Blog Check – Farbwolke.de

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Es wird mal wieder Zeit für einen Blog-Check.

Ich weiß, dass viele von euch darauf warten, aber leider ist die Zeit im Moment recht knapp, so dass ich nicht so viel schreiben kann, wie ich gerne würde. Aber das wird noch. :-)

Heute nehme ich mir den Blog Farbwolke.de vor. Dort bloggen drei kreative Köpfe über Design, Kunst, Fotografie und ähnliches.

Und los geht’s.

Farbwolke.de

Blog-Check Farbwolke.deDer Blog Farbwolke.de macht einen sehr guten ersten Eindruck.

Man sieht eigentlich sofort, dass es in diesem Blog um Design, Kunst und ähnliches gehen muss.

Der Blog wird von drei Autoren betrieben und entsprechend viele Artikel sind bereits erschienen.

  • Blog: Farbwolke.de
  • Blog Thema: Anregung und Inspiration für Designer, Fotografen und Grafiker. Vorstellung von Websites.
  • Blog System: WordPress
  • Betreiber: Martin, Thomas und Nelly
  • PageRank: 4
  • Alexa-Rank: 121.177
  • Seitwert.de-Analyse: 29,43 / 100
  • Online seit: November 2007
  • Artikel: 592 in 36 Hauptkategorien

Der Blog-Check

  • Grundlagen

    Hier werden die Ziele des Blogs und die Strategie analysiert.

    Bei der Frage nach den Zielen hat Martin eigentlich etwas anderes angegeben. Natürlich ist es ein Ziel, Anregungen für Designer und Grafiker zu sammeln und Websites vorzustellen. Das sind allerdings ToDo-Ziele, Aufgaben und eigentlich eine Beschreibung des Inhaltes.

    Die eigentlichen Ziele eines Blogs sollte aber grundsätzlicher sein und sollten genau genommen die Ziele des Bloggers sein. Denn Ziele sind, und ich wiederhole mich da gern, wichtig, um eine geeignete Strategie festlegen zu können und den eigenen Fortschritt und Erfolg messen zu können.

    Ein Ziel könnte also lauten: “Der Nummer 1 Blog für Design-Inspirationen und Website-Vorstellungen zu werden”. Es kann natürlich auch etwas weniger ambitioniertes sein, aber auf jeden Fall ein Ziel, dass messbar ist.

    Die Zielgruppe ist klar definiert. Designer, Grafiker und Fotografen werden angesprochen. Damit hat man eine sehr gute Basis für die Inhaltsplanung, aber auch eine klare Vorgabe für die Marketing-Maßnahmen.

    Ob der Blog etwas einzigartiges hat ist schwer festzustellen, da es in diesem Bereich eine ganze Menge Blogs und Websites gibt. Allerdings muss man sagen, dass der Blog vom optischen Auftreten vieles richtig macht und sich vor der Konkurrenz nicht zu verstecken braucht.

  • Layout und Domain

    Eine halbwegs objektive Analyse des Layouts und der Domain

    Blog-Check LayoutDas Layout erachte ich für recht gelungen. Der erste Eindruck ist positiv und man wird optimal auf die Inhalte eingestimmt.

    Die Domain Farbwolke.de finde ich sehr passend, auch wenn diese nun keine wichtigen Keywords enthält. Als Namen für den Blog passt “Farbwolke” aber auch jeden Fall.

    Das Layout ist individuell und wirkt auch professionell. Allerdings denke ich, dass man in der rechten Spalte doch ein wenig Platz verschwendet, auch wenn die Grafik dort wirklich gut aussieht und eine passende Stimmung erzeugt.

    Das zweispaltige Layout gibt insgesamt wenig Anlass zur Kritik. Natürlich sind Blog-Layouts immer auch eine Geschmackssache, aber ich finde es gut so. Ich würde mir höchsten nochmal die recht Spalte vornehmen und die dort vorhandenen Links noch etwas designmäßiger anordnen. So ist es doch viel, viel Text untereinander weg.

    Und auch im Hintergrund wäre es evtl. schön, noch ein wenig Effekte einzubauen und z.B. ein Wasserzeichen immer mal wieder durchschimmern zu lassen oder so.

    Das Logo selber ist für so eine Seite evtl. ein wenig Konservativ. Da würde etwas künstlerisches vielleicht besser ankommen und den Charakter des Blogs besser unterstützen.

  • Inhalt

    Über was schreibt der Blog? Passt dies zur Zielgruppe? Wie oft erscheinen neue Artikel?

    Blog-Check VideoDie Inhalte des Blogs passen sehr gut zur Zielgruppendefinition.

