So vermeidest du die 15 häufigsten Fehler von Blog-Anfängern

Marcus EvansWerbung

Jeder macht Fehler. Das ist menschlich und im Grunde auch ganz hilfreich. Denn aus Fehlern lernt man oft mehr, als aus Erfolgen.

Trotzdem gibt es auch viele Fehler, die man nicht unbedingt begehen muss. Und das gilt auch beim Bloggen.

Heute möchte ich 15 Fehler vorstellen, die man als Blog-Anfänger möglichst vermeiden sollte. Das spart Zeit und Nerven.

Fehler, Fehler, Fehler

  • MeToo

    Vorbilder zu haben ist eine Sache. Aber versucht nicht einen anderen Blogger zu imitieren. Bloggen hat sehr viel mit der individuellen Note durch den Autor zu tun. Warum sollte ich die Kopie eines anderen lesen, wenn ich auch das Original lesen kann?

    Der größte Fehler ist es, keinen Unique Content, also einzigartigen Inhalt, zu haben.

  • Werbung

    Es ist natürlich legitim, wenn ihr versucht, mit eurem Blog Geld zu verdienen.

    Ihr solltet euch aber bewusst sein, dass jegliche Art von Werbung eine mehr oder weniger große Abschreckungswirkung auf neue Besucher hat. Gerade zum Start eines Blogs lohnt sich Werbung meist auch überhaupt nicht.

    Schafft also zum Start eines neuen Blogs erstmal Vertrauen. Wenn die Zahl der Leser/Besucher dann eine gewisse Grenze überschritten hat, kann man sich daran machen Werbung im eigenen Blog zu verkaufen.

  • Zu viel des Guten

    Das mag sich komisch anhören, aber auch zu viele Artikel in der Anfangsphase können schaden.

    Zum einen mögen viele Blog-Leser es nicht, wenn ein Blog pro Tag dutzende Posts veröffentlicht. Zum anderen kann man dieses Tempo dann meist nicht beibehalten. Und Konstanz ist sehr wichtig.

  • Traffic-Themen

    Wenn man nach dem Start eines neuen Blogs recht wenige Leser hat, dann ist es schon verlockend, Themen in seinen Posts aufzugreifen, die viel Traffic versprechen.

    Wenn diese Traffic-Themen zum Blog-Thema passen ist das in Ordnung. Wenn nicht, dann schadest du mit solchen Aktionen mittel- bis langfristig deinem Blog.

  • Zielgruppe kennen

    Das bringt uns auch zum Punkt “Zielgruppe”.

    Vor dem Start des neuen Blogs sollte man sein Thema schon relativ genau kennen. Anpassung gibt es natürlich später immer noch.

    Einer der schlimmsten Fehler, den ich immer wieder höre, lautet: “Ich schreibe für alle”. Das bedeutet dann, dass man für niemanden wirklich konkret schreibt.

    Sucht euch ein passendes Thema und macht euch mit der passenden Zielgruppe vertraut. Eure Artikel werden viel besser, wenn ihr wisst, für wen ihr schreibt.

  • Billiges Design

    Der erste Eindruck ist wie bei vielem im Leben auch bei Blogs sehr wichtig.

    Dabei hat man im Web wirklich nur wenig Zeit, einen ersten guten Eindruck zu hinterlassen.

    Verschiebt die Auswahl und Anpassung eines gutes Themes nicht auf später. Das Blog-Design muss von ersten Tag an keinen perfekten, aber einen sehr guten Eindruck machen/hinterlassen.

  • Schlechtes Hosting

    Natürlich muss man bei einem neuen Blog noch keinen Server anmieten. Allerdings sollte es auch nicht der aller billigste oder kostenlose Webspace sein.

    Wählt euch einen gut bewerteten Hoster raus und fragt Freunde oder andere Blogger um Rat. Wichtig ist zudem, dass ihr möglichst einfach in höhere Tarife wechseln könnt, wenn es notwendig wird.

    Im Idealfall übernimmt dies komplett der Hosting-Anbieter.

  • Zu viel versprechen

    Natürlich sollte man sich nicht verstecken. Wer einen Blog startet, der sollte auch eine klare Botschaft kommunizieren, was den Leser erwartet.

