14.September 2009
 

Früher oder später wird jeder Blogger mal mit negativer Kritik zu tun haben.

Das passiert natürlich meistens in den Kommentaren, hin und wieder auf anderen Sites und manchmal auch persönlich.

Den einen lässt das kalt, den anderen beschäftigt es mehr.

Doch die wichtigste Frage lautet, wie man mit solcher Kritik umgehen soll. Das ist sehr wichtig, um Vertrauen zu schaffen und viele Leser beteiligen sich zwar nicht an der Kritik, schauen aber genau hin, wie der Blogger damit umgeht.

Kritik ist nicht gleich Kritik

Grundsätzlich muss man natürlich erstmal sagen, dass nicht jede Kritik gleich ist.

So ist konstruktive Kritik natürlich etwas positives und ein Blogger sollte sich freuen, wenn die Leser nicht immer nur “Ja” sagen, sondern auch mal angemessen kritisieren.

Allerdings gibt es auch immer wieder Kritik, die unter die Gürtellinie geht oder einfach unbegründet ist. Da ist jemand mit dem falschen Bein aufgestanden oder hat andersweitig Probleme.Und das lässt er dann in den Kommentaren deines Blogs aus.

Bei solch unterschiedlichen Arten von Kritik sollte man natürlich auch unterschiedlich reagieren. Allerdings gibt es auch ein paar grundlegende Dinge, an die ich mich immer halte.

Grundsätzlicher Umgang mit Kritik

Wie schon gesagt, sollte man Kritik erstmal positiv nehmen. Denn man selber ist natürlich nicht perfekt und wenn sich Leser die Zeit nehmen Kritik zu üben, dann zeugt das in der Regel auch davon, dass ihnen der Blog wichtig ist. Sonst würden sie nicht ihre Zeit mit Kommentaren verschwenden.

Ich habe mir hier und natürlich auch auf Selbständig im Netz angewöhnt, auf eine bestimmte Art und Weise mit den Lesern zu kommunizieren.

Und dies ist eine sachliche und immer freundliche Art. Natürlich sage ich meine Meinung und rücke davon auch nicht automatisch ab, wenn Kritik kommt. Aber ich nehme die Kommentare von Lesern sehr ernst und denke deshalb natürlich auch über Kritik nach.

Meine Antworten zeigen dies dann auch und ich bleibe immer sachlich, unabhängig davon, in welcher Form die Kritik gekommen ist.

Das hat insgesamt bisher sehr positiv funktioniert. Von fast 15.000 Kommentaren habe ich nur 2 gelöscht bzw. beschnitten. Und das war noch nicht mal wegen Kritik am Blog.

Wenn man also selber als Blogger einen freundlichen und respektvollen Umgangston wählt, dann spiegelt sich dass meist auch bei den Lesern wieder.

Konstruktive Kritik

Konstruktive Kritik ist natürlich sehr gut. Hier bedanke ich mich bei dem Leser und gehe auf seine angesprochenen Kritikpunkte ein.

Oft habe ich hierdurch schon Verbesserungsideen bekommen.

Gerade wenn man einen Blog professioneller führt, ist es wichtig, hin und wieder inne zu halten und über den eingeschlagenen Weg nachzudenken.

Konstruktive Kritik hat auch schon zu dem ein oder anderen näherer Kontakt geführt.

Don’t feed the Troll

Etwas anders hingegen verhält es sich mit der Kritik von Trollen. Damit bezeichnet man im Netz die User, die einfach nur Ärger machen wollen und ohne wirkliche Basis kritisieren und dabei oft auch persönlich werden.

Sowas hat mich zu Anfang schon ein wenig beschäftigt, auch wenn es sehr selten war. Aber es gibt eben immer wieder mal Zeitgenossen, die online etwas loslassen, was sie dir persönlich nie trauen würden in die Augen zu sagen.

Doch wie geht man mit solchen Troll-Kommentaren um? Einfach löschen?

Das ist nicht zu empfehlen. Erstens bieten Trollkommentare eine hervorragende Möglichkeit, sich von dieser unangemessenen Kritik zu distanzieren.

Natürlich möchte ich manchmal bei solchen Kommentaren am liebsten ein paar Worte rauslassen, die nicht jugendfrei sind. Aber ich atme dann erstmal tief durch und antworte später relativ sachlich. :-)

Sobald man sich auf das Niveau der Trolle begibt, hat man verloren. Genau das wollen diese ja erreichen. Wenn man stattdessen cool bleibt und den Kommentar sachlich und mit Argumenten beantwortet, steht der Troll in der Regel schlecht da.