    Es werden vor allem Design-Inspirationen und Portfolios aufgelistet, und auch Künstler vorgestellt.

    Grafiker, Designer und Fotografen finden hier täglich interessante Links, Bilder und Videos.

    Gerade der Einsatz von Videos ist wichtig, da Video mittlerweile sehr gut ankommt und sich viel Dinge per Video auch sehr gut darstellen lassen.

    Die Top-Artikel in der rechten Spalte aufzulisten ist eine gute Idee. Und auch der Location Scout ist mal was anderes.

    Die angebotenen Downloads (Themes und Texturen) sind nette Zugaben für neue Leser.

    Allerdings sollte man mal die Links unter dem Punkt “Farbwolke Links” aktualisieren. Da ist der letzte Eintrag vom 2.1.2009, obwohl es viel aktuellere Link-Artikel gibt.

    Es fehlt dem Blog so ein wenig an wirklich herausragenden Artikeln, die viel verlinkt werden. Hin und wieder werden mal Artikel der Art “Die 10 besten …” veröffentlicht, aber eben zu selten.

    Hin und wieder gibt es Interviews, was den Inhalt sehr gut auflockert und bereichert.

    Die Nutzung der H1-H6 Tags ist dagegen nicht gut. Wie bei vielen WordPress-Themes werden diese, eigentlich für den Text gedachten, Überschriften-Tags im Template selber genutzt. Der H1-Tag z.B. bei dem Blognamen und der H3-Tag bei de Kommentaren.

    Zudem taucht der H2-Tag diverse male in der Sidebar auf. Wenn ihr euch mit Template-Gestaltung auskennt, würde ich das ändern und die H1-H6 Tags wirklich im Text selber verwenden.

    Die Headlines sind auch suboptimal. Darin kommen in der Regel keine Keywords vor, sondern die Eigennamen der vorgestellten Grafiker etc.

    Das hilft auch nicht bei der Suchmaschinenoptimierung (siehe unten).

  • Technik

    Wie aktuell ist die Software und wie schnell lädt der Blog?

    Als Blog-Software ist WordPress im Einsatz und da kann nicht so viel schiefgehen.

    Der Blog lädt schnell, hat aber zu viele (X)HTML Fehler. Das Problem solle man auf jeden Fall angehen.

    Durch die vielen Kategorien wäre es zudem sinnvoll, RSS-Feeds für die einzelnen Kategorien anzubieten, wenn man z.B. nur die Videos möchte. Aber das geht schon in den Bereich Usability mit rein.

    Ein großes Problem des Blogs stellt die unterschiedliche technische Qualität der Homepage und der einzelnen Artikelseiten dar. Aber dazu mehr beim Thema SEO.

    Der Blog setzt auch kein Google Analytics ein, was aber in meinen Augen das einzig wirklich verlässliche und vor allem vergleichbare Analytics-Tool ist.

  • Usability

    Wie gut ist der Blog für die Zielgruppe nutzbar?

    Auch wenn das Layout insgesamt sehr gut rüberkommt und die Technik grundsätzlich passt, gibt es in meinen Augen viel Potential im Bereich Usability.

    Ich denke z.B., dass es in der Übersicht auf der Startseite zu viele Artikel sind. Da werden 15 Artikel untereinander aufgelistet und die sind noch nicht mal gekürzt. Da verliert man schnell der Überblick.

    5-7Artikel untereinander wäre deutlich angenehmer zu überschauen.

    Es fehlt eine Suchfunktion. Zumindest habe ich diese nicht gefunden. Bei so vielen Artikeln ist das aber unverzichtbar.

    Die rechte Spalte wirkt etwas überladen, da sollte etwas Struktur rein. Zudem fehlen mir da die letzten Kommentare. Dafür können die letzten Trackbacks da raus.

    Die 4 Links ganz oben sind etwas schlecht zu lesen, da es ein Orange-Ton auf einem ähnlichen Orange-Ton ist.

    Die Kategorien sind etwas weit unten versteckt und sollten zumindest oben verlinkt sein.

    Gut finde ich die Vorstellung der Autoren. Das bringt Persönlichkeit in den Blog.

    Blog-Check usabilitySchlecht ist dagegen der Link “Farbigkeit” benannt. Darunter kann sich keiner etwas vorstellen. Dort gibt es eine Auflistung der vorgestellten Websites nach Farben. An sich eine super Idee, aber eben in meinen Augen nicht optimal verlinkt.

    Die Auflistung der Tweets in der rechten Spalte ist schlecht lesbar.

    Die einzelnen Angaben zu vorgestellten Websites (Name, Herkunftsland etc.) ist dagegen gut gelungen.

