Wie viele Besucher hat euer Blog? – Auswertung der Umfrage »
Eine Entscheidung, vor der Blogger beim Start des eigenen Blogs stehen, ist die Wahl der Nische.
Manche machen sich darüber überhaupt keine Gedanken. Dabei ist es eine sehr wichtige Entscheidung, welche große Auswirkungen auf die Zukunft des Blogs hat.
Denn ohne die Wahl einer Nische und der damit verbundenen Entscheidungen, wird es für einen Blogger sehr schwer, einen Blog wirklich erfolgreich zu machen.
Dieser Artikel gibt Tipps zur Wahl der richtigen Blog-Nische.
Vorüberlegungen und Ziele
Wie immer, sollte man als erstes das eigene Hirn einschalten.
Nein im Ernst. Auch wenn es sowas wie den einen gesunden Menschenverstand nicht gibt, sollte man sich trotzdem erstmal einige Gedanken über seinen neuen Blog machen.
- Über was will ich in dem Blog schreiben? Wie gut kenne ich mich mit den Themen aus?
- Wie viel Zeit habe ich zu bloggen?
- Welche Blogs gibt es bisher in dem Themenbereich?
- Will ich damit Geld verdienen?
Das sind einige der Fragen, die man sich erstmal durch den Kopf gehen lassen sollte. Denn ohne konkrete Ziele ist es kaum möglich, den richtigen Weg zu finden. Es spielt bei der Wahl der Blog-Nische z.B. eine wichtige Rolle, ob ich damit Geld verdienen will oder nicht. Man sollte also mindestens ein Ziel definiert haben.
Ist man sich über die Antworten zu diesen grundlegenden Fragen erstmal im klaren und hat man sich Ziele gesteckt, dann kann es mit der konkreten Recherche losgehen.
besucherstarke Nischen finden
Wenn ich das Potential eines neuen Blogs analysiere, dann nutze ich verschiedene Tools.
So schaue ich meist erstmal auf Google AdWords Keyword Tool External. Damit kann man auch ohne AdWords-Anmeldung das Suchvolumen und andere Daten zu Suchbegriffen ermitteln.
Dort wählt man als Land “Deutschland” und als Sprache “Deutsch” aus. In das Feld für die Suchbegriffe gibt man nun ein paar passende Suchbegriffe ein, die eurer Meinung nach am besten zum geplanten Blog passen.
Das Google-Tool analysiert nun diese Keywords und verwandte Wörter und zeigt deren Suchvolumen im letzten Monat und das durchschnittliche Suchvolumen an.
Man kann über den Punkt “Wählen Sie Spalten für die Anzeige aus:” noch weitere Angaben ein- und ausblenden.
Hier sieht man aber schon mal, wie oft die angegebenen Suchbegriffe gesucht werden. Zudem bekommt man interessante weitere Keywords angezeigt, von denen das ein oder andere auch passen könnte.
Mit dem relativ neuen “Google Insights for Search” kann man noch weiter gehen. Wenn man eine Liste von interessanten Suchbegriffen hat, so kann man diese hier durchchecken. So zeigt dieses Online-Tool z.B. an, wie sich die Suchanfragen zu einzelnen Suchbegriffen entwickelt haben.
Das hilft dabei zu erkennen, ob ein Thema noch Steigerungspotential hat oder nicht. Auch für einen neuen Blog kann es sehr nützlich sein, Trends zu erkennen.
Allerdings reicht dies nicht aus. Man sollte sich auch die Konkurrenz anschauen.
Konkurrenz anschauen
Als erstes sollte man sich mal die Suchergebnisse anschauen, die Google zu den einzelnen Suchbegriffen ausgibt.
Welcher Art sind die ersten Suchergebnisse. Sind es große und starke Portale oder eher kleine Websites oder Blogs. Es ist natürlich tendenziell einfacher kleine Websites oder Unterseiten von den Spitzenpositionen zu verdrängen.
