14 SEO-Fehler, die man im eigenen Blog vermeiden sollte

Marcus EvansWerbung

Ohne Suchmaschinenoptimierung kommt heute kaum noch ein neuer Blog sehr weit in Google.

Dabei rede ich nicht von irgendwelchen fragwürdigen Methoden, sondern von Optimierungen, die selbst Suchmaschinen wie Google empfehlen.

Doch immer wieder werden auch Optimierungs-Fehler begangen, die dafür sorgen, dass es in Google eben nicht aufwärts geht oder von heute auf morgen nach unten geht.

Im Folgenden findet ihr 14 SEO-Fehler die man vermeiden sollte.

SEO-Fehler

Die folgend aufgeführten SEO-Fehler habe ich in meiner Arbeit schon mehr oder weniger häufig gesehen bzw. selbst am eigenen Leib durchgemacht.

Diese Liste ist sicher nicht abschließend, zeigt aber viele der häufigsten Fehler auf. Einige Punkte werden vielleicht auch für Diskussionen sorgen, da manches in der SEO-Szene auch nicht ganz unumstritten ist.

Ich freue mich auf eure Meinung.

Zu hohe Keyword-Dichte

Es gibt “Experten”, die hauen in ihre Texte an jeder dritten Stelle das Keyword, unter dem diese Seite bei Google möglichst vorn gefunden werden soll. Allerdings ist Google ja nicht doof und merkt recht einfach, wenn Keyword-Stuffing stattfindet.

Davon abgesehen ist es auch für die Leser der Seite sehr unangenehm, wenn das Keyword zu häufig auftritt. SEO-Experten sind sich zwar nicht einig, wie groß der Anteil genau sein sollte, aber ich fahre mit 5-7% ganz gut.

Mit dem Keyword-Dichte-Tool von Sistrix.de könnt ihr ganz einfach die Keyword-Dichte einer Seite ermitteln.

Zu niedrige Keyword-Dichte

Es gibt aber auch Texte, da taucht der maßgebliche Suchbegriff nur einmal auf. Das ist natürlich zu wenig.

Google ist eine Maschine und die verwendet verschiedene Auswertungsmethoden um festzustellen, worum es in einer Seite hauptsächlich geht.

Die vorkommenden Wörter sind zwar nicht mehr so entscheidend wie vor ein paar Jahren, aber natürlich hilft es, wenn das entscheidende Keyword ein paar mal vorkommt.

Da sollte man ruhig auch mal die Regeln vergessen, die man in der Schule gelernt hat und immer wieder den selben Begriff in den Text einbauen.

Keine Sitemap

Eine Sitemap hilft Google sehr dabei, wirklich alle Seiten eines Internet-Auftrittes zu erfassen.

Da gibt es z.B. für WordPress auch Plugins, die das erledigen. Die kommende Version WordPress 2.8 soll das aber wohl schon automatisch mit an Bord haben.

keine sprechenden URLs

Dieser Punkt ist sicher nicht ganz unumstritten. Manche schwören auf Keywords in der URL, andere halten das für überholt.

Es kann aber sicher nicht schaden, wenn man statt einer solchen URL “www.domain.de?page=222″ lieber die folgende URL-Struktur nutzt: “www.domain.de/suchmaschinenoptimierung/14-seo-fehler”.

Diese sprechenden URLs stellt man einfach in WordPress ein (Permalinks). Hat man allerdings schon länger die andere Version der URLs im Einsatz, sollte man nicht einfach umschalten, da sonst die bisherigen Backlinks verloren gehen. Hierzu gibt es ein Plugin, welches die Umstellung ermöglicht, ohne die Backlinks zu verlieren.

schlechte Nutzung der <H1>-<H6> Tags

Ein Text sollte mit den <H1>-<H6> Tags korrekt strukturiert sein. Leider gibt es Templates, die den H1-Tag an diversen Stellen einsetzen, aber nicht für das, was eigentlich wichtig ist.

Hier findet ihr einen Artikel über den korrekten Einsatz der Headline-Tags.


auf jeder Seite die selben Meta-Angaben und Title

Das sehe ich so oft. Auf jeder Seite die selben Meta-Angaben (Description und Keywords) und auch den selben Title.

Ebenso schlimm sind automatisch generierte Meta-Angaben und Title in Blogs.

Nehmt euch die Zeit und gebt jeder Seite die passenden Meta-Angaben und den passenden Title. Dabei sollten die 1-2 Hauptkeywords einer Seite natürlich darin vorkommen.