  • Suchmaschinenoptimierung

    Wie gut ist der Blog für Google und Co. optimiert

    Jetzt kommen wir zur wichtigsten Rubrik, zumindest dann, wenn man sich als Blogger fragt, warum nicht mehr Besucher zu einem finden.

    Während es auf der Startseite noch gut aussieht, die Meta-Angaben da sind und der Titel passt, sieht das auf den einzelnen Artikel-Seiten nicht gut aus.

    Der Blog verwendet das SEO-Plugin “izioSEO”, mit dem ich selber noch nicht gearbeitet habe. Deshalb weiß ich nicht, ob es eine Einstellungssache ist oder das Plugin nicht funktioniert.

    Auf jeden Fall tauchen auf den Artikelseiten keine Meta-Angaben auf. Weder die Keywords, noch die wichtigere Description.

    Erschwerend kommen zwei weitere Faktoren dazu. Zum einem sind die Headlines immer sehr kurz und enthalten sehr oft keine Keywords. Da die Headline auch gleich als Title verwendet wird, ist dieser dann auch nicht optimal.

    Zudem könnte man auch noch die Kategorie in den Titel übernehmen und vielleicht sogar die Tags, die ja eingegeben wurden, aber eben nicht für die Meta-Keywords genutzt werden.

    Zudem werden Bilder nicht mit aussagekräftigen Alt-Tags bestückt. Ebenfalls eine verpasste Gelegenheit.

    Und wichtig ist auch der Punkt Text. Bei den meisten Artikeln gibt es zu wenig Text. Da werden 2-3 Zeilen zu irgendwelchen Videos oder Portfolio-Links geschrieben. Das ist zu wenig.

    Google braucht Text mit Keywords, damit es den jeweiligen Artikel analysieren und einordnen kann. Ansonsten weiß Google nicht wirklich worum es geht und kann die Artikel nicht wirklich hoch im Ranking anzeigen.

    Im Bereich SEO gibt es also viel zu tun.

  • Vermarktung

    Nutzt der Blog das Social Web oder andere Vermarktungsinstrumente?

    Der Blog hat das Problem, dass es nicht so richtig eine Social News Site für Design und Kunst in Deutschland gibt.

    Alternativ sollte man intensiv Yigg und ähnliche allgemeine Social News Sites nutzen und auch Hype würde teilweise passen, da es ja unter anderem um Design geht.

    Die RSS-Leserschaft ist mit rund 500 Abonnenten Okay. Evtl. sollte man den RSS-Link etwas deutlicher machen.

    Was vielleicht auch Aufmerksamkeit erregen würde, wäre ein Designwettbewerb oder mehr Umfragen unter den Lesern. Einfach mehr Interaktion und Einbindung der Leser. Treue Leser verlinken und empfehlen weiter.

    Dass der Blog im DMOZ und auch in der Wikipedia zu finden ist, ist natürlich positiv.

  • Monetarisierung

    Wie gut ist der Blog in Hinsicht auf das Geld verdienen optimiert.

    Da Geld verdienen für den Blog nicht wichtig ist, gehe ich auf die Monetarisierung nicht weiter ein.

Tipps

Die folgenden Dinge erachte ich für sehr wichtig und sollten angegangen werden.

  1. Die Funktion des SEO-Plugins richtig nutzen oder auf ein anderes Plugin, z.B. wpSEO * umsteigen. Die Unterseiten brauchen gute Titel und Meta-Tags.
  2. Mehr schreiben. Selbst bei einfach Links und Videos sollte man mehr schreiben. Ohne Text, kein Google.
  3. Die Usability sollte verbessert werden und man sollte sich vor allem die rechte Spalte vornehmen. Ein Relaunch ist natürlich nicht notwendig, aber Anpassungen im Detail helfen sicher weiter.
  4. Die (X)HTML Fehler sollte man sich anschauen und zumindest die wichtigsten beheben.
  5. Die Inhalte sollten interaktiver werden. Umfragen/Abstimmungen sind empfehlenswert und vielleicht auch mal ein Gewinnspiel.

Fazit

Ein schöner Blog, der in ein paar Bereichen allerdings noch viel Optimierungspotential bietet.

Wenn die Blog-Autoren vor allem die SEO-Probleme in den Griff bekommen, sollte der Blog einiges mehr an Lesern gewinnen.

Auch wenn es vielleicht manch einen künstlerisch orientierten Blogger nervt, aber die Grundregeln für SEO sollten beachtet werden., da man sonst viele Besucher-Potential verschenkt.

Eure Meinung

Und nun ist wieder eure Meinung gefragt. Hat euch die Analyse gefallen? Was seht ihr anders?