Es gibt auch ein nützliches Firefox-Addon, welches bei der Konkurrenz-Analyse hilft. Das Firefox SEO-Tool zeigt, wenn es aktiviert ist, unter jedem Eintrag des Suchergebnisses diverse Infos an. Z.B. Alter der Domain, Backlinks, PageRank etc. Diese Informationen helfen schon sehr dabei festzustellen, wie stark die Konkurrenz ist.
Man sollte dann auch direkt auf die Websites gehen und sich anschauen, ob es sich nur um einen Unterseite handelt oder um einen kompletten Blog / Website zu diesem Thema.
Auch den Code sollte man sich anschauen. Wurden diese Konkurrenz-Websites gut für Suchmaschinen optimiert oder eher nicht.
Scheint die Konkurrenz insgesamt zu stark, dann sollte man es sich überlegen, ob man die eigene Nische nicht lieber etwas anders wählen soll. Weiter unten gibt es noch einen Hinweis zum Umgang mit “roten Ozeanen” und die Chancen, die “blaue Ozeane” bieten.
Blog-Nische verfeinern
Es gibt zwei Möglichkeiten, wie man innerhalb eines Themenbereiches der größten Konkurrenz aus dem Weg gehen kann und trotzdem seine Zielgruppe findet.
Themen-Mashup
Es gibt bereits starke Konkurrenz zu den Themen A und B?
Dann einfach A und B kombinieren oder mit einem anderen Thema kombinieren A + C.
Die Konkurrenz zum Begriff iPhone ist z.B. sehr stark. Also könnte man z.B. einen Blog zum Thema “iPhone für Frauen” starten.
Themen-Unterbereich
Viele Blogs wollen zu große Themengebiete abdecken. Man sollte sich aber lieber auf ein engeres Themenfeld beschränken. Später kann man immer noch das Themengebiet ausweiten.
So könnte man sich zum Beispiel auf das Thema “iPhone Business Programme” beschränken.
Lohnt es sich finanziell?
Für viele professionelle Blogger ist diese Fragen auch entscheidend. Das hängt aber von den Zielen ab. Wer mit seinem Blog kein Geld verdienen will, der kann diesen Absatz auslassen.
Wenn ich wissen will, ob sich ein Blog-Thema finanziell lohnt, dann schaue ich unter anderem bei Affiliate-Netzwerken rein. Gibt es dort Programme zu meinem Blog-Thema? Gibt es mehrere Affiliate-Programme, die ich vermarkten könnte?
Wie groß ist die AdWords-Konkurrenz. Im oben genannten Google Keyword-Tool sieht man die Mitbewerber-Dichte. Der grüne Balken gibt ab, wie viele Firmen ungefähr für dieses Keywords Werbung schalten wollen. Je mehr, um so höhe sind in der Regel die Klickpreise und damit auch die Verdienstmöglichkeiten.
Das Tool gibt auch geschätzte Klickpreise aus. Diese sind zwar nicht bindend, geben aber schon einen guten Eindruck, wie profitabel die Suchbegriffe und die damit verbundenen Themen sind.
Man sollte sich aber auch direkt auf den Suchergebnisseiten die AdWords-Anzeigen anschauen. Handelt es sich um “billige” eBay-Anzeigen oder wirklich um Firmen, die dort werben?
Grundsätzlich ist eine klare Themenspezialisierung eine gute Sache. Die Zielgruppe wird klarer und man hat dadurch in vielen Fälle bessere Monetarisierungsmöglichkeiten. Ein klar definierte Zielgruppe ist für werbende Unternehmen sehr interessant.
Allerdings ist eine zu deutliche Spezialisierung (z.B. auf nur ein Computerspiel) wiederum schlecht. Wer nur eine Firma und/oder ein Produkt in seinem Blog behandelt, wird z.B. Probleme haben eine Direktvermarktung zu etablieren.
Für eine gute Direktvermarktung und auch gute AdSense-Klickpreise muss es schon mehrere Wettbewerber zu einem Thema geben.
Spezialisierungs-Effekte
Viele Blogger denken, dass sie sich selber zu stark beschneiden, wenn sie von Anfang an eine klare Nische wählen.
