25.Mai 2009
 

Das Herz eines jeden Blogs sind die einzelnen Artikel.

Der Blog kann noch so gut aussehen, wenn die Artikel nicht den Leser begeistern und in den Blog hereinziehen, dann werden aus erstmaligen Besuchern keine Stammleser.

Dieser Artikel soll Hinweise und Tipps geben, wie man Artikel schreibt, die den Leser interessieren und ihn dazu bringen, im Blog weiterzulesen und vor allem wieder zu kommen.

Das Thema

Bevor das erste Wort überhaupt geschrieben wird, sollte man ein Gefühl dafür bekommen, was die eigenen Leser begeistern könnte.

Bloggt man schon eine Weile, hat man einen guten Einblick in die Daten der bisherigen Artikel:

  • Welche Artikel wurden am meisten gelesen?
  • Welche Posts haben die meisten Kommentare bekommen?
  • Welche Beiträge haben die meisten Backlinks bekommen?
  • Welche Posts wurde in Social Websites am meisten gevotet?

Man sollte also nicht nur eine Zahl (z.B. die Views) analysieren. Eine Vielzahl an Votes auf Social Websites hilft natürlich auch bei der Vermarktung. Das bringt wiederum mehr Leser.

Gerade Kommentare können ein sehr guter Indikator für beliebte Themen sein. Denn wenn ein Leser einen Artikel kommentiert, dann beschäftigt ihn das Thema schon mehr oder weniger stark.

Auch auf Social Websites kann man oft Kommentare hinterlassen. Wer z.B. auf Webnews.de oder Hype! viele Kommentare bekommt, hat den Nerv der dortigen Leser getroffen.

Posts, die Leser begeisternGoogle Analytics bietet auch sehr gute Möglichkeiten zur Analyse.

Dort sieht man z.B. wie viele Leser nach dem Lesen eines Artikels, gleich wieder den Blog verlassen haben. Je niedriger diese Absprungrate, um so besser.

Denn genau das wollen wir ja: Artikel, die den Leser dazu bringen, weiter zu lesen.

Ein guter Blogger entwickelt aber auch irgendwann ein Gespür dafür, was bei seinen Leser besonders gut ankommt und was nicht.

Im Endeffekt macht es sicher ein Mischung aus Analyse und Gefühl.

Wenn das Thema klar ist, dann geht es an den eigentlichen Post.

Die Headline

Die Headline ist sehr wichtig, wenn es darum geht, die Leser zu begeistern.

Sie ist in der Regel das erste, was ein neuer Leser zu sehen bekommt. Viele Nutzer scannen Ihren Feedreader oder Social Websites schnell durch und schauen sich nur die Headlines an.

Wie man eine optimale Headline gestaltet, erklärt euch der Artikel “10 Tipps für optimale Blog-Headlines

Der Text

Der Text sollte dann natürlich auch seinen Beitrag leisten den Leser zu begeistern.

Anstatt langweilig ein paar Fakten aufzulisten sollte man eine oder mehrere der folgenden Techniken verwenden:

Interessanter Aufbau
Strukturiert eure Artikel so, dass ein guter Lesefluss garantiert ist. Das bedeutet kurze Absätze, Aufzählungen, Zwischenüberschriften, gute Rechtschreibung.

Zudem solltet ihr am Anfang das wichtigste des Artikel zusammen fassen, inkl. eurer Grundaussage. Danach geht ihr das Thema Schritt für Schritt durch und zeigt, wie ihr zu eurer Grundaussage gekommen seid.

Eine Story erzählen
Die Theorie kann ganz interessant und nützlich sein. Allerdings ist Theorie meist auch recht trocken.

Versucht deshalb nicht einfach Fakt an Fakt zu reihen, sondern baut eine Story auf. Nehmt ein aktuelles Ereignis als Anlass, baut auf einem anderen Artikel auf oder zitiert einen Experten.

Eigene Erfahrungen einbringen
Auch eigene Erfahrungen sind sehr wichtig und unterstreichen sehr oft die Aussagen eines Artikels und verleihen ihnen Glaubwürdigkeit.

Zudem machen eigene Erfahrungen einen Artikel persönlicher und einzigartiger.

Eine Frage stellen
Bindet die Leser mit ein. Stellt eine Frage an die Leser und zeigt Ihnen damit auch, dass ihr ihre Meinung schätzt. Oft ergeben sich daraus viele Kommentare, die einen Mehrwert für andere Leser darstellen.

Alle Sinne ansprechen
Das Schreiben selber ist schon eine Wissenschaft für sich, ein richtiges Handwerk, welches ich hier sicher nicht in einem Artikel komplett abhandeln kann.

Wichtig ist, dass ihr versucht auch den ein oder anderen Sinn der Leser anzusprechen. So könntet ihr z.B. Beschreibungen verwenden, die konkrete Bilder in den Köpfen eurer Leser entstehen lassen.

Durch solche plastischen Beschreibungen bleiben die Inhalte besser bei den Lesern hängen.

Analogien und Metaphern
Ähnlich verhält es sich mit Analogien und Metaphern. Beides trägt dazu bei, dass der Inhalt einfach deutlich besser und klarer aufgenommen wird. Das Gelesene bleibt besser hängen und das ist natürlich positive für die Leseerfahrung.

Statistiken
Aussagen kann man wunderbar mit Statistiken und Daten untermauern. Zudem lockern solche Elemente das Leseerlebnis auf und unterstreichen die Glaubwürdigkeit.

Video
Videos sind sehr beliebt und können Leser ebenfalls begeistern. Manches lässt sich durch Bewegtbilder einfach besser erläutern, als durch Worte.