Kommentare

  1. 1

    meint

    Schöner Blog und gutes Review, finde ich.
    In Sachen SEO habe ich aber ne andere Meinung: weder keywords noch description bringen was. In den Google Ergebnissen finde ich es sogar hilfreicher, wenn das Snippet einen konkreten Textausschnit anzeigt, in dem das keyword auftaucht. Aber das wird nur dann eingeblendet, wenn die description nicht gesetzt ist. Ich würde daher empfehlen: beides weglassen.

    Warum glaubst Du, dass der Blog mehr Leser will? Besser ein paar gute Leser, als viele, die oberflächliches Gedümpel suchen.

    In einem gebe ich dir aber 100% recht: längere und fundiertere Artikel wären gut. Für die Leser und die Sumas
    Gruß, Martin

  2. 2

    meint

    @ Mißfeldt
    Das mit dem Schnippet sehe ich genau anders. Meist wird dort der Einleitungstext verwendet und der ist nicht optimal. Dann gebe ich lieber einen separaten und optimierten Text für die Description ein.

    Die Keywords schaden auch nicht. :-)

    Alle Blogs, die ich hier checke, haben sich dafür extra angemeldet und waren damit einverstanden, dass ich alle Aspekte prüfe. Wenn ein Blog allerdings nicht mehr Leser will, dann kann er den Teil des Reviews ignorieren. ;-)

    Ja, mehr Text wäre nicht nur für Sumas gut, sondern eben auch für die Leser.

  3. 3

    meint

    Ich finde es optisch gelungene! Das Logo und das Layout, die Farbwahl und die Domain harmonieren sehr gut und ergänzen sich perfekt. =)
    Was ich noch vermisse ist eine Fußzeile mit weiteren Informationen.

  4. 5

    meint

    Prima das hier wieder einen Blog Check ist und dann noch von einem interessanten Blog.
    Ich find es etwas schade das sich das rein optische von Farbwolke.de nur auf den Header konzentriert. Ein fließender Übergang bis zum Footer würde bestimmt gut aussehen. Die Sidebar ist mir persönlich auch zu breit.
    Das Seo Plugin izioseo ist wirklich brauchbar (ich nutze es auch) aber es hat ein großes Manko: Es ist keine Dokumentation vorhanden (ich erstelle deswegen gerade eine), so bleiben einige gute Funktionen ungenutzt.
    Schönes Wochenende,
    Andreas

  5. 6

    meint

    Es kommen jetzt wieder öfter Block-Checks, versprochen. :-)

    Das Plugin scheint also Okay zu sein, nur die Einstellungen wohl nicht ganz. Ich bin gespannt auf deine Doku und verlinke diese auch gern mal.

  6. 7

    meint

    Freue mich auch auf die Doku des Plugins.

    Danke für eure Kommentare. Werde mal schauen ob ich die Tage ein paar Sidebar – Elemente evtl. in einen Footer umbaue.

  7. 10

    meint

    Die Blogchecks finde ich immer sehr interessant, vor allem, um zu sehen, worauf man alles achten kann. Danke dafür!

    Allerdings hat mich ein Satz doch etwas geschockt:
    “Der Blog setzt auch kein Google Analytics ein, was aber in meinen Augen das einzig wirklich verlässliche und vor allem vergleichbare Analytics-Tool ist.”

    Klar, aus Gründen der Messbarkeit mag (!) es ein gutes Tool sein. Aber angesichts der Nutzungsbedingungen darf es meiner Meinung nach gar nicht uneingeschränkt empfohlen werden, geschweige denn als Quasi-Muss hingestellt werden.

    Und ob das so objektiv ist? Mein Firefox-Addon “NoScript” blockiert auch Google Analytics – somit werden alle, die das wie ich nutzen, schon einmal nicht mitgezählt.

  8. 11

    meint

    Kein Analytics-Tool ist perfekt. Und so ein Blocker schließt auch eine Menge anderer Analyse-Scripts aus.

    Ich mag Google Analytics sehr und nutze es intensiv. Bzgl. der angesprochenen Nutzungsbedingungen so sehe ich das relativ gelassen. Wenn es danach ginge, dürfe man fast keinen Online-Dienst mehr verwenden.

    Ich sehe Monopolisten wie Google und Microsoft durchaus kritisch, halte aber von diesem “Google und MS ist böse”-Gerede nicht viel.

    Am Ende muss es aber jeder für sich entscheiden. Wer aber irgendein Analytics-Tool einsetzt, was nur ein Bruchteil der Website- und Blogbetreiber nutzt, der muss sich nicht wundern, wenn Außenstehende die Angaben anzweifeln.

