30.September 2009
 

WordPress hat einen großen Vorteil. Man kann WordPress mit sehr vielen neuen Funktionalitäten ausstatten.

Das ist über die sogenannten Plugins möglich. Dabei handelt es sich um kleine Code-Schnipsel, die man im Plugin-Archiv von WordPress herunterladen kann.

Dieser 7. Teil der Blog-Start-Serie soll zeigen, welche Plugins zum Start eines neuen Blog sinnvoll sind und auf was man generell bei WordPress-Plugins achten sollte.

Plugins zum Blogstart

Die folgenden 8 Plugins installiere ich sofort, wenn ich einen neuen Blog aufsetze. Sie erweitern WordPress um Funktionen, die meiner Meinung nach elementar wichtig sind für den Erfolg eines neuen Blogs.

  • Akismet
    Hierbei handelt es sich um einen Spam-Schutz. Anhand einer zentralen Datenbank auf dem Akismet Server werden Spam-Kommetare sehr zuverlässig gefiltert. Zusätzlich gibt es Statistiken über das Spam-Aufkommen. Ich bevorzuge dieses Plugin gegenüber Captcha-Lösungen, die doch sehr Leserunfreundlich sind.
  • wpSEO
    Das kostenpflichtige Plugin wpSEO* ist mein Favorit, wenn es um die Suchmaschinenoptimierung von WordPress geht. Alternativ gibt es auch kostenlose SEO-Plugins, wie etwa “All In One SEO”, welche aber vom Funktionsumfang nicht an wpSEO herankommen.
  • Related Posts
    Das WordPress-Plugin “Related Posts” zeigt unter jedem Artikel ähnliche Artikel an. Das ist nicht nur nützlich für Besucher deines Blogs, die dadurch weitere interessante Artikel finden und lesen, sondern es hilft auch bei der Suchmaschinenoptimierung. Interne Verlinkung ist nämlich sehr wichtig.
  • WordPress Database Backup
    Nichts ist schlimmer, als einen Blog und alle Artikel durch eine Server-Crash zu verlieren. Das Plugin “WordPress Database Backup” sichert auf Wunsch manuell die Datenbank, kann aber auch zu vorgegebenen Zeiten (z.B. jeden Montag morgen) die Datenbank sichern und z.B. per Mail an Dich senden.
  • Google XML Sitemaps
    Wie ihr schon seht, ist Suchmaschinenoptimierung von Anfang an wichtig. Mit dem Plugin “Google XML Sitemaps” wird automatisch eine Sitemap erzeugt, die Google und Co. auslesen und dadurch garantiert keinen Artikel verpassen.
  • WP-Permalauts
    Deutsche Blogs haben mit Umlauten in den URLs zu kämpfen. Das Plugin “WP PermaLauts” codiert diese korrekt.
  • Preview Frame
    Preview Frame” erzeugt unterhalb des Eingabefeldes für neue Artikel ein Vorschau-Fenster, welches bei jedem Zwischenspeichern aktualisiert wird. So braucht man nicht mehr die Vorschau in einem separaten Fenster zu öffnen. Bei mir spart dies Zeit und Nerven.
  • Google Analyticator
    Sehr wichtig ist es, gleich von Anfang an genau zu messen, wie viele Besucher man hat. Nur so kann man die Entwicklung des Blogs verfolgen und analysieren. “Google Analyticator” baut automatisch die notwendigen Code-Zeilen in den WordPress-Blog ein und gibt zudem direkt im Blog die Statistiken aus. Wer Google Analytics nicht verwenden will, der kann auch den Statistik-Dienst von WordPress nutzen: “WordPress.com Stats

Dies sind die Plugins, die ich für unbedingt notwendig erachte. Allerdings installieren ich mir noch einige mehr, die aber sicher nicht unbedingt lebensnotwendig sind.

Wo finde ich weitere Plugins?

WordPress PluginsEs gibt tausende von Wordpress-Plugins. Da ist es schwer sich zurecht zu finden.

Ein sortierte Übersicht findet man direkt bei WordPress und Plugin-Directory. Dort finden sich auch Bewertungen und User-Kommentare.

Auf Blogprojekt.de habe ich bereits ein paar Artikel über Plugins veröffentlicht:
10 wichtige WordPress-Plugins für neue Blogs
Die 10 besten SEO-Plugins für WordPress
Die besten Statistik-Plugins für WordPress
5 Plugins um WordPress sicherer zu machen

Weitere Artikel mit der Vorstellung von guten und weniger guten Plugins eines Anwendungsbereiches folgen.

So installiert/aktualisiert man Plugins

WordPress PluginsEs gibt grundsätzlich 2 Möglichkeiten WordPress-Plugins zu installieren.