Mit dem Plugin “wpSEO *” könnt ihr sehr gut die entsprechenden Einstellung vornehmen. Ich setzt das Tool auf allen meinen Blogs ein.


keine interne Verlinkung

Eine starke interne Verlinkung ist aus 2 Gründen sinnvoll.

Zum einen hilft es den Suchmaschinen wirklich jede Seite eures Blogs / eurer Website zu finden.

Zum anderen hilft es auch den Nutzern, da nicht jeder User den selben Weg durch eine Website nimmt. Siehe Buch “Don’t make me think” von Steve Krug.

Baut also nicht nur eine Hauptnavigation sein, sondern nutzt auch andere Möglichkeiten, wie etwa “Ähnliche Artikel”, “Monats-Archive”, “Kategorie-Archive”, “Tag-Clouds” usw.


keine Alt-Texte bei Bildern

Eine wunderbare Möglichkeit, die wichtigsten Keywords einer Seite zusätzlich unterzubringen sind die Bilder. Sorgt dafür, dass der Bilddateiname das Keyword enthält und dass ihr auch in den ALT-Text eines jeden Bildes einer Seite das Keyword unterbringt.


nur Nicht-Text Navigation

Es sieht toll aus, wenn eine Navigation blinkt, scrollt oder was auch immer macht.

Doch leider haben Suchmaschinen-Crawler große Probleme Flash- oder Javascript-Navigationen zu verwenden. Schon aus diesem Grund sollte man zumindest eine alternative Text-Navigation einbauen.

Aber auch aus Usability-Gründen sollte man den Einsatz einer Flash- oder JavaScript-Navigation überdenken.


Auf einer Seite X Themen abhandeln

Pro Seiten/Artikel ein Thema!

Verwurstet man auf einer Seite bzw. in einem Blog-Artikel zu viele verschiedene Themen, wird die Seite/der Artikel für Google irrelevanter und rankt schlechter.

Konzentriert man sich pro Seite aber auf ein Thema mit 1-2 Hauptkeywords, ranken diese Seiten in der Regel besser.


Duplicate Content

Duplicate Content ist so eine Sache. Teilweise hat das Google schon gut im Griff.

Trotzdem sollte man darauf achten, dass der eigene Blog nicht sowohl durch “domain.de” wie auch durch “www.domain.de” erreichbar ist.

Man kann z.B. in den Google Webmaster Tools einstellen, ob Google mit oder ohne www bevorzugen soll. Man kann es aber auch durch einen htaccess-Befehl automatisch lösen:

RewriteCond %{HTTP_HOST} ^domain.de [NC]
RewriteRule ^(.*)$ http://www.domain.de/$1 [L,R=301]

Ebenso könnten z.B. druckfreundliche Versionen von Artikeln als Duplicate Content in Google auftauchen. Es ist schon ärgerlich, wenn in den Suchergebnissen die Druckversion angezeigt wird, statt die normale.

So eine Seite kann man z.B. mit dem nofollow-Attribut von der Indexierung ausschließen oder einfach den folgenden Meta-Tag in die betreffende Seite einfügen:

<meta name="ROBOTS" content="NOINDEX">


Framesets

Auch so was schlimmes aus einer anderen Zeit. Allerdings bei Blogs eher selten. ;-)

Framesets sind nicht nur Nutzer-unfreundlich (z.B. keine Lesezeichen auf Unterseiten möglich), sondern sie erschweren auch die Indexierung durch Suchmaschinen.

Das gehört in die dunkle Geschichte der Webprogrammierung.


Splash Screens / Flash

Ich habe erst vor ein paar Tagen einen Kundenwunsch erhalten, in den man gern ein Flash-Intro für seine Firmenwebsite haben will.

Abgesehen davon, dass im schlimmsten Fall der Suchmaschinen-Bot gar nicht bis zu eigentlichen Website kommt, ist sowas auch für Nutzer nervig.

Allerspätestens beim zweiten Besuch der Website nervt sowas.

Also auch in die Mottenkiste.


Nicht aus Sicht der Leser denken

Viele, viele Unternehmen und auch Blogger machen diesen Fehler.

Statt sich den eigenen Blog aus Kundensicht anzuschauen, darf sich die Marketingabteilung austoben bzw. man macht sich selbst zur Zielgruppe.

Dabei ist es extrem wichtig, dass man einen Blog für die Leser gestaltet und inhaltlich füllt.