Allerdings hat es sich in der Vergangenheit auch als wirksam erwiesen, solche Trolle eher links liegen zu lassen. Denn diese wollen vor allem eines und das ist Aufmerksamkeit. Wenn man ihnen diese nicht gibt, dann verlieren die Trolle auch schnell wieder das Interesse.

Oft antworten bei mir auch Stammleser auf solche Kommentare. Dann kann man froh sein, wenn dies ebenfalls ruhige und gut erzogene Zeitgenossen sind. ;-)

Kritik außerhalb der eigenen Site

Etwas schwieriger wird es, wenn die Kritik auf anderen Blogs oder in Foren geübt wird.

Natürlich kann man auch da sachlich reagieren, aber meist lohnt sich das aussitzen. Sehr gut sollte man sich überlegen, ob man rechtliche Schritte einleitet. Manch Unternehmer hat diesen juristischen Reflex, aber die Erfahrung zeigt, dass es meist nach hinten losgeht.

Viel effektiver ist es, wenn man das persönliche Gespräch sucht und den Versuch unternimmt, die zu negativen Inhalte auf normalem Wege zu entfernen und sich persönlich (z.B. Mail oder Telefon) mit dem Kritikschreiber auseinandersetzt.

Aber gerade im Internet geht die Zeit so schnell vorbei, dass es sich oft nicht lohnt, aktiv zu werden. Viele Sachen sind schon eine Woche später wieder vergessen.

Fazit

Folgende Tipps möchte ich euch im Umgang mit angemessener und unangemessener Kritik mit auf den Weg geben:

  • Bleibt cool. Nur nicht selber ausfällig oder persönlich werden.
  • Für konstruktive Kritik solltet ihr euch bedanken und darüber nachdenken.
  • Unangemessene Kritik sachlich behandeln und dem Troll nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken.
  • Selber einen gepflegten Umgangston haben und mit Respekt anderen gegenüber auftreten. Dann gehen auch die meisten Leser so mit deinem Blog um.
  • Löschen von negativen Kommentaren ist in der Regel nicht richtig. Aber es mag Ausnahmen geben.

Ich wünsche euch viel Erfolg und möglichst wenig Trolle.

Konkurrenz-Analyse
Werbung







Ähnliche Einträge:


Feedburner FeedDer Artikel hat Dir gefallen?
Dann abonniere den
"Blogprojekt"-Blog!

Diesen Artikel weiterempfehlen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Infopirat
  • SEOigg
  • Technorati
  • Wikio DE
  • Linkarena
  • TwitThis

18 Kommentare
  1.  
     

    1 Ein Kommentar von Stefan am 14 Sep, 2009

    Auch wenn das Internet sehr schnelllebig ist, gibt es einen Tipp, den man noch geben könnte:

    Erstmal ne Nacht drüber schlafen.

    Gerade bei troll-artiger Kritik lohnt es sich eine Nacht zu schlafen ehe man auf den Kommentar eingeht. Häufig betrachtet man die Sache dann deutlich gelassener und relaxter.


    http://twitter.com/stelten

     
     
  2.  
     

    2 Ein Kommentar von Peter Arndt am 14 Sep, 2009

    “Negativer” Kritik stelle ich mich auch, so wie oben beschrieben.

    Als Ausnahme gelten für mich anonyme Kommentare. Hier erlaube ich mir eine unkommentierte Löschung.

    Viele Grüße aus dem Schwabenland

    Peter Arndt

     
     
  3.  
     

    3 Ein Kommentar von Oli am 14 Sep, 2009

    Hi,

    gerade bei Kritik auf anderen Blogs würde ich mir überlegen, ob man die Situation nicht irgendwie “ausnutzen” könnte.

    Wenn man zum Beispiel auf einen kritischen Post mit einem eigenen reagiert und es so zu einer Dikussion, die Aufmerksamkeit bei anderen Bloggern erzeugt, könnte man vielleicht den ein oder anderen Leser gewinnen.

    Keine Ahnung, ob es wirklich so funktioniert, wie ich mir das denke, aber vorstellbar wäre es.

    MfG Oli

     
     
  4.  
     

    4 Ein Kommentar von nastorseriessix am 14 Sep, 2009

    Einfach nicht auf solche Troll-Kommentare eingehen, ignorieren und gut ist. Das Problem erledigt sich dann mit der Zeit von selbst.

