Ich bin sehr begeistert von der hohen Teilnehmerzahl meiner ersten Umfrage der Woche. Insgesamt haben 143 Leser Ihre Stimme abgegeben.
Die Umfrage der Woche steht immer in der rechten Sidebar und bei der ersten Umfrage ging es um die Frage “Fullfeed oder gekürzt?”. Das Thema wurde ja gerade unter Bloggern in den letzten Wochen heiß diskutiert.
Diese Umfrage möchte ich heute auswerten und gleich die nächste Umfrage starten.
Alle wollen den Fullfeed!

Nun gut, alle nicht. Aber laut meiner ersten Umfrage hier im Blog wollen doch rund 2/3 Drittel der User einen Fullfeed.
Allerdings ist diese Umfrage nicht unbedingt repräsentativ. Und das aus den folgenden Gründen:
- Zum einen sind hier auf diesem Blog ja vor allem Blogger und Intensiv-Nutzer unterwegs. Aber das ist nicht unbedingt ein repräsentativer Querschnitt der Blog-Leser allgemein.
- Zum anderen nehmen ja vor allem Leser an dieser Umfrage teil, die genau wissen, was ein Fullfeed ist und was nicht. Es gibt sicher aber viele Internet-Nutzer, die inzwischen auch RSS-Feeds abonnieren, aber sich sonst mit der Thematik nicht so sehr beschäftigen. Die lassen Umfrage tendenziell links liegen.
Die beiden Punkte sollen aber nun nicht heißen, dass das Umfrageergebnis falsch wäre. Im Gegenteil. Ich hätte sogar noch mehr Stimmen für den Fullfeed erwarten. Einfach weil dieser “Ich will erstmal alles haben”-Effekt ja auch im Internet sehr verbreitet ist.
Unter Berücksichtigung dieser Motivation wäre es aber wirklich interessant, mehr über die eigentliche Nutzung von RSS-Feeds zu erfahren. Wer von diesen 64% liest dann die Posts wirklich im Feedreader und wer klickt sich trotzdem zum Blog durch?
Denn in vielen Kommentaren auch auf anderen Blogs habe ich sehr unterschiedliche Meinungen und Begründungen zum Fullfeed gefunden.
Manche wollen zwar einen Fullfeed, aber nicht um den Artikel dann auch wirklich im Feedreader zu lesen. Sie wollen den Fullfeed eben haben, um sich ein umfassendes Bild vom Artikel machen zu können und im Zweifel den Artikel im Feedreader lesen zu können.
Meist gehen diese aber dann doch zum Blog.
Andere wiederum sind technisch schon einen Schritt weiter und wollen z.B. die Feeds erstmal herunterladen, um sie dann offline mit dem iPhone in der U-Bahn zu lesen.
Es gibt also die unterschiedlichsten Meinungen dazu und deshalb möchte ich mit meiner zweiten Umfrage der Woche, das Thema Fullfeed nochmal genauer analysieren.
Die 2. Umfrage der Woche
Die zweite Umfrage der Woche hat ein paar mehr Antwortmöglichkeiten.
Damit möchte ich herausfinden, wie denn die wirkliche Nutzung von Fullfeeds aussieht. Das wirft sicher ein genaueres Bild auf die Wünsche der Leser.
Wollen manche einfach nur aus Prinzip einen Fullfeed und gehen dann doch zum Blog?
Wer liest seine Feeds vor allem unterwegs und braucht deshalb einen Fullfeed?
Wer liest mal im Blog und mal im Feed?
Bitte nehmt wieder rege teil, da diese Umfrage sicher auch für andere Blogger sehr interessant ist.
Meine Meinung zu den Vor- und Nachteilen von Fullfeeds findet ihr im Artikel “Full-Feed oder nicht? Pro und Kontra“.
Ähnliche Einträge:
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- Der Start von Blogprojekt.de – Woche 1
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1 Ein Kommentar von Marco am 17 Mrz, 2009
Ich habe mittlerweile etliche Blogs aus einigen Interessen Gebieten im Reader; Das macht pro tag so 150 – 200 Postings, viel zu viel um alle zu lesen.