Schließlich suchen z.B. nach “iphone” Millionen Menschen im Monat, nach “iphone apps” nur ein paar hunderttausend. Da wählen viele Blogger lieber das Thema mit der höheren potentiellen Zielgruppe. Das ist aber oft ein Trugschluss.
Das folgende Chart zeigt, wie sich eine Blogspezialisierung oft auswirkt. Dieser Chart ist natürlich nur eine Abstraktion und im Einzelfall kann es anders aussehen. Aber nach meinen Erfahrungen stimmen diese Kurven, vor allem die blaue.
Je spezialisierter ein Blog ist, desto:
- weniger potentielle Leser erreicht es
- höhere Suchmaschinenrankings werden normalerweise erreicht
- weniger Einnahmequellen gibt es, dafür aber passendere
- mehr Bekanntheit in dieser Nische bekommt man. Man kann als Experte gelten
Eine Blog-Spezialisierung bringt meiner Meinung nach mehr Vorteile als Nachteile. Allerdings sollte man es auch nicht übertreiben und sich in eine zu kleine Nische stellen.
Auf meinem Blog Selbständig im Netz habe ich vor einer Weile ausführlich die Vor- und Nachteile großer und kleiner Websites analysiert. In diesem Artikel gehe ich der Frage nach, ob viele kleine Websites/Blogs oder wenige große Websites/Blogs besser sind.
Der blaue Ozean
Ebenfalls auf Selbständig im Netz habe ich das Buch “Der blaue Ozean als Strategie” besprochen.
Dieses Buch zeigt sehr gut, welche Fehler viele Unternehmen im Markt machen. Dies kann man auch auf Blogs übertragen.
Viele begeben sich in “rote Ozeane”, die vor Konkurrenz nur so wimmeln und damit den Erfolg sehr schwer machen.
Stattdessen gehen erfolgreiche Unternehmen in “blaue Ozeane”. Das sind neue Nischen, die vielleicht noch nicht so viele potentielle Kunden/Leser bieten, aber dafür frei von Konkurrenz sind oder zumindest nur wenig Konkurrenz haben.
Genau das ist auch meine Vorgehensweise bei der Suche nach neuen Blog-Themen.
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1 Ein Kommentar von Julia Stern am 14 Apr, 2009
Sehr interessanter Artikel. Ein Nischenthema ist vor allem (das mir jetzt speziell auffällt) das Bloggen. Also gerade deutschsprachige Blogs gibt es kaum dazu.
Grüße
Julia
2 Ein Kommentar von Peer am 14 Apr, 2009
Das könnte ein Grund sein, warum ich diesen Blog gestartet habe.
3 Ein Kommentar von Julia Stern am 14 Apr, 2009
Das glaube ich Dir. Und ich würde auch gerne einen Blog über das Bloggen betreiben. Einfach, weil mir das Bloggen Spaß macht, ich es damit anderen näher bringen möchte etc…
Liebe Grüße
Julia
4 Ein Kommentar von Lennart am 14 Apr, 2009
Naja, ich mag diese Artikel nicht, sorry. Artikel mit dem gleichen Thema wurden schon reihenweise von anderen Blogs veröffentlicht. Das ist kein Vorwurf. Themen zu finden, die noch nirgendwo besprochen wurden, wird immer schwerer (wie wäre es mal mit einem guten Artikel über das Thema? Vielleicht kennst du ja Mittel und Wege).
Ich halte es für den vollkommen falschen Weg, sich eine Nische nach diesen Kriterien auszusuchen. Außer man ist wirklich nur auf Geld verdienen aus. Und dann gibt es bessere Wege als das Bloggen. Erstens dauert es extrem lange bis ein Blog einigermaßen viele Besucher hat und die Zahlen so hoch ausfallen, dass sich der Verkauf von Werbung lohnen würde. Zweitens kostet es extrem viel Mühe und drittens haben nur die wenigsten Blogs in deutscher Sprache wirklich hohe Werbeeinnahmen. Fazit: Die ganze Mühe lohnt sich nicht, wenn man keinen Spaß daran hat. Spaß entwickelt sich für mich erst, wenn mich das Thema interessiert. Das war und ist für mich das wichtigste Kriterium bei der Wahl des Blog-Themas.