    Allerdings sollte man es nicht Übertreiben. Wer bestimmte Inhalte und Leistungen für den eigenen Blog verspricht, der sollte diese auch einhalten. Ein enttäuschter Leser schaut kein zweites mal vorbei.

  • Rechtschreibung und Formatierung

    Niemand muss perfekt in der deutschen Sprache sein, wenn er einen Blog betreibt. Allerdings sollten es nur wenige Fehler sein, die sich einschleichen.

    Ich habe schon viele Blogs wieder verlassen, weil die Texte wirklich Schmerzen beim Lesen verursacht haben. Dabei sah der Inhalt gut und interessant aus.

  • zu wenig Text

    Es gibt zwar viele Diskussionen darüber, was zu viel Text für ein Artikel sein kann und was nicht, aber bei einer Sache ist man sich einig. Wer zu wenig Text liefert, der wird kaum Erfolg haben. 200-300 Wörter sollten es schon sein, damit Suchmaschinen mit den Inhalten etwas anfangen können.

  • SEO ignorieren

    Viele neue Blogger streuben sich gegen Suchmaschinen-Optimierung (SEO). Sie sind der Meinung, dass die Inhalte gut genug sind, damit sie sich durchsetzen.

    Doch das ist ein Fehler, denn ohne SEO wird es nicht gehen. Man nimmt ja auch nicht mir einem noch so guten Straßenwagen an der Formel 1 teil oder geht ungeschminkt zur Miss-Wahl.

    Google ist eine Maschine und diese versucht anhand diverser Merkmale zu erkennen, um was es auf einer Seite geht und wie relevant diese Infos sind. Mit erlaubten SEO-Maßnahmen macht man dies nur klarer und für Google besser erkennbar. Man zeigt sich sozusagen von der besten Seite.

    Hier geht es also nicht um das “Bescheißen” (sorry) von Google. Das mache ich selber nicht und das ist auch mittel- bis langfristig nicht notwendig/erfolgreich.

  • Überschriften unterschätzen

    Internet-User haben keine Zeit. So viele Websites und Blogs buhlen um die Aufmerksamkeit der Leser.

    Nicht viele Leser werden sich trotz einer langweiligen Überschrift einen Artikel durchlesen.

    Man muss schon in der Überschrift den Leser packen und sein Interesse wecken. Wie man das macht, habe ich in dem Artikel “10 Tipps für optimale Blog-Headlines” verraten.

  • keine Interaktion

    Blogs sind keine Einbahnstraße. Wer nicht mit seinen Leser interagiert, der wird auch keine Stammleserschaft aufbauen können.

    Antworte auf Fragen und nimm Tipps auf und verarbeite diese z.B. zu neuen Artikeln.

  • kein Marketing

    Ebenso wie SEO ist auch ein aktives Marketing sehr wichtig für den Erfolg eines neuen Blogs.

    Rühre die Werbetrommel für deinen Blog, kommentiere in anderen Blogs, schreibe Gastartikel, sorge für Backlinks, nutze Social Websites und lies meine wöchentlichen Traffic-Tipps :-)

    Auch als Blogger muss man sich und seinen Blog verkaufen können. Wer das vernachlässigt, der vergibt viel Potential.

  • Kein Impressum

    Eine Anbieterkennzeichnung ist in Deutschland für sehr viele Blogs und Websites vorgeschrieben. Schon ein AdSense-Banner kann zur Impressumspflicht führen.

    Diese Angaben sollte man aber auch sonst nicht verschweigen. Gerade Blogs leben vom Vertrauen in den Autor und deshalb sollte man offen sein und sich im Impressum vorstellen.

    Auch die Verwendung von z.B. Google Analytics erfordert entsprechende Informationen im Impressum (oder einer ähnlichen Seite).

Eure Meinung

Die aufgelisteten Fehler sind natürlich in gewisser Weise subjektiv.

Manch einer wird den einen oder anderen Punkt anders sehen. Das ist natürlich legitim und ich freue mich schon auf eure Meinungen.