Sehr kritisch ist dabei z.B. die Wahl der Keywords. Oft genug werden die Keywords verwendet, die der Blogger selbst verwendet. Das sind aber meist nicht die Keywords, die die Leser verwenden.

Hier heißt es also die richtigen Keywords finden und im Blog verwenden.


Das war’s

Das waren also die, in meinen Augen, schlimmsten SEO-Fehler im eigenen Blog.

Ein gutes Einsteiger-eBook zum Thema Suchmaschinen-Optimierung habe ich hier auch schon mal vorgestellt.

Weitere 15 Fehler, die Blog-Anfänger unbedingt vermeiden sollten.


Kommentare

  1. 60

    Phil

    Eine auch nach 2 Jahren immer noch gute Einführung zum Thema Onpage-SEO. Urlrike’s Wunsch nach einem 2. Teil kann ich mich nur anschliessen. Im Übrigen werde ich mich nochmal etwas im Blog umsehen. Man liest sich !

  2. 62

    Michael

    Wirklich sehr gute Übersicht.
    Habe selber am Anfang die Bedeutung von ,,Duplicate Content”noch schwer unterschätzt.
    Es sind halt die vielen Kleinigkeiten die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
    Als Leitfaden ist der Beitrag wirklich sehr nützlich :-)

  3. 63

    Delvin

    Ein sehr schöner Artikel, und gut für Anfänger.

    Einen weiteren Punkt würde ich jedoch auch aufnehmen:
    Kein black SEO. Also kein unnatürliches Backlinkwachstum, hidden Text und dergleichen. Auch habe ich schon gesehen, dass die Teilnahme an Linkfarmen zur Abstrafung von Seiten geführt hat.

  4. 64

    Daniel

    Hallo, ich habe eine frage die mir den kopf zermürbt. Folgendes: ich habe eine website mit einem onlineshop mit einem spezifischen produkt. Die website habe ich auf das produkt un dessen keyword optimiert. Nun moechte ich einen blog in meiner webseite einbinden, um artikel ueber dieses produkt herum zu schreiben und hauptsaechlich mit gesunder keyworddichte bespicken. Der Blog soll in erster Linie nicht als blog fuer potenzielle Leser dienen, sonder einfach nur als Content und Keyword Spender. Habe schon etliche artikel geschrieben und vorbereitet und stehen auf den startlöchern. Meine Frage ist nun : Was macht SEO technisch mehr Sinn
    1. Wirklich einen Blog wie oben beschrieben in meine Seite einbinden?, oder
    2. Die geschriebenen Artikel in so ein Blogportal publizieren ( eines dieses wo man seine eigenen Artikel in einem fremden Blog publizieren kann, mir fällt der Name gerade nicht ein), und mit backlinks zu eigenen Webseite dann verlinken?

    Wäre über Meinungen und Hilfe sehr dankbar.

    Danke vorrab!

    Lg
    Daniel

  5. 65

    Peer Wandiger

    @ Daniel
    Ich bin zwar kein Shop-Experte, bin aber generell eher für eigenen Content.

    Artikel-Verzeichnisse sind nicht wirklich die Zukunft und in der Vergangenheit hat Google immer wieder solche Verzeichnisse abgestraft.

    Allerdings ist auch klar, dass viele SEOs auch solche Verzeichnisse zum Backlinkaufbau setzen.

    Deshalb würde ich es an deiner Stelle vielleicht teilen und einen Teil der Artikel im eigenen Blog veröffentlichen und einen Teil woanders.

  6. 66

    Hannes

    Ich denke nur mit Backlinks kommt man nicht voran…die Seite muss gut optimiert sein und dann eine gesunde Mischung an backlinks – so kommt man am Besten voran!

    Gruß
    Hannes

  7. 67

    Saskia

    Hallo,
    ich beschäftige mich auch gerade mit SEO. Mit dem All in one SEO Plugin komme ich alleine natürlich nicht aus. Daher bin ich auf der Suche nach so guten Tipps wie diesen hier. Es gibt zwar viele Artikel zu dem Thema, aber Deine Zusammenstellung finde ich sehr gelungen.
    Grüße Saskia

  8. 68

    Mike

    Hallo,
    ich habe dieses Keyworddichtetool mal versucht, allerdings bringt mir das ergebnis relatif wenig da ich keinen schimmer habe was nor mal was gut und was schlecht ist, ausserdem, was sind jetzt keywords ich mein als keyword “keine” ist irgentwie seltsam

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