Ich weiß zum Beispiel, dass ich es mit einem deutschen Blog über Webdesign sehr schwer haben werde, viele Besucher (und damit meine ich 1000+ täglich) anzulocken. Die Zielgruppe ist einfach nicht groß genug. Trotzdem habe ich das Thema gerne gewählt, denn ich weiß, dass ich Fachkompetenz vorweisen kann und ich Spaß am Schreiben habe UND das mir das Blog etwas bringt (und damit meine ich nichts Materielles). Ich kann mich weiterbilden und das Wissen später anwenden.
Ehrlich gesagt ist das Geld mir dabei ziemlich unwichtig. Momentan verkaufe ich keine Banner (auch wenn sich entsprechende Banner auf meinem Blog finden), aber vielleicht werde ich in Zukunft die Direktvermarktung etwas ankurbeln, damit ich wenigstens annähernd meine Unkosten decken kann (Zeit und Hosting Kosten).
5 Ein Kommentar von Paul am 14 Apr, 2009
Ich glaube Regionale-Blog lohnen sich fast immer. Klein Anfangen schnell groß werden und dann verkaufen.
6 Ein Kommentar von Nischenblogger am 14 Apr, 2009
Ein Nische zu besetzen ist z.Z eine der besten Möglichkeiten mit ein neuen Blog richtig nach vorne zu kommen.Wer ein zu breiten Themenfeld abdecken möchte, wird es schwer haben weil hier schon viel Konkurrenz vorhanden ist. Auch unter Aspekte der Einnahmen lohnen sich Nischen durchaus
7 Ein Kommentar von Martin Tauber am 14 Apr, 2009
Toller Artikel. Hat mir mit Sicherheit ein bisschen weitergeholfen bei einer kleinen Blogidee, welche ich momentan verfolge.
lg
8 Ein Kommentar von Peer am 14 Apr, 2009
@ Lennart
Dann hast du den Artikel nicht richtig gelesen.
Das Monetarisierungspotential ist einer von mehreren Faktoren, den man aber nur berücksichtigen muss, wenn man auch Geld verdienen will. Da habe ich explizit drauf hingewiesen.
Inhalt meines Blogprojektes sind eben keine reinen Spaßblogs, sondern Blogs/Blogger, die erfolgreich sein wollen. Dabei kann Erfolg natürlich vieles bedeuten. Geld verdienen ist da nur ein Ziel von vielen.
Und zudem schließt ja Spaß eine gewisse Planung und Professionalität nicht aus. Leider scheint das aber gerade in Deutschland die Meinung von vielen zu sein.
Ich habe jedenfalls Spaß am bloggen und möchte es trotzdem auch professionell betreiben.
Wer das auch so sieht, der ist hier richtig.
9 Ein Kommentar von Nischenblogger am 14 Apr, 2009
Sehr gute Ansätze, doch das Google-Keywordtool liefert auch nur Richtwerte. Ganz wichtig bei der Themenwahl empfinde ich persönlich die Leidenschaft zum gewählten Thema. Wenn diese fehlt, passierte es so manchem Blogger, dass nach einigen Monaten der “Schreibstoff” ausgeht.
10 Ein Kommentar von Peer am 14 Apr, 2009
@ Lennart
Ach ja, was den Vorschlag zur Ideenfindung angeht, da habe ich bereits einen Artikel vor kurzem geschrieben:
“22 Tipps um regelmäßig neue Artikel-Ideen zu finden“
11 Ein Kommentar von Peer am 14 Apr, 2009
@ Nischenblogger
Da Google Tool liefert zwar nur Richtwerte, aber ich kenne leider nichts besseres.
Die Motivation und Leidenschaft ist natürlich sehr wichtig. Deshalb ja auch die erste Frage ganz oben im Artikel “Über was will ich schreiben?”