Ganz klar bevprzuge ich die Fullfeeds, nicht um sie im Feedreader zu lesen sondern ich blättere im Feedreader durch und was mich nicht anspricht klicke ich weg – was mich dagegen auf den ersten Blick anspricht, vom Thema, von der Aufmachung, von der Textgestaltung, klicke ich an womit sich der Artikel in einem Browsertab öffnet zum späteren durchlsen. Wenn ich dann mit den ca 150 Postings durch bin habe ich etwa ein duzend Artikel im Browser die ich dann dort lese.
Bietet ein Blog nun nur einen Beschnittenen Feed ohne Formatierungen jeglicher Art oder sogar nur die Überschrift ist die chance das ich ihn wegklicke wesentlich höher.
Gruß
2 Ein Kommentar von Andy am 17 Mrz, 2009
Habe mir erhlich noch keine Gedanken über dieses Thema gemacht. Wenn mir die Überschrift und die Einleitung gefällt, lese ich den Artikel auf dem Blog, ansonsten scrolle ich einfach weiter.
3 Ein Kommentar von Peer am 17 Mrz, 2009
Ja, das ist die Art und Weise, wie ich da eigentlich auch ran gehe.
Ein Feed muss mir schon genügend Infos darüber geben, ob der Artikel inhaltlich interessant ist.
Allerdings muss das nicht unbedingt bedeuten, dass es ein Fullfeed sein muss. Wenn jeder Feed-Artikel neben der Überschrift noch eine informative Einleitung besitzt, finde ich persönlich das völlig ausreichend. Die Artikel lese ich immer im Browser.
Nur eine Headline ist mir aber auch zu wenig.
4 Ein Kommentar von Julia Stern am 17 Mrz, 2009
Ich finde Fullfeeds aufjedenfall besser. So bekommt man gleich einen Einblick in den Artikel selber.
Grüße
Julia
5 Ein Kommentar von Henri Apell, coach-im-netz am 17 Mrz, 2009
Fullfeed, auf jeden Fall. Ich verschaffe mir dort einen schnellen Überblick über das, was für mich wichtig und informativ ist.
6 Ein Kommentar von Uwe am 17 Mrz, 2009
Ich denke man muss unterscheiden.
Beim gekürzten Feed denkt ja jeder immer gleich an die komplett kastrierte Version, die WordPress z.B. als Standard ausliefert.
Dieser ist ja auch nichtssagend und gibt den Inhalt des Beitrages kaum wieder.
Wenn ich aber das ein oder andere Plugin nutze (Ozh Better Feed) und meinen Feed mit Zusatzinfos versehe und den Feed dort kürze wo er im Blog auch brechen würde, also beim More-Tag, dann ist das meiner Meinung nach sogar besser als der Fullfeed.
Ich habe auch versucht auf Alles2null.de mit diesem Better-Feed-Plugin einen gekürzten Feed durchzusetzen, leider sind die “Schreihälse” sofort dagewesen und wollten einen FullFeed.
Die Lösung kann nur sein, beides anzubieten. In meinem Fall einen FullFeed und einen Better Feed. Das werde ich in Zukunft auch umsetzen.
7 Ein Kommentar von Mynios am 18 Mrz, 2009
Ich sehe es wie Marco, allerdings sind meine Beitragszahlen nicht ganz so hoch seit dem ich Spiegel Online rausgekickt habe.
Absolutes NO-GO ist das frisch abbonierte Hamburger Abendblatt. Ungefähr die Hälfte der Beiträge sind auf eine Zeile gekürzt. Der Rest hat gar keinen Text, sondern “glänzt” allein durch die Überschrift.
8 Ein Kommentar von Daniel S. am 18 Mrz, 2009
Ich lasse mir von FeedDemon die Feeds zusammenfassen. So kann ich rasch überfliegen und selektieren was mich anspricht.
