Bilder sagen mehr als tausend Worte.
Das gilt auch im Internet und deshalb lohnt es sich, Bilder und Fotos im eigenen Blog oder der eigenen Website einzubauen.
Allerdings sehe ich immer wieder die selben Fehler beim Einbau der Bilder. Diese entstehen unter anderem durch Unwissenheit und durch das Fehlen geeigneter Bildbearbeitungstools.
Nicht jeder hat Photoshop zu Hause auf dem Rechner und für viele wäre so ein Profitool auch zu kompliziert.
Mit den folgenden kostenlosen Online-Tools kann man seine Bild einfach und kostenlos bearbeiten und optimieren.
Warum sollte man Bilder bearbeiten?
Diese Frage scheinen viele Blog- und Website-Betreiber zu umgehen. Schließlich zeigt doch die Suche in der Google Bildersuche recht deutlich, dass es eine Menge Websites, aber auch Blogs gibt, in denen Bilder mit mehrere Megabytes eingebaut wurden.
Die Anzeigegröße wurde zwar im IMG-Tag verkleinert, aber dahinter liegt immer noch das große Bild. Manche denken eben auch, dass mit der Einstellung von “width” und “height” im IMG-Tag, auch automatisch die Bildgröße verringert wird. Dem ist nicht so.
Das Ergebnis sind ewige Ladezeiten und oft auch nicht besonders gute Bilder, da der Browser selbst die Bilder für die Anzeige herunter skaliert.
Zudem kann man aus normalen Bilder durch eine Nachbearbeitung noch einiges herausholen. Sei es, um sie etwas schärfer zu machen, einen Rahmen oder einen Schatten hinzuzufügen oder sonst irgendeine Bearbeitung des Bildes vorzunehmen.
Im folgenden findet ihr eine Reihe von Online-Tools, mit denen ihr eure Fotos und Bilder online bearbeiten und/oder optimieren könnt.
Die besten Services für die Online-Bearbeitung von Bildern und Fotos
Bild-Bearbeitung
Photoshop Express
Die Online-Version von Photoshop bietet sehr viele Funktionen der Offline-Variante.
So kann man Bilder in Bibliotheken verwalten, die Bilder natürlich mit diversen Werkzeugen bearbeiten und auch lustige Dinge wie Cliparts, Sprechblasen und andere Deko-Elemente einbauen.

Insgesamt fühlt sich diese Online-Variante schon sehr gut an und für den normalen User ist der Funktionsumfang sicher ausreichend und gut.
Pixlr
Noch etwas stärker nach Offline-Tool sieht pixlr.com aus. Da denkt man wirklich, dass man Photoshop vor sich hat. Angefangen bei der Werkzeug-Leiste bis hin zum Fenster-Look.

Der Funktionsumfang ist beeindruckend und es gibt Pixlr.com auch in deutscher Sprache.
Für alle, die sich schon etwas besser mit Photoshop oder anderen professionellen Bildbearbeitungsprogrammen auskennen, ist Pixlr.com sicher einen Blick wert.
Es gibt von den selben Machern auch noch “Pixlr Express“. Dabei handelt es sich um eine sehr einfache Variante der Bildbearbeitung, die auch für Einsteiger sehr gut funktioniert.
Splashup
Ebenfalls sehr stark an Photoshop angelehnt ist das Online-Bildbearbeitungs-Tool Splashup.
Auch hier erinnert die Weboberfläche an Photoshop, nur dass die Funktionen nicht so umfangreich sind, wie etwas bei Pixlr.

Ebenen und viele Filter und Bearbeitungsfunktionen werden aber dennoch unterstützt und machen aus Splashup auf jeden Fall ein interessantes Tool. Durch die etwas andere Optik findet es sicher auch seine Nutzer.
Schön ist die Speicherfunktion, bei der man ein Bild ggf. gleich auf einen Bild-Dienst für z.B. Flickr hochladen kann.
Fotoflexer
Ein, meiner Meinung nach, etwas gewöhnungsbedürftiges Interface bietet Fotoflexer.com.
Hat man sich daran aber erstmal gewöhnt, bietet dieses Online-Tool eine Vielzahl an Bearbeitungswerkzeugen, Filtern, Effekten und mehr.

Auch hier fehlt die Anbindung an Fotodienste und Social Networks nicht.
Eine Reihe von Videos zeigen die Hauptfunktionen von Fotoflexer.
Phoenix
Einen sehr guten Eindruck hinterlässt auch Phoenix von Aviary.com.
Viele Werkzeuge und Filter, Import und Export zu Bilderdiensten und natürlich auch Ebenenverwaltung machen Phoenix zu einem sehr leistungsfähigen Online-Bildbearbeitungs-Werkzeug.

Zudem finden sich auf der Website viele Tutorials und mehrere weitere Tools, die ebenfalls sehr spannend aussehen, sich aber eher an den fortgeschrittenen User richten.
Pixenate.com
Ein recht einfaches, dafür aber auch problemlos zu verwendendes Bildbearbeitungs-Tool ist Pixenate.
Damit kann man die grundlegenden Bearbeitungen eines Bildes vornehmen: Beschneiden, Drehen, Spiegeln, Verkleinern, Schärfen und ähnliches.

Der ein oder andere nette Effekt ist aber auch dabei. So kann man z.B. rote Augen entfernen und Zähne weiß machen.
Für die schnelle Bildbarbeitung zwischendurch eignet sich Pixenate seht gut.
Bild-Optimierung
Dynamic Image Optimizer
Der “Dynamic Image Optimizer” verarbeitet GIF, JPG, and PNG Bilder.
Man lädt einfach ein Bild von der Festplatte hoch oder gibt die URL eines Bildes an. Dann beginnt das Onlinetool zu arbeiten.