Davon ausgehend sucht man sich dann seine Nische. Denn langfristig schaffen es die wenigsten über ein Thema zu bloggen, dass sie nicht irgendwie berührt oder begeistert. Das hält man nicht durch.
12 Ein Kommentar von Lennart am 14 Apr, 2009
@Peer: Dagegen habe ich auch gar nichts. Gerne kann jemand Interesse an vielen Lesern und Geld haben. Kein Problem für mich. Aber ich bin der Meinung, dass es Spaß machen muss. Sonst LOHNT sich bloggen einfach nicht. Und deswegen sind für mich die wichtigsten Faktoren bei der Wahl eines Themas der Spaß und die Interesse an dem Thema. Ich habe deinen Artikel tatsächlich zum größten Teil nur überflogen (so ist das eben im Internet). Den Faktor Spaß habe ich aber nicht gefunden.
13 Ein Kommentar von Julia Stern am 14 Apr, 2009
Also ich bin der Meinung, dass man auch Spaß am Bloggen haben kann, wenn man das Ganze speziell plant und man sich zum Beispiel nach einem Nischenthema umschaut. Natürlich sollte man ein Thema nicht nur wählen, weil es wohl noch ein Nischenthema ist und man somit gut Geld verdienen könnte. Aber wenn man ein Nischenthema findet, welches auch den eigenen Interessen entspricht, so ist es doch umso besser! Und so verbindet man ein Nischenthema + Spaß. Besser könnte es doch nicht sein?
Nochmals zusammenfassend: Meiner Meinung nach sollte man nach Nischenthemen suchen, die auch den eigenen Interessen entsprechen und nicht nur ein Nischenthema wählen, weil man damit gut Geld verdienen könnte. Das Thema muss zu den eigenen Interessen passen, nur so kann ein Blog wirklich erfolgreich werden!
Liebe Grüße
Julia
14 Ein Kommentar von Peer am 14 Apr, 2009
@ Lennart
Mag sein, dass ich den Faktor Spaß etwas unterschlagen habe.
Allerdings würde ich diesen auch nicht ganz so stark betonen wie du es tust. Schließlich, auch wenn ich mich wiederhole, geht es hier um professionelles Bloggen. Und das hat auch was mit Arbeit zu tun. Und wie das mit Arbeit so ist, die macht nicht immer nur Spaß.
Aber grundsätzlich stimme ich dir und Julia schon zu. Wenn man einen Blog langfristig täglich betreiben will, dann muss man auch Spaß daran haben, sonst wird es mit der Motivation irgendwann schwer.
Allerdings scheinst auch du nicht wirklich alle Möglichkeiten für deinen Blog nutzen zu wollen. Schließlich sehe ich durchaus 1.000+ Besucher pro Tag beim Thema Webdesign.
15 Ein Kommentar von Jürgen am 15 Apr, 2009
Ich finde diese Diskussionen zum Thema Nische bzw. Themenausrichtung eines Blogs immer wieder interessant. Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass ein Blog mit konkreter Themenausrichtung erfolgreicher werden kann.
Ohne eine solche konkrete Ausrichtung oder Nische wird die Fluktuation der Besucher wahrscheinlich sehr hoch sein.
Ich selbst “teste” dies gerade. Nachdem ich vor ca. 2 Jahren erste Erfahrungen mit einem Golf Blog gesammelt habe, hatte ich mich entschlossen einen neuen Blog ohne konkrete Themenausrichtung zu starten. Mit dem Golfblog hatte ich in der Vergangenheit keine besonderen Ziele verfolgt, was sich auch in der geringen Besucherzahl bemerkbar macht.
Mit dem Blog Meine Blog Gedanken hatte ich seit Mitte Januar durchaus einen guten Start (täglich ca. 200-250). Allerdings fürchte ich in erster Linie durch einige wenige “Hype-Themen” und dadurch, dass ich hier recht fleißig schreibe (in der Tat bedeutet ein Blog Arbeit – insbesondere bei dem Wetter).