     
     
  5.  
     

    5 Ein Kommentar von Christian - Existenzgründer Projekt am 14 Sep, 2009

    Ich handhabe es jetzt so, dass Kritik, die anonym kommt, einfach gelöscht wird. Habe ja noch einen recht jungen Blog, aber neulich hatte ich so einen Kommentar: Anonym und platt. Generell finde ich Kritik sogar gut und lerne gerne dazu, aber bei platter Kritik ohne Argumente, sträuben sich mir die Nackenhaare.

    Eine Kritik muss doch zumindest immer eine Begründung haben. Wenn ich dann so Kommentare in manchen Blogs lese wie “Was du da schreibst ist einfach nur falsch!”, völlig ohne Begründung, dann kann ich da nur mit dem Kopf schütteln. Also wenn Kritik, dann doch bitte mit Begründung. Und vor allem nicht anonym, denn sonst zeigt es, dass man nicht zu seiner Aussage stehen will.

     
     
  6.  
     

    6 Ein Kommentar von Klarry am 14 Sep, 2009

    Kritik gehört nicht nur in der Bloggerwelt einfach zum Leben dazu. Das Internet macht es nur um einiges einfacher diese zu Äußern. Mir ist aufgefallen, dass diese mit einem sehr passenden Namen versehene Troll-Kritik, leider sehr oft von Anonymen Individuen verfasst wird. Alleine dies zeigt vielen Lesern bereits, dass man solch einen Kommentar nicht ernst nehmen sollte. Generell denke ich kann jeder seine Leser selbst einschätzen und ich bin mir sicher, dass meine Leser über solche Kritik einfach hinweglesen. Zum Glück!

     
     
  7.  
     

    7 Ein Kommentar von Daniela Wagner am 14 Sep, 2009

    JA, das thema SEO ist noch nicht vom Tisch?

     
     
  8.  
     

    8 Ein Kommentar von Julia Stern am 14 Sep, 2009

    Begründete, konstruktive Kritik finde ich immer gut (und ist bei mir willkommen). Manche Blogger haben allerdings auch damit Probleme und veröffentlichen dann Kommentare dieser Art (auch wenn sie nicht anonym sind nicht).

     
     
  9.  
     

    9 Ein Kommentar von Maik am 14 Sep, 2009

    “Eine Kritik muss doch zumindest immer eine Begründung haben.”

    /signed

    Kontruktive Kritik mit Begründungen und eigene Meinungen sind bei mir immer willkommen… das ist oft noch hilfreicher als Feedback. Aber unbegründete Kritik mit Aussagen, die überhaupt nicht passen, finde ich einfach nur sinnlos.

     
     
  10.  
     

    10 Ein Kommentar von eatofid am 15 Sep, 2009

    Kritiken, welche nicht begründet werden, zählen für mich nicht.

    Wenn mir also jemand schreibt “dein Blogthema ist doof”, dann stelle ich dies nicht online, weil eben keine Begründung dabei ist. Solche Commments stufe ich dann natürlich in die Kategorie “dont feed the Troll” ein, aber hey, mein Blog ist Top, da schreibt ja keiner solche Comments. hehe

    Wenn die Kritik jedoch in “respektvoller” Form, samt Begründung geschrieben wird, nehme ich mir die schon mehr zu Herzen.
    Aber wenn ich mir dann die Kinderwebseite vom Kritiker ansehe (meist ist es leider so), dann hat solch eine Kritik wieder kaum Gewichtung in meinen Augen. Außer es geht um`s Design oder die Übersicht oder den Sinn des Projekt`s.

     
     
  11.  
     

    11 Ein Kommentar von Andreas am 15 Sep, 2009

    Es gibt auch Blogbetreiber, die können mit Kritik gar nicht umgehen und nehmen manches sogar persönlich. Da werden dann sogar Beleidigungen von dritten in den Kommentaren ohne weiteres zugelassen. Das damit das ganze Niveau vom Blog abrutscht, ist denen dann nicht mal Bewusst. Ist zum Glück aber eher die Ausnahme.

     
     
  12.  
     

