, wie man selbst zu Beginn denkt.
    Und gehören irgendiwe auch dazu.
    Mit dieser Einstellung komme ich mittlerweile mit erheblich weniger Versuchen aus als zu Beginn.

     
     
  3.  
     

    3 Ein Kommentar von Maik am 19 Dez, 2009

    Also ich schau mir immer gerne Screencasts bzw. Video-Tutorials an. Das hat vor allem den Vorteil, dass man technische Dinge viel leichter und genauer erklären kann.

    Beim Podcast ist wiederum der Vorteil, dass man ihn (wie du schon sagtest) immer und überall hören kann.

    Naja… ich werd’s einfach mal testen.

    Audacity kann ich übrigens auch jedem empfehlen ;-)

     
     
  4.  
     

    4 Ein Kommentar von Phil am 20 Dez, 2009

    danke für deinen ausführlichen beitrag. wir spielen schon lang mit dem gedanken mit podcasts zu schalten. viel wissen hat sich angestaut und soll auch möglichst anschaulich raus ins web. größtest problem ist jedoch die nervosität bzw. die angst, das man sich oder seine firma dadurch irgendwie runterzieht. klar, man sollte sich der sache einfach stellen, aber es ist halt wie du beschrieben hast eine sache die man gern vor sich herschiebt, wenn man sich selbst keine deadline setzt.

    aber das hab ich jetzt getan. bald ist neujahr und das ist doch ein guter vorsatz. genug zeit für eine ausführliche planung haben wir.

     
     
  5.  
     

    5 Ein Kommentar von Feuerspucker am 21 Dez, 2009

    Höre mir immer wieder gerne Podcasts an und finde die Idee sehr gut. Was mich auch interessieren würde ist mit welcher Software man einen Podcast aufnimmt. Meistens höre ich mir die Podcasts dann auf dem Weg zur Arbeit – ist schon eine nette Sache.

     
     
  6.  
     

    6 Ein Kommentar von cv writing am 19 Feb, 2010

    Weil für mich wäre es schon interessant einen Podcast zu machen. Mal schauen was in der Zukunft daraus wird.

     
     
  1. 4 Trackbacks
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