  9. 12

    meint

    Ich habe mich bisher auch immer in Sidebar oder Nebenblöcken an h2/h3 gehalten, bin aber durch Deine Anmerkung mal wieder ins Nachdenken gekommen.

    Was sind denn die Argumente gegen h2/h3 in den Sidebar-Überschriften?
    So wie ich Dich verstehe, die Tatsache, dass damit Aufmerksamkeit von den Text-Überschriften abgezogen wird. Also, salopp übersetzt, im Content spielt die Musik, alles andere ist Beiwerk für den Leser, damit dieser sich zurechtfindet. Sollte gegenüber Google also eher “abgewiegelt” werden, zumal die Navigation eh auf jeder Seitensicht wiederholt wird. Aber ist das wirklich richtig so? Eine gute interne Verlinkung dient ja nicht nur dem Leser, sondern wird auch von Google honoriert. Und zu dieser Verlinkung gehören die Überschriften nun mal dazu.

    Und was spricht für h2/h3 in den Sidebar-Überschriften?
    Am wichtigsten finde ich, mit weitem Abstand, die Semantik. Da beißt doch die Maus keinen Faden ab: Auch Sidebar-Überschriften sind Überschriften. Sie gliedern und fassen den nachfolgenden Inhalt zusammen. Damit sollten sie auch als solche ausgezeichnet werden, eben mit h-Tags.
    Letztlich dient die semantische Auszeichnung doch dazu, eine Website sinnvoll zu gliedern und nach Inhaltsarten auszuzeichnen, sodass sie auch ohne Styling, also nackt, pur und netto, für den Leser leicht erfassbar ist. Ich teste eine Lösung gerne mal an einer nackten HTML-Seite. Und da hat Deine Lösung hier, die Sidebar-Überschriften einfach nur zu verstärken (aber bitte mit strong, nicht bold ;-)!), durchaus ihren Charme. Wenn da nur nicht die nagende Stimme wäre, dass das doch auch Überschriften im semantischen Sinne sind …

    Auch die Verwendung von h1 und h2 für den Blognamen wird ja immer wieder diskutiert. Eine oft genannte (best practice?) Lösung ist, auf der Startseite den Blognamen als h1 zu setzen und die Überschriften der Artikel als h2, auf den einzelnen Artikelseiten dann die Überschrift h1 und den Blognamen … ja was eigentlich: h2 oder “gar nichts”, also div/span?
    Viele hingegen setzen den Blognamen gar nicht in h-Tags. Diese Lösung wirkt zwar auf den ersten Blick konsequent, da auf allen Seiten durchgängig so zu handhaben, steht aber dann doch in argem Widerspruch zu einem in der gestylten Sicht durchaus auffälligen und bisweilen großen Logo. Was bedeutet denn ein h1/h2 im Grunde anderes als “Hallo, ich bin wichtig!”? Sollten nicht alle Leser gleich behandelt werden? Die “normalen” und die, die aus technischen oder anderen Gründen die ungestylte Version lesen? Wenn man Semantik als Usability für Nutzer ungestylter Inhalte versteht, gehört der Blogname schon auch in h-Tags.

  10. 13

    meint

    Sehr interessant fand ich deine Analyse bezüglich des SEO. Werde das mal bei meinem Blog gegechecken. Denke da kann ich bei mir auch noch ein bisschen optimieren.

  11. 14

    meint

    “Und zu dieser Verlinkung gehören die Überschriften nun mal dazu.”
    Da sehe ich nun nicht wirklich einen Grund.

    H1-H6 sind grundsätzlich zur Textauszeichnung da und sollten auch so eingesetzt werden. Damit gibt man nicht nur den Lesern eine logische Text-Struktur, sondern eben auch dem Google-Bot.

    Nun wird das H2/H3 in der Sidebar nicht unbedingt zu Abstrafungen bei Google führen, aber es ist schon ein Missbrauch.

    Und zur Formatierung von Links in der Sidebar braucht man keine H-Tags.

    Und ganz ehrlich, wie viele Leute verzichten denn auf den Style und sehen sich eine Site “nackt” an. Ich kümmere mich auch nicht um die 7 Leute, die noch mit Netscape 3 unterwegs sind. :-)

    Aus meinen eigenen Erfahrungen und vielen Websites kann ich die Verwendung der H-Tags für den Text nur empfehlen. Beweisen kann ich es hier aber auch nicht. :-)

  12. 15

    meint

    Wirklich gelungene Webseite. Ich finde Farbwolke strahlt sehr viel harmonie aus. Glückwunsch zum gelungenen Design.

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