Bei Methode 1 wählt man einfach im Admin unter dem Menu-Punkt “Plugins” den Punkt “Installieren” aus. Nun kann man dort nach einem Plugin suchen. Hat man es gefunden, klickt man einfach auf installieren.

Um ein Plugin zu aktualisieren kann man unter dem Punkt “Plugins” -> “Verwalten” sehen, ob es Updates gibt. Wenn ja, dann einfach auf “automatisch aktualisieren” klicken.

Ich bin allerdings jemand, der noch den klassischen Weg geht. Ich speichere das Plugin auf meiner Festplatte, entpacke es und lade es dann per FTP-Programm auf meinen Server hoch. Dann aktiviere es ich im Plugin-Menu.

Die WordPress Entwickler haben hier wirklich gute Arbeit geleistet. Das Installieren neuer Plugins ist auch für Einsteiger nun relativ problemlos mit der erstgenannten Methode möglich.

Je nach Plugin muss man dann aber z.B. noch Einstellungen vornehmen. Das steht bei den Plugins aber in der Regel dabei.

Auf was sollte man bei WordPress-Plugins achten?

Man sollte sehr vorsichtig sein. Zum einen was die Anzahl der Plugins angeht, die man installiert. Je mehr es werden, um so langsamer wird auch der Blog. Die meisten Blogger setzen weniger als 10 Plugins ein. Ich sehe das nicht ganz so eng. :-)

Zum anderen sollte man auch genau schauen, dass das Plugin vertrauenswürdig ist. Haben es schon andere User getestet? Wurde es auf einer vertrauenswürdigen Website empfohlen?

Zudem gibt es Plugins, die einfach schlecht programmiert sind und die Datenbank viel zu sehr belasten (z.B. viele Tag-Cloud Plugins).

Man sollte sich also bei jedem Plugin fragen, ob man es wirklich braucht. Und wenn man eines getestet und festgestellt hat, dass man es nicht mehr braucht, dann sollte man es deaktivieren und löschen.

So geht es weiter

Im nächsten Artikel der Blog-Start-Serie geht es dann richtig los.

Wie schreibt man optimale Posts?
Auf was muss man bei der Themenauswahl achten?
Wie schreibt man ideale Texte sowohl für Leser, als auch für Suchmaschinen?

Bis dann.

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16 Kommentare
  1.  
     

    1 Ein Kommentar von Markus am 30 Sep, 2009

    Super Artikel! Besonders das Plugin “Google XML Sitemaps” find ich sehr interessant.

    Danke.

    Viele Grüße
    Markus

     
     
  2.  
     

    2 Ein Kommentar von Wolfgang - ET-Tutorials.de am 30 Sep, 2009

    Ich versuche von Anfang mit so wenig Plugins wie möglich auszukommen, um die Ladezeiten klein zu halten.

    Viele Features sehen zwar chic aus, wenn die User aber 10 s warten müssen, habe ich auch nichts davon.

     
     
  3.  
     

    3 Ein Kommentar von Peter am 30 Sep, 2009

    Nun ja ich habe aktuell 22 Plug Ins am laufen wobei ich keine Probleme mit die Performance habe.Meist liegen Performance Probleme mit den gewählten Hoster zusammen weil es hier durchaus Unterschiede gibt.

     
     
  4.  
     

    4 Ein Kommentar von Thorsten am 30 Sep, 2009

    Gute Zusammenfassung.. nur bei Google Analytics habe ich gezuckt :)
    Ich habe es mittlerweile wieder raus genommen… ist ja sehr umstrittenen. Aber WordPress.com-Stats werde ich mir mal anschauen. Was ich auch nicht kannte ist “Preview Frame”. Wirklich ein super Tipp.
    Was ich persönlich noch wichtig finde ist “Redirection” um u.a. 404er zu verhindern.
    Viele Grüsse
    Thorsten

     
     
  5.  
     

    5 Ein Kommentar von Andreas am 30 Sep, 2009

    Ich benützte anstatt Akismet lieber Anti Spam Bee. Kann ich jedem empfehlen, es lohnt sich auf jeden Fall es einmal aus zu probieren.

     
     
  6.  
     

    6 Ein Kommentar von Markus am 30 Sep, 2009

    Wenn man allerdings über Google Analytics geteilter Meinung ist, muss man das auch bei Akismet. Dort werden die Daten genauso an Server in die USA gesendet und gespeichert. Also ist auch da ein Eintrag in den Datenschutz Erklärungen von nöten. WordPress.com Stats läuft doch auch nach diesem Prinzip, oder? Ansonsten ist die Liste so ok, wobei einiges einfache Codeschnipsel sind und man nicht unbedingt ein Plugin braucht, wie zum Beispiel Related Posts oder WP-Permalauts.