Kommentare

  1. 1

    Ulrike Langer

    Eine sehr hilfreiche Checkliste – danke! Und demnach habe ich bei meinem Blogstart auch nur zwei Fehler gemacht :-) Allerdings bin ich in genau den beiden Punkten ohnehin anderer Meinung:

    1. Wenn Du mit ”billiges Design” z.B. ein WordPress.com Design von der Stange meinst: Das sagt sich natürlich leicht als Programmierer und Webdesigner, der sich schnell mal eben selbst ein originelles und raffiniertes Design erstellt. Für alle anderen ist das schon etwas schwieriger. Ich finde es völlig legitim, dass man sich als Bloganfänger erst einmal auf Bereiche konzentriert, von denen man Ahnung hat (bei mir als Journalistin wären das die Inhalte). Will man alles von Anfang an perfekt machen, besteht die Gefahr, dass man niemals mit dem Bloggen beginnt. Dieses Denken hat mich jahrelang vom Bloggen abgehalten. Erst als mich vom Perfektionismus befreit hatte, habe ich endlich mal angefangen…

    2. SEO: Kommt ein gutes Google-Ranking nicht von alleine, wenn die Inhalte stimmen? Ich hatte nach zwei Monaten einen PR 4, und dafür habe ich bewusst überhaupt nichts getan. Außer vielleicht eines: Mich von Linktausch-Aktionen etc. ferngehalten.

  2. 3

    Peer

    zu deinem 1. Punkt
    Perfekt soll es ja nicht sein. Aber man sollte so etwas wichtiges wie das Blog-Theme nicht auf später verschieben. Das muss nicht viel Aufwand bedeutet, da es eine große Zahl von guten Themes gibt.

    Das Schaufenster eines Ladengeschäftes richtet man aber auch nicht erst Monate nach der Geschäftseröffnung ein. :-)

    zu 2):
    In dem verlinkten PDF gibt Google selber einige Tipps, auf was man aus SEO-Sicht achten sollte.

    Gute Inhalte sind natürlich die Basis, aber ohne Optimierung verschenkt man Potential.

    Zudem hat der PageRank nicht unbedingt auch was mit dem Ranking in der Suchmaschine zu tun.

    Fazit:
    Zu beiden Punkten kommen demnächst ausführlichere Artikel. :-)

  3. 4

    Ulrike Langer

    @News Magazine:

    Sagte ich doch schon: Nichts, außer zu bloggen. Aber nur ca. 2 Beiträge pro Woche. Ich habe auch noch nicht viel Traffic (das Beste war bisher 5000 PIs im März 09, Blogstart war 27.11.08) und ich kann jeden neuen Feedabonnenten theoretisch noch einzeln begrüßen. Aber es ist ein Fachblog, was einerseits die Zahl der Interessenten von vornherein limitiert. Anderseits stammen die eingehenden Links größtenteils von etablierten Fachblogs mit hohem PR und das macht wohl eine Menge aus.

    @Peer Auf Deine Beiträge zu PageRank und Suchmaschinenranking bin ich schon gespannt. Bei Dir wird das bestimmt kein SEO-Kauderwelsch. :-)

  4. 5

    Jassi

    Danke für die Zusammenstellung, konnte ein paar Punkte für mich mitnehmen, auch wenn mein Blog noch sehr klein ist.

  5. 6

    Stefan Wienströer

    Keine Bilder verwenden fehlt noch. Ich versuche zum Beispiel für jeden Beitrag in meinen Blog wenigstens ein Bild zu verwenden, um schon visuell vorab zeigen zu können worum es ungefährt geht.

  6. 8

    Experimentatort

    Astreiner Artikel. Tolle Zusammenstellung.

    Einzig beim Punkt “Rechtschreibung und Formatierung” kommt der zweite Aspekt etwas kurz. Aber das eignet sich ja sogar fast für einen komplett eigenständigen Artikel.

  7. 9

    Malte

    Ich denke das es auch eine Menge ausmacht, dass du einen Blog hast, der schon ganz gut läuft :-) Dein Content ist allerdings auch sehr lobenswert und es macht mir Spaß in der Entwicklung meines Blogs dir ein wenig über die Schulter zu schauen. Weiter so und vielen Dank für die Infos.