Ein Vorteil von kurzen Feeds ist meiner Meinung, dass man einen besseren Überblick über das große Ganze hat und beispielsweise die ersten 10 Artikel, die der Feedreader auf einer Seite zusammengefasst anzeigt, mit einem Schlag als “gelesen” markieren kann, ohne mehr Aufmerksamkeit auf jeden einzelnen der auf den ersten Blick uninteressanten Posts richten zu müssen. Bei meiner Masse an Feeds sind Fullfeeds undenkbar.
9 Ein Kommentar von David am 18 Mrz, 2009
Also ich benötige den Fullfeed ausschließlich dafür, dass ich mir diesen dann über Google Gear “herunterladen” kann und die Feeds dann im Zug lesen kann. Das ist einfach angenehmer als 50 Tabs manuell zu öffnen.
Ansonsten habe ich auch kein Problem damit mal auf die Überschrift zu klicken um auf den Blog zu gelangen.
10 Ein Kommentar von Blog Drauf am 21 Mrz, 2009
Also ich bevorzuge Fullfeeds, Blogs mit kastrierten Feeds fliegen bei mir sehr schnell raus, außer sie sind wirklich interessant (dazu gehört auch Selbständig im Netz
). Wegen des Information Overload ist es schwer auch jeden Artikel anzuschauen, der sich nur annähernd interessant anhört.
Wäre auch super wenn du dein Selbständig im Netz auf Full Feeds umstellen würdest. Ist der Artikel interessant gehe ich, wie viele Andere, sowieso auf die Seite.
Natürlich gibt es auch den Punkt, das dadurch die Leser auf die Webseite gehen und die Werbung auf der Seite ist erfolgreicher. Aber du kannst davon ausgehen, dass 90% deiner Feedreader die Werbung gar nicht mehr beachten, neue Leser, die direkt durch Google oder andere Seiten auf Selbständig im Netz landen, suggerieren das Werbeeinkommen.
Eine interessante Diskussion hat Frank Bültge vor kurzem losgetreten, ist bestimmt schon bekannt:
http://bueltge.de/short-feeds-es-stinkt-mir/896/
Auf alle Fälle würde ich mich auf Full Feeds freuen und vielleicht mal mit SiN einen Monat Full Feeds testen, dann sieht man ob es einen Unterschied macht. Auf alle Fälle wird die Zahl der Feedreader steigen.
Das Ergebnis wäre bestimmt auch interessant für die Leser, ob es die Werbeeinnahmen beeinträchtig, wenn man von Short Feeds auf Full Feeds umstellt.
11 Ein Kommentar von Peer am 21 Mrz, 2009
Ich teste ja nun erstmal hier den Fullfeed. Wenn ich damit zufrieden bin, dann werde ich das evtl. auch bei SiN umstellen. Mal schauen.
12 Ein Kommentar von Daniel von Handys-im-test.net am 22 Mrz, 2009
Ich finde zum Lesen Fullfeed auch besser. Ich weiß aber auch, dass Content-Grabber mit einem Fullfeed leichtes Spiel haben.
So muss man sich wohl oder übel als Blogbetreiber ein Kompromiss machen. Entweder man tut seinen Lesern gutes oder man riskiert, dass einem die eigenen Inhalte extrem leicht geklaut werden können…
13 Ein Kommentar von Chris am 22 Nov, 2009
Wenn ich immer lese “auf dem iphone” lesen… als Blogger sollte man seine Leser schon kennen, wenn ich in Google Analytics und Feedreader sehe, dass nur ca. 0,21 Prozent mobile Anwendungen nutzen, dann brauche ich mir darüber wohl erstmal nicht zuviele Gedanken machen. Will sagen: es kommt immer sehr auf das Blogthema und die eigenen Leser an.
14 Ein Kommentar von Peer am 23 Nov, 2009
Da hast du natürlich recht. Viele kümmern sich ja auch nicht mehr um alte Browser, auch wenn diese ein paar Prozent ausmachen. Aber es hängt sicher von der Zielgruppe an. Ein Blog über iPhone-Apps würde ich schon iPhone-Ready machen.