Weil ich aber auch immer mehr Spaß am Bloggen finde und jemand bin, der gerne Dinge persönlich ausprobiert und versucht damit möglichst erfolgreich zu sein habe ich nun vor ein paar Tagen einen echten Nischen Blog gestartet.
Vielleicht ist die Nische sogar ein wenig sehr klein, aber da mich das Thema mit den neuen .tel-Domains sehr interessiert und ich hierzu noch einige Ideen habe, war das die Geburtsstunde des neuen tel-Blog.
Für diesen Blog habe ich mir in der Tat in etwa die Fragen gestellt, die Peer oben aufgeführt hat.
Meine Antworten hierzu lauten:
1. Alles rund um das Thema .tel-Domain
2. Zeit wird auf Grund des dritten Blogs immer geringer, aber im neuen Blog plane ich maximal 3-5 Artikel pro Woche.
3. Ich habe noch keinen echten Wettbewerbsblog zu diesem Thema gefunden. Aktuell gibt es eigentlich nur ein Forum hierzu.
4. Ein wenig Geld verdienen wäre nicht schlecht, ist aber nicht das erste Ziel. In erster Linie möchte ich möglichst vielen Besuchern interessante Infos zu diesem Thema liefern können.
Meine Erfahrungen zu der Entwicklung dieses Dreiergepsann werde ich zukünftig auch immer wieder in meinem Gedanken Blog veröffentlichen.
Also gerne ab und zu vorbeischauen
@Peer: ich hoffe, du filterst den Kommentar aus deinen Spams, da ich drei Links eingebaut habe. Ach ja, bzgl. des Orange auf meinem Gedanken Blog mache ich mir auch noch Gedanken
16 Ein Kommentar von Peer am 15 Apr, 2009
Wer so ausführlich kommentiert, der darf auch den ein oder anderen Link setzen.
17 Ein Kommentar von Mary am 17 Apr, 2009
Ich weiss immer gar nicht, warum so über “Nische finden” beim Bloggen diskutiert wird, bzw. warum das immer so propagiert wird.
Ich persönlich sehe Bloggen wie Musik:
Eine neue Musikrichtung zu “erfinden” heisst noch lange nicht, erfolgreich zu sein oder Geld zu verdienen.
Wer aber mit Herz und Seele Musik macht, kann genauso zu Ruhm gelangen, wie einer, der nur des Geldes wegen zur Klampfe greift.
Sie können aber auch beide scheitern.
Worauf kommt es also an?
Die ganz persönliche Note und die Tonart.
18 Ein Kommentar von Andy am 20 Apr, 2009
@ Mary
Schliesse mich Deine Meinung an. Denek es muss nicht unbedint eine Nische sein Oder? Was letztendlich erfolgreicher ist kann man so pauschal nicht sagen. Was auf jedenfall zum Erfolg führt egal ob Nischenblod oder Nicht ist der Fleiß und die Arbeit.
Gruss Andy
19 Ein Kommentar von Peer am 20 Apr, 2009
Es hilft schon, ein relativ klaren Themenbereich im eigenen Blog zu haben. Aber mit Fleiß und Schweiß ist sicher vieles machbar.
20 Ein Kommentar von AlpenYeti am 26 Apr, 2009
Die perfekte Nische mit besucherstarken Themen muß ich eigentlich nur suchen, wenn ich mit dem Blog Geld verdienen will.
Aber unabhängig davon: Das Wichtigste in meinen Augen: Leidenschaft und Freude am Thema. Denn nur so wird man sich nachhaltig mit dem Thema beschäftigen und auch die notwendige Ausdauer und das erforderliche Durchhaltevermögen aufbringen, um die ersten „trockenen“ Monate zu überstehen.
Und da interessiert mich weder, ob es tausende andere Seiten mit „meinem“ Inhalt gibt, oder ob ich der einzige auf diesem Planeten bin, den diese Sache überhaupt interessiert.
Bloggt in erster Linie für Euch selbst.
Leidenschaft und Freude – die werden dafür sorgen, dass ich immer besser werde, dass mir immer neue Inhalte einfallen, und dass ich zum anerkannten Kenner der Materie werden kann.