Verlinken
Verlinkt auf passende Artikel in eurem eigenen Blog und auch im Web. Nicht umsonst sind Top-Listen so beliebt. Die Leser mögen es, wenn man ihnen umfassende Informationen gibt und passende weiterführende Links.

Meinungen
Gute Posts sind keine reinen Monologe. Gibt es mehrere Meinungen zu einem Thema? Dann sollte man die Standpunkte und unterschiedlichen Meinungen auch darstellen. Das gibt dem Text Spannung und bringt den Leser dazu, sich mit den verschiedenen Meinungen zu beschäftigen und sich emotional zu beteiligen.

kraftvolle Worte verwenden / hervorheben
Es gibt zu vielen Themen bestimmte Schlagworte, die sehr stark sind und von den meisten Lesern mit diesem Thema verbunden werden. Diese Worte sollte man auf jeden Fall verwenden und möglichst auch hervorheben (Fett …)

Aktiv schreiben, nicht passiv
Generell kann man sagen, dass eine aktive Schreibweise sehr von Vorteil ist. Wer deutsche und amerikanische Fachbücher ließt, der weiß wahrscheinlich wovon ich rede.

Während deutsche Fachbücher oft sehr wissenschaftlich sachlich rüber kommen, werden ich amerikanischen Publikationen oft aktivere Erzählweisen verwendet.

Statt so etwas zu schreiben wie “in Studien wurde die Wirksamkeit von A,B und C getestet und festgestellt dass …” sollte man eher schreiben “A und B könnt ihr vernachlässigen, aber die Methode C müsst ihr euch anschauen, denn die funktioniert wirklich.”

Der aktive Schreibstil ähnelt dabei eher einem Gespräch mit einem Kollegen oder Bekannten, als einem Vortag.

Und danach?

Mit dem Schreiben des Artikels ist es nicht getan.

Antwortet auf Kommentare, verlinkt den Artikel in Social Websites, twittert darüber, seid einfach aktiv.

Wenn die Leser merken, dass der Artikel nicht einfach erscheint und gut ist, sondern dass der Autor weiter aktiv ist und der Artikel lebt, dann beteiligen sich Leser tendenziell eher.

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8 Kommentare
  1.  
     

    1 Ein Kommentar von Andreas am 25 Mai, 2009

    Eigene Erfahrungen in den Artikel einbringen, ist für mich der wichtigste Punkt. Es gibt beispielsweise haufenweise Technik Blogs, die einen erzählen wollen, was toll und oder “In” ist aber die Geräte vielleicht maximal im Elektronik Markt gesehen haben. Da tendiert die Glaubwürdigkeit gen Null, da kann der Artikel noch so gut geschrieben sein.

     
     
  2.  
     

    2 Ein Kommentar von Sebi am 25 Mai, 2009

    Schöner Beitrag – eigentlich kann ich das alles bestätigen, bis auf eines: die “Nachsorge”. Das aktive Antworten auf Kommentare der User sehe ich als selbstverständlich an, doch außer bei Vollzeitbloggern glaube ich nicht, dass sich viele lange bei Social Websites und dem äußerst zeitraubenden Twitter herumtreiben. Zumal ich durch Social Websites bisher nur extrem kurze Hypes erlebt habe, aber Stammleser generiert man dadurch nicht wirklich – dann kann ich mir das auch schenken.

     
     
  3.  
     

    3 Ein Kommentar von Ronny am 25 Mai, 2009

    Genau sowas hab ich gesucht. Der Artikel gibt mir sehr viele nützliche Informationen.

    Gruß

     
     
  4.  
     

    4 Ein Kommentar von thovei am 26 Mai, 2009

    Vielen Dank für diesen Post. Die wichtigste Analyse für mich, ist die Anzahl der Counts, wie oft welcher Post gelesen wurde. Ich finde daraus können die meisten Rückschlüsse gezogen werden.

    Viele Grüße,
    thovei

     
     
  5.  
     

    5 Ein Kommentar von Sebastian am 26 Mai, 2009

    Hast Recht .- dafür ist Analytics, eine geniale Möglichkeit dies auszuwerten … und es ist immer wieder erstaunlich, was die Besucher dermassen interessiert.. bin teils total perplex…

    da denkt man…das wird “ziehen” ,… und dann ist es der Post, den Du mal eben so geschrieben hast…

     
     
  6.  
     

    6 Ein Kommentar von elexpress am 30 Mai, 2009

    @ Sebastian die gleichen Erfahrungen habe ich ebenfalls schon gemacht. Die Artikel wo ich mir ordentlich Besucher mit verspreche verkümmern teilweise und die Artikel wo ich mir dachte die NiceToKnow Info darf nicht fehlen, explodieren auf einmal vor Besuchern.

     
     
  7.  
     

    7 Ein Kommentar von Elvira am 27 Jan, 2010

    So eine Statistik öffnet einem die Augen.

     
     
  8.  
     

    8 Ein Kommentar von tina am 24 Feb, 2010

    Ich bin selbst Texter. Man sollte beim Bloggen immer versuchen, die Leser zu begeistern. Der Text sollte informativ und gut zu lesen sein. Auch sollte erzielt werden, dass der Leser sofort vom Text angezogen wird. Beispiel, wenn ich ein Buch lesen möchte, muss es mich auch sofort ansprechen und mich in den Bann ziehen. Genauso sollten Bloggtexte sein. Ich schreibe immer so, wie ich denke, und sage offen meine Meinung.

     
     
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  2. Jul 20, 2009: Blog-Artikel schreiben | Schreibjournal
  3. Aug 16, 2009: Auf dem Weg zu den 100000 Page views - Affility Net News

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