Als Ergebnis wird das Bild in verschiedenen Optimierungsstufen angezeigt und man kann so sehr gut sehen, mit welcher Kompressionsstufe es noch gut aussieht. Und das Bild lädt man sich dann einfach herunter. Das Tool zeigt neben jedem optimierten Bild an, wie viel Prozent der Dateigröße eingespart wurde.
Die Bilder dürfen beim Hochladen maximal 300 KB groß sein. Daher eignet sich das Tool nicht dafür, Fotos direkt aus der Kamera hiermit zu optimieren.
Smush.it
Smush.it kann auf verschiedene Art und Weise genutzt werden. Man kann direkt auf der Website Bilder hochladen und optimieren lassen. Man kann aber auch ein Bookmarklet nutzen oder gleich ein Firefox-Addon herunterladen.

Einzige Aufgabe von Smush.it ist es, Bilder kleiner zu machen. So kann man man doch einiges sparen, auch wenn 7,5 KB z.B. im ersten Moment nicht viel klingen. Aber das sind immerhin 25% meines Testbildes und wenn man insgesamt bei allen Bildern so viel sparen könnte, dann würde das die Trafficlast schon deutlich senken.
mypictr
Dieses Online-Tool richtet sich vor allem an die Nutzer von Social Networks. Dort gibt es in der Regel bestimmte Größenanforderungen für Profil-Bilder.

Man lädt auch hier das gewünschte Foto hoch und wählt dann das Netzwerk aus. Man kann aber auch selber die gewünschte Größe angeben und das Foto so einpassen, wie man das möchte.
Am Ende kann man dann die in der Größe angepasste Version herunterladen.
Fazit
Man sollte sich die Zeit nehmen und seine Bilder optimieren und so bearbeiten, dass die Blogleser davon positiv beeinflusst werden.
Wo genau man gute Bilder für seinen Blog herbekommt, erfahrt ihr im Artikel “5 Quellen für Blog-Fotos“.
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1 Ein Kommentar von detektei-pool am 9 Jun, 2009
Danke für die schöne Auswahl
Ich habe mir die Online Klone von PS angeschaut, überzeugt hat mich nur der von Pixlr.com kommt dem original schon sehr nahe.
Schade das der keine Hilfslinien hat.
2 Ein Kommentar von Ulrike Langer am 9 Jun, 2009
Ohne die Tools jetzt schon getestet zu haben – danke! Eine solche Aufstellung habe ich schon länger vermisst.
3 Ein Kommentar von april am 9 Jun, 2009
Und dann gibts da noch PhotoScape, sehr beliebt bei Bloggern, weil man damit nicht nur einfache Bildbearbeitungsaufgaben durchführen, sondern auch Mosaike und Collgen ganz einfach und schnell herstellen kann.
4 Ein Kommentar von Peer am 9 Jun, 2009
Ja, das stimmt.
Zu empfehlenswerten Offline-Tools kommt auch bald noch ein Artikel.
5 Ein Kommentar von Beobachter am 9 Jun, 2009
Für “schnelle” Sachen unterwegs kann ich auch SUMO Paint http://www.sumopaint.com/ empfehlen.
Ist ebenfalls sehr stark an Photoshop angelehnt.
6 Ein Kommentar von JPanther am 9 Jun, 2009
Ich mach das immer mit einer portablen Version von Paint.NET =)
7 Ein Kommentar von Peter am 10 Jun, 2009
Super, danke für die Aufstellung.
Kann ich gut gebrauchen, muss nur noch den richtigen für mich ausloten.
8 Ein Kommentar von Kristof am 10 Jun, 2009
Wurde gerade durch @eisy auf diese sehr ausführliche Auflistung aufmerksam gemacht. Vielen Dank für die Mühe. Gerade für unterwegs sind die Online-Tools sicherlich ganz brauchbar. Photoshop auf dem Netbook ist nämlich nicht unbedingt das Wahre
Werde die Seite gleich mal bookmarken!
9 Ein Kommentar von Daniel am 10 Jun, 2009
Wie bearbeite ich denn am besten Bilder, die ich ins Blog einbette, die nicht so gut zum Hintergrund meiner Seite passen? Sowas wie ein weicherer Übergang wäre interessant
10 Ein Kommentar von Tobias Fox am 23 Jun, 2010
Einige von denen kannte ich schon – smush.it war mir neu. Danke für die Auflistung.
@Daniel(9): Denke bei dem ein oder anderen Tool musst Du Abstriche machen. Wenn Du was mit weichen Übergängen suchst, glaube ich dass Adobe Photoshop Express bzw. der Adobe Online Editor das abbildet.
http://www.photoshop.com/ rechts unten mal klicken (Account musst dafür leider registrieren)
Viele Grüße,
Tobias
11 Ein Kommentar von CleverClogs am 3 Sep, 2010
Danke für deine schnelle Reaktion auf meine Frage hin, bin gespannt, was du zu den offlineprogs schreibst. Wann kommt der Artikel raus?
12 Ein Kommentar von Kenny am 6 Sep, 2010
Also wer seine Bilder komprimieren möchte, kann auch Irfan View nehmen. Dort kann man Bilder um mehr als die Hälfte komprimieren bei akzeptablen Qualitätsverlust.
13 Ein Kommentar von Peer Wandiger am 6 Sep, 2010
Der Artikel kommt sicher in den nächsten Wochen. Bis dahin brauche ich aber erstmal wieder Internet.
14 Ein Kommentar von luce5 am 21 Jan, 2012
für sachen im retrostil: http://retro-generator.com