     
     
  7.  
     

    7 Ein Kommentar von Peer am 30 Sep, 2009

    Ja, das Problem mit Akismet und Analytics höre ich immer wieder und ich finde es ein wenig nervend. Diese Panikmache halte ich dann doch für übertrieben. Aber das ist mal wieder Deutschland. Euer Staat überwacht euch viel genauer, als es Akismet oder Analytics machen. ;-)

    Was die Schnipsel angeht, so ging es hier vor allem darum, dass man die Sachen ganz einfach installieren kann. Ohne die Templates oder andere Dateien anfassen zu müssen.

     
     
  8.  
     

    8 Ein Kommentar von bee am 30 Sep, 2009

    Preview Frame ist ja klasse, 1000 Dank, das kannte ich noch gar nicht!

    Schlag statt Askimet doch einfach Anti Spam Bee vor. Das Ding ist genial, läuft bei mir seit nem halben Jahr und hat noch nicht einen Spam durchgelassen!

     
     
  9.  
     

    9 Ein Kommentar von nastorseriessix am 30 Sep, 2009

    Überwachung ist bei Analytics gar nicht mal der Punkt, eher das Analytics nicht wirklich genau ist…

     
     
  10.  
     

    10 Ein Kommentar von Lizzy am 1 Okt, 2009

    Preview Frame kanne ich auch noch nicht. Klingt sehr nützlich. Danke für den Tip. :-)

    Das Umlaute-Plugin kann man sich sparen, wenn man die Dateinamen einfach per Hand verändert. Das dauert normalerweise weniger als 30 Sekunden.

     
     
  11.  
     

    11 Ein Kommentar von Peer am 1 Okt, 2009

    @ nastorseriessix
    Erstens würde mich ja mal interessieren, wie du darauf kommst, dass Analytics ungenau ist.

    Und zweitens kommt es gar nicht so sehr darauf an. Keine Statistik-Software wird ganz genau sein. Das geht gar nicht.

    Analytics hat aber einen großen Vorteil. Dadurch, dass es viele verwenden, ist es sehr gut vergleichbar.

    @ Lizzy
    Ich mache bei der Erstellung eines neuen Post so viel von Hand, da bin ich über jede kleine Hilfe, die mir Arbeit abnimmt, dankbar. :-)

     
     
  12.  
     

    12 Ein Kommentar von Tim am 1 Okt, 2009

    Das Problem mit Akismet sehe ich eigentlich nicht; wenn der Kommentar freigeschaltet wird, ist er doch sowieso öffentlich? … Das Permalauts-Plugin kannte ich übrigens noch nicht, guter Tipp!

     
     
  13.  
     

    13 Ein Kommentar von Frithjof am 4 Okt, 2009

    @ nastorseriessix
    Ich denke mal, dass Google relativ genau ist, auch wenn man die Ergebnisse erst mit Verzoegerung sieht.
    Aber was ist schon genau? Google analytics braucht javascript enabled und verlangsamt die Seite, zaehlt dafuer aber auch Zugriffe richtig, die der Browser gecacht hat (und so nicht im server logfile auftauchen) oder wenn die IP wechselt (durch die Verwendung von persistenten cookies). AWStats dagegen liest die server logfiles, und hat damit auch eine Menge Bot- und Spiderzugriffe drin (daher meist deutlich hoehere Zahlen als Google analytics). Was ist nun “genauer”?
    Ich denke mal, es kommt gar nicht so genau darauf an, es kommt auf den Trend an (z.B. woechentliche Veraenderungen), und das kann man mit beiden Tools sehen. Wer es genau haben will, benutzt dann eben eine Kombination von verschiedenen Statistiken (Google Analytics, Webalizer oder AWStats).

     
     
  14.  
     

    14 Ein Kommentar von eatofid am 5 Okt, 2009

    Ein nettes Favicon geht Blogprojekt noch ab. :-)

     
     
  15.  
     

    15 Ein Kommentar von chris am 5 Okt, 2009

    Sehr gute Hilfestellung für Blogbeginner, die vorgeschlagenen Plugins sind die Grundausstattung und sollte jeder Blogger installieren. Ich benutze iziseo, suche aber noch eine Anleitung um alles genau einzustellen, wer kann hier ezwas Hilfestellung geben?

     
     
  16.  
     

    16 Ein Kommentar von René am 6 Okt, 2009

    Spitzenartikel – der hat mir auch gerade die Augen wieder geöffnet und mich neu motiviert, den Arsch zu bewegen.

    Dieser Artikel macht dein Einstieg in den Pluginwald doch einfacher.

    Danke, Gruß
    René

     
     
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