    12 Ein Kommentar von füßling am 15 Sep, 2009

    Meiner Meinung nach ist das Netz und insbesondere die Bloggerwelt ein Abbild der Welt da draußen, weshalb auch die gleichen Regeln im Umgang miteinander gelten. Auch im “wirklichen” Leben läuft doch hier niemand vor Kritik weg, oder? Im Gegenteil: Es wird doch nicht geblogged, um Kommentare wie “Ganz deiner Meinung” zu erhalten. Sowohl konstruktive als auch negative Kritik ist wichtig – es sei denn, sie kommt von Trolls, aber die lassen wir ja sonst auch links liegen.

     
     
  13.  
     

    13 Ein Kommentar von Roger Kaufmann am 19 Sep, 2009

    ja, da kritisiert dich jemand unter der Gürtelline, trotzdem ist das eine Chance und Herausforderung offen zu kommunizieren. Habe das selber auch schon erlebt, war bis jetzt auch nur einmal vorgekommen.

    Herzliche Grüsse

    Roger Kaufmann

     
     
  14.  
     

    14 Ein Kommentar von Karolin am 21 Sep, 2009

    Ordentlich hervorgebrachte Kritik ist durchaus als Anregung zu verstehen, aber wenn es beleidigend wird muss man zurück schießen oder den ganzen Mist einfach ignorieren! Oft wird man auch einfach aus schlechter Laune heraus kritisiert, also sollte man das nicht immer so ernst nehmen.

     
     
  15.  
     

    15 Ein Kommentar von Blacktimes am 21 Sep, 2009

    “Grundsätzlich muss man natürlich erstmal sagen, dass nicht jede Kritik gleich ist. ”

    Genauso schauts aus. Den es gibt KOmmentare, die sind wirklich konstruktiv und helfen dem Blogbetreiber, aber dann gibts auch noch so Kommentar Kritiken, die sind nicht mal mehr SPAM .. die sind so dermassen deppert, dass man sich selber an den Kopf fasst – da Sie nur sinnlos aneinander gereihte Diskreditierende Worte sind – die nicht ma Hand oder Fuss haben!

     
     
  16.  
     

    16 Ein Kommentar von Alex L. am 27 Sep, 2009

    Hi,
    ab und an wird schon ein negativer Kritikpunkt abgesetzt, welcher in jedem Blog auch unterschiedlich behandelt wird. Mal ist es ein Verbesserungsvorschlag, mal tut es nichts zur Sache und es wird einfach irgendwas abgelassen, wobei derjenige auf i-was hofft.

    Leider spielen sich solche negativen Kommentatoren ab und an als “Der Experte” auf und kommentieren, ohne dass man damit dem Blogbesitzer etwas Gutes und Hilfreiches tut. Sowas sehe ich als völlig unnütz. Wenn kritikmässig kommentieren, dann aber bitte sachlich und konstruktiv. So lernt man auch selbst etwas daraus. Alles andere geht gar nicht!

     
     
  17.  
     

    17 Ein Kommentar von Sten am 9 Nov, 2009

    mann sollte es immer mit ein wenig Abstand betrachten und ne nacht drüber zu schlafen ist da nicht die schlechteste Idee (wie Stefan gesagt hat)

     
     
  18.  
     

    18 Ein Kommentar von Larce am 20 Mai, 2010

    Super Artikel! Eine gute Einstellung und Umgangsart die man oftmals nicht zu beginn hat und einen überfordert.

    Hatte am Anfang so meine Bedenken was die Kritiken einiger Internetuser betrifft und es viel mir schwer damit richtig umzugehen. Mit der Zeit bekommt man jedoch mehr selbstvertrauen und die innere Ruhe damit umzugehen.

    Es gibt jedoch immer wieder Anonyme Internetuser die wirklich nichts besseres zu tun haben und es bis zum Letzten ausreizen. Diese versuchen mit allen Mitteln der Konkurrenz zu schaden anstatt sich mal damit zu beschäftigen die eigene Tätigkeit zu fördern.

    Konkurrenz belebt das Geschäft aber leider besteht das Geschäft vieler ausschliesslich darin die Konkkurenz zu vernichten. Schade!

     
     
  1. 5 Trackbacks
  2. Sep 15, 2009: » LINKLOAD vom 15.09.2009 [UPLOAD Blog]
  3. Okt 6, 2009: nützliche Tweets: 21.09.2009 | preisbiene Blog
  4. Jul 6, 2010: 10 Merkmale erfolgreicher Blogs > Blog-Start, Tipps > Merkmale, erfolgreich, Blog, Faktoren, Erfolg

Einen Kommentar schreiben:





Kommentare zu diesem Artikel per RSS Feed verfolgen