Auf (lange) Dauer kann sich so der Erfolg einstellen.
Nur aus finanziellen Gründen zu bloggen, kann meiner Meinung nach im Normalfall nicht wirklich funktionieren.
21 Ein Kommentar von Peer am 26 Apr, 2009
Ich habe schon so viele Blogger gesehen, die Ihren Blog nach einer Weile dicht gemacht haben bzw. einfach nichts mehr geschrieben haben. Und das nicht, weil sie Geld verdienen wollten. Diese wollten einfach nur über ein Hobby bloggen.
Sie hatten aber auch nach Monaten kaum Leser und das demotiviert auch sehr. Das lag vor allem an 2 Dingen:
1) Teilweise war einfach die Nische zu klein und es gab einfach zu wenig Leute, die sich dafür interessiert haben. Oder dieses Thema war bereits von vielen “Konkurrenten” im Web belegt.
2) Sie wollten einfach nur bloggen und haben nicht um wenigstens ein wenig SEO und Vermarktung gekümmert.
Es geben also Blogger auch aus anderen Gründen Blogs auf. Sich eine passende Nische zu suchen und auch was für SEO und Vermarktung seines Blogs zu tun hat also nicht zwangsweise was mit Geld verdienen wollen zu tun.
22 Ein Kommentar von zoomed am 26 Mai, 2009
Sehr interressantes Thema!
bin auch gerade in der Planung eines Blogs. Allerdings bin ich mir nach dieser Diskussion über eines absolut im unklaren:
Sollte ich mich auf ein Thema speziallisieren oder
kann ich als Schwerpunkt 2 bis 3 Themen haben
Oder sollte ich für jedes Thema einen eigenen Blog aufbauen, der dann aber wieder zeitlich nicht jeden Tag bedient werden kann.
Tut mir leid, aber diese Diskussion wirft jetzt für mich Fragen über Fragen auf. Ich dachte ich mische die 3 Themen und wenn ich sehe, daß ein Bereich besonders gerne und oft gelesen wird, kann ich diesen immer noch ausgliedern bzw. die anderen Themen einschlafen lassen oder diese ausgliedern.
Wäre schön darüber einen Bericht zu lesen, da ich wahrscheinlich nicht die einzige bin
23 Ein Kommentar von Peer am 26 Mai, 2009
So lange die 3 Themen halbwegs etwas miteinander zu tun haben, ist das sicher kein Problem.
Wenn es sich aber um 3 grundverschiedene Themen handelt, die auch unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, dann würde ich das eher in 3 Blogs aufteilen.
24 Ein Kommentar von zoomed am 27 Mai, 2009
Danke für die Info,
insgesammt haben die Themen vielleicht nicht allzuviel miteinander zu tun, doch werde ich das 3.Thema trotzdem mit aufnehmen, aber nur an einem festen Wochentag bedienen denn über dieses Thema wird nicht allzuviel zu bloggen sein. Die anderen 2 Themen haben viel miteinander zu tun.
Ein Versuch ist es wert, aus Fehlern wird man klug.
Viele Grüße Melanie
P.S. macht weiter so, endlich ein fachlicher Blog ohne Chinesisch
25 Ein Kommentar von Mike am 7 Aug, 2009
Hallo,
ein toller Beitrag.
Ich finde es allerdings am besten sich zunächst Gedanken über die Probleme anderer Menschen zu machen und in seinen Beiträgen Lösungswege anzubieten. Wenn man ein interressantes Thema gefunden hat bei dem die Leute auch noch nach Lösungen in Foren etc. suchen, liegt man schon ziemlich richtig. Aber letztendlich ist natürlich das wichtigste das einem das Thema Spass macht, sonst verliert man schnell die Lust am schreiben.
Grüße
Mike
26 Ein Kommentar von WizZr am 8 Jan, 2010
Interessantes Thema!
Ich selbst bin ein blutiger Anfänger in sachen Bloggen, bzw. bin gerade dabei mir eine Blog zu erstellen.