  8. 10

    Peer

    @ Stefan
    Teil 2 ist schon in Planung. :-)

    @ Knut
    Danke, ein interessanter Artikel.

    @ Experimentatort
    Auch das wird natürlich nochmal ausführlich in einem Artikel beleuchtet.

  9. 11

    Hannes

    Das mit den Bildern finde ich noch einen interessanten Einwurf. Obwohl die Bilder oft nur zur Dekoration dienen, werten sie das Gesamtbild deutlich auf. Das Problem ist nur, rechtmäßig an Bilder zu kommen. Flickr ist hier eine gute Quelle. Und soweit ich gesehen habe, achtest du darauf, nur solche Bilder zu nehmen, die auch kommerziell verwendet werden dürfen. Auf manch anderem Blog habe ich auch schon Flickr-Bilder gefunden, die nicht für kommerzielle Zwecke benutzt werden dürfen, obwohl der Blog Werbung schaltet.

  10. 12

    Jürgen

    Na dann mach ich ja auch noch den ein oder anderen Fehler ;-)

    Finde Deine Aufzählungsposting aber immer gut und mach dies auch gerne – und das in Kombination mit Newslettereintragungen wo die Leser dann noch weitergehende Tipps zum jeweiligen Thema erhalten.

    Leadgenerierung ist neben Besucherbindung eines der wichtigsten Punkte, wenn man langfristig Geld mit seinem Projekt verdienen will. Allerdings muss man dann seine Abonnenten auch mit Mehrwerten bei Laune halten sonst sind Sie auch schnell wieder weg.

    Danke Peer, mal wieder klasse

    Liebe Grüße
    Jürgen

  11. 13

    Felix

    Zum Thema Werbung: Wenn man plant mit dem Blog Geld zu verdienen, sollte man zumindest ein wenig Werbung schon zu Anfang einbauen. Dies gewöhnt die Leser schon mal ein wenig daran. Außerdem sollte man die Themenwahl beachten. Wenn ich über “Geld verdienen im Internet” schreibe und Werbung bzw. Newsletter OptIns auf meinem Blog ablehne, so ist es mit der Integrität nicht weit her. Schreibe ich nur über Karl Marx so sieht die Sachlage natürlich anders aus.

    @Hannes – Check mal http://www.sxc.hu für freie Grafiken und Photos. Die Lizenz ist eindeutig.

  12. 15

    Timmy

    In Deiner Auflistung finde auch ich den ein oder anderen Punkt, dem ich vielleicht etwas mehr Beachtung schenken sollte – besonders das Thema Überschriften…

  13. 17

    Sarina

    Auch als nicht Blogger finde ich den Artikel interessant.Vor allem die Sache mit dem nicht vorhandenen Impressum. Immer wieder stößt man auf solche Seiten.

  14. 18

    Thorsten

    Hallo zusammen,

    ich habe vor ein paar Wochen einen neuen Blog gestartet und irgendwie kommt der nicht so wirklich ins laufen. Die Besucherzahlen schwanken von 3 – 15 pro Tag. Daher habe ich mich jetzt mal auf die Suche gemacht meinen Blog zu verbessern.

    Ein paar Fehler habe ich schon gefunden, die es auszumerzen gilt. Danke für die guten Tipps…

    Gruß,

    Thorsten

  15. 20

    Janosch K.

    Geil, Geil, Geil …..

    Vielen Dank, ich hätte fast einen dieser Fehler begangen. Ich hab mir eure Seite jetzt gleich abgespeichert. Lese mir euren Artikel jetzt nochmal in Ruhe durch bevor ich doch noch einen dieser Fehler begehe im Nachhinein.

    Ich wünsche euch im übrigen ein frohes Fest und schöne Feiertage.

  16. 21

    Eugen

    Klasse Aufstellung, zwei Punkte konnte ich mir zu Herzen nehmen. Insbesondere meine bisherige Formatierung auf dem Blog ist wirklich nicht beste. Mal sehen, ob sich damit die User-Experience verbessern lässt und damit dann auch die Verweildauer.

    Gruß
    Eugen

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