Meiner Meinung nach geht es in erster Linie um Spaß. Dass man mit dem entsprechenden Thema auch Geld verdienen kann ist ja dann nicht ausgeschlossen.
Ich selbst habe vor einen Blog über Filme zu machen. Mir ist bewusst dass es kaum möglich ist mit der großen Konkurrenz mitzuhalten aber Filme im Allgemeinen ist eben mein Themengebiet.
So lang ich Spaß habe Filme zu schauen und das wird mit Sicherheit nicht aufhören, kann ich auch Themen zu schreiben und Diskussionen mit anderen eingehen.
Der Finanzielle Aspekt bleibt da fürs erste außen vor.
Sicherlich ist es auch mein Ziel damit ein paar Euros zu verdienen aber ich bin mir im Klaren das es kein Lebensunterhalt wird.
Ich bin auch der Meinung das es ziemlich schwer ist noch eine Nische zu finden welche eine gute Besucherzahl aufweisen kann und trotzdem nicht viel Konkurrenz bietet.
Fazit: Ähnlich wie einige anderen und wahrscheinlich auch die meisten Blogger mach ich das wegen dem Spaß und wenn dennoch Geld dadurch zu verdienen ist bin ich auch nicht traurig!
Alles in allem finde ich Peer´s Seiten trotzdem für sehr gelungen und werde weiterhin immer wieder hier auftauchen um mir Tipps zu holen.
27 Ein Kommentar von Yanneck am 22 Apr, 2010
Also ich kann diesem Artikel im Großen und Ganzen zustimmen. Angefangen habe ich mit einem Blog der sehr viele Themenbereiche abdeckt und auch entsprechende Besucherzahlen hat (relativ hoch). Trotzdem wird es immer schwerer Nischen zu finden, die A nicht extrem stark besetzt sind und B auch den Blogger wirklich interessieren. Nichts ist meiner Meinung nach schlimmer, als ein Blog der nur dazu dient Geld zu verdienen. Die Texte haben dann einfach keine “Seele” und das merkt sogar der unaufmerksame Leser.
Inzwischen habe ich zwei weitere Blogs zu Nischenthemen gestartet und bereits einen davon wieder fallen gelassen, weil mich das Thema einfach nicht mehr interessiert hat und ich lediglich an den Profit gedacht habe. Aber so lernt man dazu und bei den heutigen Domainpreisen ist das auch kein Beinbruch.
Der zweite Blog befindet sich noch im Aufbau und setzt sich (zumindest versuche ich das) auf lustige Art und Weise mit dem Thema Phishing und Spam auseinander. Gewinne will ich damit erstmal nicht erzielen, aber mich würde es freuen, wenn ich dafür sorgen könnte, dass weniger Menschen auf die dreisten Betrugsversuche hereinfallen.
Aber man sieht, besonders hier in den Kommentaren, dass jeder Blogger andere Ziele verfolgt, was auch vollkommen in Ordnung ist
28 Ein Kommentar von jan am 4 Mai, 2010
Ja die richtige Nische sollte man finden können, wobei dieses aber auch nicht alles richtig festzulegen geht. Weil bei manchen gehört vieles dazu, so das es wieder keine Nische bleibt.
Viele schreiben Dinge aus Ihren eigenen Leben auf den Blogs, kann gut sein , aber auch wieder nicht.
29 Ein Kommentar von Steven am 31 Mrz, 2011
Was sind Nischen? Wozu brauche ich Nischen? Wie finde ich eine Nische? Erst wenn man diese drei Fragen beantworten kann, sollte man mit dem Geld verdienen anfangen.
30 Ein Kommentar von Martin am 18 Nov, 2011
Ach ja, die legendäre Nischensuche! Irgendwie habe ich oft bei mir selbst das Gefühl, als ob die Suche nach erfolgsversprechenden Nischen und Keywords süchtig macht. Hat man einen schönen Themenbereich gefunden, will man sich gleich wieder auf die Suche nach noch gewinnbringenderen Nischen machen.